#116 Interview mit Alexander Huber
Shownotes
In dieser Folge des Bergzeit Podcasts begrüßt Jan einen der prägendsten Alpinisten unserer Zeit: Alexander Huber. Gemeinsam tauchen sie ein in das bewegte Leben des Extremkletterers, der mit spektakulären Erstbegehungen, Free-Solo-Begehungen und Speedrekorden internationale Geschichte geschrieben hat. Im Gespräch geht es um seinen Werdegang vom bayerischen Bergbauernhof bis an die steilsten Wände der Welt, den Umgang mit Angst und Risiko, seine Liebe zur Musik und persönliche Krisen, die ihn geprägt haben. Alexander Huber spricht offen über Verletzungen, Zweifel, die Bedeutung von Respekt und Selbstreflexion – und warum es so wichtig ist, auch in stürmischen Zeiten in seiner seelischen Mitte zu bleiben. Freut euch auf einen tiefgründigen, inspirierenden Austausch über Bergleidenschaft, Lebenskunst und den Mut, immer wieder neue Horizonte zu betreten.
Mehr aus dem Inhalt & Timecodes:*
- [08:22] Parallelen zwischen Musik & Klettern
- [18:30] Restrisiko und Unsicherheiten beim Bergsteigen
- [23:27] Aufwachsen in einer bergbegeisterten Familie
- [32:28] Physikstudium und Ausbildung zum Berg- und Skiführer
- [37:32] Beeindruckende Klettergeschichten und ihre Einflüsse
- [44:25] Leben von Bühnenauftritten
- [49:52] Rückkehr zur Lebensfreude
- [59:25] Zukunfstausblick
Nützliche Links
[Hier geht's zum neuen Buch von Alexander Huber "Überleben trotz Bergsteigen":] (https://www.piper.de/buecher/ueberleben-trotz-bergsteigen-isbn-978-3-89029-583-1))
[Mehr Infos zu den Huberbuam:] (https://www.huberbuam.de/))
[Zur Folge #8 im Bergzeit Podcast mit Thomas & Alexander Huber:] (https://open.spotify.com/episode/5N2rl2ta4EfxeMwbYrgPtf?si=5fF5MIivQaa6YlOvmVFPvw))
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Transkript anzeigen
00:00:00: Heute bei uns zu Gast im Bergzeit-Podcast der Extremkletterer, Bergsteiger und lasportive Athlet Alexander Huber.
00:00:06: Kaum ein deutscher Kletterer hat den Alpinismus der vergangenen Jahrzehnte so geprägt wie er.
00:00:11: Gemeinsam mit seinem Bruder Thomas schrieb er als Teil der Huberburm Bergsportgeschichte.
00:00:15: Er öffnete neue Routen auf der ganzen Welt, stellte Speedrekorde auf, beging schwierigste Wände Free Solo und wurde zur einer der bekanntesten Persönlichkeiten der internationalen Kletterszene.
00:00:25: In dieser Folge sprechen wir über seinen Weg zu einem der besten Klettererer der Welt Über Expeditionen, den Umgang mit Angst und warum es so wichtig ist im Leben in seiner seelischen Mitte zu bleiben.
00:00:35: Ganz viel Spaß beim Zuhören!
00:00:36: Und damit rein ins Gespräch mit Alexander Huber.
00:00:42: Der Bergzeit-Podcast ist dein Podcast für mehr Bergzeit.
00:00:46: Egal ob neben
00:00:47: dem Gipfelkreuz
00:00:48: oder auf dem Weg ins Büro – wir wollen die Berge zu dir bringen.
00:00:53: Immer und überall.
00:01:03: Servus Alexander, herzlich willkommen im Bergzeitpodcast!
00:01:06: Alexander, erst mal ganz ganz großes Dankeschön dass wir heute bei euch hier am Hof sein dürfen.
00:01:10: Was für ein Podcast-Setting würde ich sagen?
00:01:12: Ich glaube das hat dich so tatsächlich auch noch nie.
00:01:14: also echt ganz ganz speziell so für alle Zuhörenden.
00:01:17: vielleicht auch der kurze Hinweis es gibt später ja auch auf YouTube schaut da gerne mal rein!
00:01:21: Wir hocken hier also ich zumindest mit Watzmann und Hochkalterblick.
00:01:24: du musst dich leider mit mir abfinden aber ist wirklich wunderschön hier.
00:01:27: ich kann mir vorstellen hier kann man gut runter kommen oder?
00:01:29: Ja, das auf jeden Fall ist so.
00:01:30: Aber natürlich auch ganz generelle Situation Bergbauernhof.
00:01:34: die landwirtschaftliche Arbeit ist etwas was dich vom stressigen Alltag wegbringt weil es letztendlich methodische Arbeit ist.
00:01:42: Arbeit die nicht über schnell schnell sich erledigen lässt sondern es ist Arbeit die es schlicht und einfach Zeit braucht und dass entschleunigt definitiv.
00:01:52: Und wie es halt so ist wenn man landwirtschaftlich arbeitet ist man erdgebunden weil man von der Erde lebt auf den man lebt.
00:01:59: Ja, das witzig.
00:01:59: Ich habe vor fast zwei Monaten mit einem Simon Messner Folge aufgenommen und der hat eigentlichs Gleiche gesagt, dass diese landwirtschaftliche Arbeit im Bergbauernhof für ihn so ein wahnsinnig guter Ausgleich ist.
00:02:10: Können wir später vielleicht auch noch mal ein bisschen mehr in Detail eintauchen?
00:02:13: Erstmal nochmal eine wichtigste Frage vorab – wie geht es Deine Hand?
00:02:15: Du hast Dir vor ein paar Wochen noch einmal verletzt!
00:02:19: Ja, die sind jetzt natürlich etwas lästige Sachen.
00:02:21: Es ist eine Radiosfraktur, die Speiche Ganz vorn Kopf ist gebrochen, es gab zwei Absplitterungen aufgrund von einem weiten Sturz.
00:02:31: Wenn's halt dumm läuft und man sich mit der Hand am Fels beim Himpendeln abfängt dann kann so offensichtlich so dumm laufen dass man sich die Speiche bricht.
00:02:44: Ich kann jetzt nur so sagen bei Tausenden von Stürzen hat immer alles gepasst diesmal nicht gepasst.
00:02:49: ich muss es so nehmen wie es ist.
00:02:52: Es ist leider ein bisschen komplizierte Fraktur, weil wirklich so Abregungsprozess operieren nicht operieren.
00:02:59: Frage wird es mit Operation überhaupt besser?
00:03:02: Ich habe mich fürs Konservativ entschieden auf der Trau auf einen Körper dass das schon wieder von selbst irgendwie wird und da hängt natürlich auch ganz viel davon ab.
00:03:14: ich bin fast sechzig Jahre alt und sportlich gesehen ist nicht die große Zukunft vor mir.
00:03:20: Mit zwanzig hätte ich mich definitiv für die Operation entschieden, aber wenn man auf die sechzig zugeht dann glaube ich kann man mit dem Rest noch ganz gut leben.
00:03:29: Weil es geht ohnehin nicht mehr um High-Performance.
00:03:32: Wenn man dieses Alter hat ist das mit der großen Kraft und den großen Potenzial einfach vorbei.
00:03:39: Zumindest für deine Standards glaube ich also weil wenn man sich so anschaut was jetzt auch vor der Handverletzung alles noch so passiert ist Und man schaut da ganz neutral von außen raus, es ist immer noch ein brutal hohes Niveau muss ich sagen.
00:03:51: Ja klar das Niveaus definitiv schon auch.
00:03:53: da kann auch im Vergleich zuvor zwanzig an doch immer noch recht anstehende Klettern.
00:03:59: aber man muss natürlich dann darüber hinaus auch noch sagen vor dreißig Jahren war ich vom Schwierigkeitsklettern her Weltspitze und da bin jetzt halt himmelweit davon entfernt Wenn man sieht, was er Jakob Schuber klettert.
00:04:13: Was ein Adam Ondra kletterte oder eine Laura Rogora... ...oder die Anja Garnbrett dann wisst man dass wir einfach Himmel weiter von weg sind.
00:04:24: und es wäre jetzt schon sehr unrefliktiert wenn ich sagen würde Ich bin immer noch in der erweiterten Weltspitze.
00:04:31: Ja ok ja aus der Warte okay verstehe ich deinen Punkt.
00:04:35: Es ist wahrscheinlich echt eine Frage des Blickwinkels von wo man drauf schaut.
00:04:38: Alex, jetzt sind wir schon ziemlich tief eingestiegen.
00:04:40: Ich will aber eigentlich unsere Bergzeit-Podcast Schnellfragerunde zu Beginn trotzdem mit dir auch machen.
00:04:45: Das ist nämlich bei uns mal so der klassische Einstieg.
00:04:47: Du darfst einfach ganz spontan das antworten was dir in den Kopf kommt.
00:04:51: Wir müssen noch einmal ein bisschen zurückgehen und ich frag dich wer ist Alexander Huber?
00:04:54: Aber beschrieben in einem Satz!
00:04:56: Ich bin Bergsteiger und Landwirt.
00:04:59: Das sind so die hauptsächlichen Dinge.
00:05:01: darüber hinaus habe natürlich Familie und vielleicht auch noch die Musik.
00:05:06: Das war eigentlich super einfach, da tun sich manche Leute immer richtig hart.
00:05:09: Wo kommst du her und wo lebst du aktuell?
00:05:12: Ich bin hier aus dem Südosten von Bayern aufgewachsen im Kimgau aber immer schon in den Berchtesgaden alten gefühlt zu Hause eben bergsteigerisch und dort lebe ich auch heute.
00:05:23: In der Chef-V, chefmäßiges Leben mit der Chefv.
00:05:27: das ist genau zwischen Salzburg und Berchteshgaden und wir sind mehrere hundert Höhemeter übertal Und das ist sicher ein Ort, genau wie du das vorher beschrieben hast.
00:05:37: Da kann man entschleunigen!
00:05:38: Ja absolut.
00:05:39: Wenn ich dir jetzt die drei Regionen bei Alpen Yosemite und Dolomiten gebe, könntest du die ranken auf so einem Podestplatz von eins bis drei?
00:05:49: Also aus deiner Kletterperspektive?
00:05:52: Das kann ich nicht ranken weil ich auf nichts würde verzichten wollen.
00:05:56: in der Erinnerung... Die Beertesgadener Alpen sind einfach meine Bergheimart Tief verwurzelt.
00:06:04: Die Dolomiten sind mindestens genauso einzigartig wie die Osamity National Park und alles zusammen ist einfach das Geniale am Bergsteigen, dass es so viel zu bieten hat und dass man eben über die verschiedenen Gebirge der Welt diesen landschaftlichen Reiz erleben kann den eben diese ursprünglichen Landschaft auf uns hat.
00:06:25: Ich habe mir schon gedacht ich hab nur dachte ich fragt die haben wir trotzdem mal hätte sein können.
00:06:30: Wirklich ganz schnelle Frage.
00:06:31: Biwak oder Hütte?
00:06:33: Naja, eigentlich schon Hütten.
00:06:36: Wenn es sein muss, geht der Biwag auch mehr.
00:06:39: in Erinnerung bleibt definitiv das Biwack.
00:06:42: Ich wollte gerade sagen danach ist wahrscheinlich immer so eine richtig kalte harte Biwac-Nacht.
00:06:45: Das wahrscheinlich dann eher das Projekt wo danach sagt geil dass wir's durchzogen haben oder?
00:06:49: Ja
00:06:49: und interessanterweise meine zwei härtersten Biwakenächte habe ich in einer bestimmten Wand erfahren.
00:06:55: Das war seine Zeit mit den Käfkenbären in der Mathe an Nordwand.
00:06:58: Das ist aber schon drei Jahrzehnte her und wir dann mitten Daniel zusammen, wie wir die Schweizer Nase erst begangen haben.
00:07:08: Ja das habe ich ja auch
00:07:09: in Erinnerung her.
00:07:09: Ich hab immer im Winter mit minimaler Ausrüstung.
00:07:11: Und da wird es richtig hart!
00:07:12: Ja das glaube ich dass dann da auch würde.
00:07:15: Magst du den folgenden Satz für Vollständigen?
00:07:17: Als Klavier gehe ich immer dann wenn...
00:07:20: Wenn ich irgendwie Zeit dafür finde und leider viel zu seten.
00:07:24: Aber es ist schon noch Ein Teil von dir oder?
00:07:26: Naja, es ist wieder ein Teil geworden.
00:07:28: Oder
00:07:29: wieder ein Teig geworden?
00:07:29: Nja ja ich habe jahrzehntelang das Klavier nicht beackert und eigentlich jetzt eben über eine voraussenkommende Motivation wieder begonnen mich mit dem Klavier auseinandersetzen.
00:07:42: so gesehen bin ich wirklich diesen Burkhard Weber dankbar.
00:07:46: erst Gelistus damals crazy genug gewesen bei einer Vortragsveranstaltung in Bibels zu mir zu kommen und zu sagen, ob ich nicht Lust hätte mit ihm Musik zu machen.
00:07:56: Da habe ich gefragt ja, woher weißt du dass ich Musik mache?
00:08:00: Ja!
00:08:00: Ich weiß das vom Andal Hekmeyer.
00:08:03: Und der Andal Heckmayer war sein Kletterlehrer, weil von Burghardt der Vater und der Andall Heckmayern waren befreundet oder man kann es sagen... Der Vater von Burghardt wurde durchaus mehr zehn vom Andall Heckmayer und hat dafür immer gesagt bring meine Buben des Bergsteigen bei.
00:08:22: Ach krass.
00:08:22: Und ich wiederum bin immer dann, wenn ich in Oberstor war bei Vortragsveranstaltungen.
00:08:29: Bei den Hegmeisterheimen vorbei und der hat ein altes Erbstück in seiner Wohnung stehen gehabt.
00:08:35: Nicht spielbar, furchtbar verstimmt aber für so ein bisschen hat es schon gelangt!
00:08:40: Der Andal und die Trudel haben sich ja immer gefreut, wenn er etwas vorgeklempft hat... ...und der Andal hat das wiederum dem Burghack gesteckt Mit dem Hover, mit dem musst du mal glättern und da kannst du auch noch Musik machen.
00:08:51: Das ist ja ganz so wieder!
00:08:53: So hat das der Ander offensichtlich zum Buch gesagt und genau deswegen ist er auf mich zugekommen.
00:09:00: Okay, eine
00:09:00: sehr kraftige Geschichte.
00:09:01: Ich bin dankbar.
00:09:02: Ja voll und dann seid ihr hier zusammen ein Router in der Pfalz.
00:09:06: oder war es?
00:09:07: Genau, das war dann so ein erstes Projekt weil letztendlich ist es wie beim Bergsteigen man braucht den Projekt dass man ins Laufen kommt und seine Idee war halt Koncherto Vertical.
00:09:18: Da sind wir den Heidenpfeiler in der Pfeilz geglettert, das ist ein Rude Himmelleiter, war gut zu sechzig, achtzig Meter lang, siebter Grad genau!
00:09:30: Und dann oben drauf haben wir die Spitbergermaske von Claude Debussy gespielt und ich habe mir natürlich gedacht naja gut er wird sich bei dem Projekt schon was gedacht haben Heidenpfeiler, achtzig Meter Klettern und da oben dann Klavier.
00:09:46: Das wird schon ein Gipfel sein wo man quasi mit einem Farbig ziemlich einen Gipfelnähe kommt.
00:09:53: Nein!
00:09:53: Da waren hundertzwanzig Höhenmeter zu überwinden dieses Klavier darauf zu transportieren.
00:09:59: Und jetzt ist das dann entdecken und kisten gepackt?
00:10:01: Genau und mit Wagel drunter umgeschoben und zungen und alles.
00:10:05: also Da kann man wirklich so sagen, es heißt immer die Kletterer sind verrückt aber ich glaube die Musiker sind schon auch.
00:10:12: Naja und für dich war's beim Klettern wahrscheinlich super entspannt.
00:10:16: dafür halt ein bisschen am Klavier die Challenge und dann für den Burkhard anders rum oder?
00:10:20: Das hast du exakt ja fast genauso was Für einen Burkhart als Profi?
00:10:25: er klettert ihr gerne aber darf im Grunde genommen auch nicht trainieren damit dir die Lockerheit in den Händen nicht verliert.
00:10:34: und man glaubt immer nur, Cello da ist das dann nur die eine Hand.
00:10:38: Die linke Hand, die wichtig ist nein!
00:10:41: Die streichende Hand ist mindestens genauso wichtig.
00:10:44: Da braucht es eine unglaubliche Lockerheit damit der Ton weich klingt, damit er's nicht kratzt.
00:10:52: Das ist die hohe Kunst auf dem Cello Genauso wie auf der Geige bei den Streichinstrumenten diesen weichen klaren Ton herauszubringen und dafür verbietet sich für ihn halt das Trainieren.
00:11:06: Das heißt, siebter Grad ist für ihn eine Herausforderung.
00:11:09: aber genau so ist es natürlich ein Switberger Mask für mich als Glavierspielender.
00:11:13: Das ist wirklich so High-End und so gesehen haben sich die Rollen verteilt – für mich war die Kletterei entspannt und einfach!
00:11:21: Für den Burg hat er einen Grenzgang und für mich dann auch das Swittberger Mask.
00:11:26: Ein Grenzgang während der Burger des Profi natürliche jedes Jahr mit einer Vielzahl von Auftritten zu tun hat, für den war das wiederum normal.
00:11:36: Ja richtig, richtig cool!
00:11:37: Gibt's auch eine TV-Doku da drüber?
00:11:40: Gehen,
00:11:40: also gibt es in diesem Film Concerto Vertical eben ein Projekt und muss noch sagen ich war halt unglaublich dankbar dass er sich dann mit mir in Seilschaft begeben hat.
00:11:52: und wer es jetzt immer so ist im Leben... Das Leben besteht aus Nehmen umgeben.
00:11:58: Ich gebe Sicherheit und ich nehme auch Sicherheit in Anspruch.
00:12:02: Ich habe Sicherheit beim Klettern gegeben, er hatte Sicherheit in der Musik
00:12:06: gegeben.".
00:12:07: Ja voll schön!
00:12:08: Und ich glaube deswegen war es jetzt auch wert innerhalb der Schnellfragerunde die Geschichte mal kurz zu erklären weil das ist einfach eine schöne Geschichte und erklärt auch so ein bisschen wie du ja wieder zurück bist zum Klavier spielen.
00:12:18: Ich hab trotzdem noch drei von den Schnellfrage-Runden für dich.
00:12:21: Hast Du einen Lieblingsessen oder einen Snack am Berg?
00:12:24: Ich frage aus einem bestimmten Grund.
00:12:27: Naja gut, also da gibt's natürlich verschiedenstes.
00:12:30: Aber weil so ganz traditionell vom Berg steigen ist es so auf die großen Berge habe ich Spekt dabei und auch gern sowas wie Chaos und Brezen.
00:12:40: Also ganz traditionll aber drüber hinaus braucht man natürlich schon andere Sachen.
00:12:45: auch
00:12:46: Ich meine dass ich in einem Buch von dir irgendwas mal gelesen hab das du ein bisschen länger her, dass du mal Bier Died gemacht hast.
00:12:53: Stimmt das?
00:12:54: Ja, das stimmt schon so weit.
00:12:57: Der eine Mensch und der andere tut sich ja immer ein bisschen schwer auf gewisse Dinge zu verzichten.
00:13:02: und wenn man tatsächlich Gewicht abbauen will um auf dem Punkt die beste Performance an den Tag zu legen hat es Klettern eben die Notwendigkeit dass man auch das Gewicht reduziert.
00:13:15: weil einerseits hat man die nominelle Kraft die man entwickeln kann geteilt durch das Körpergewicht, dass man festhalten muss und deswegen macht Gewichtsreduktion Sinn weil wir eben auf die relative Kraft angewiesen sind.
00:13:30: Und ich habe mir dann leichter getan auch Festinnaren zu verzichten.
00:13:34: Deswegen hab' ich's auch liquid diet genannt.
00:13:37: Klingt besser oder?
00:13:38: Ja
00:13:39: in der Frühe der Joghurt an einer Abenteuer der Bier!
00:13:42: Und hat funktioniert?
00:13:43: Ja,
00:13:43: das hat für mich persönlich Erfahrung funktioniert.
00:13:46: Ich würde jetzt nicht behaupten wollen dass das ganze Ernährungsphysiologisch Sinn macht oder jetzt halt für jeden funktioniert aber es muss letztendlich auch individuell funktionieren.
00:13:58: Als Mensch bin ich halt so gestrickt.
00:14:02: Ja, ich glaube wahrscheinlich allein über das Thema könnte man einen kompletten Podcast machen.
00:14:05: oder es war ja jetzt auch überall breitende Medien so Thema S-Störungen im Kletterbereich und auch in der Weltspitze.
00:14:10: Ich glaub da brauchen wir gar nicht so tief einsteigen.
00:14:13: Wobei
00:14:13: eben schon immer klar ist, dass definitiv ein Thema beim Bergesport ist.
00:14:18: Und ich glaube wenn man mich persönlich sieht dann bin ich gesund aufgestellt.
00:14:24: Ich hatte auch nie die Gefahr einer S Störung.
00:14:27: Ich habe mich aber auch nie krankhaft, dauerhaft in diese Situation hineinbegeben.
00:14:32: Ich hab immer Projektbezogen gearbeitet und ich hab natürlich auch mich selbst immer beobachtet ist das was ich mache in Anführungszeichen noch gesund?
00:14:42: Und letztendlich macht ja immer auch die Dosis des Giftes im Bier ist Alkohol.
00:14:46: Auch Alkohl ist nicht gesund.
00:14:47: Das heißt dass richtige Maß muss man treffen.
00:14:50: Aber das gilt ganz generell bei der Ernährung oder auch bei allem anderen Konsumverhalten.
00:14:56: Es geht um das richtige Maß und es ist immer gut, wenn man selbst reflektiert ist sich selbst immer beobachtet wann man die Normalität zu verlassen beginnt.
00:15:07: Und immer dann sollte man wachsam sein.
00:15:10: Wenn man reflektirt, sich selbst wieder betrachtet
00:15:14: Dann
00:15:14: kann man es doch sehr bewusst schaffen nicht wegen Unterwegsersein, die nicht mehr gesund sind Das
00:15:21: muss ja am Ende auch irgendwo nachhaltig sein Hätte jetzt nichts gebracht wenn du dich für ein Projekt Beispielsweise so runterhungerst, dass du dann danach nicht mehr wirklich leistungsfähig wärst.
00:15:30: Weil du willst das was du hier machst auch über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten also deine Leistungsfähigkeit.
00:15:35: Ich will es ja immer so sagen ich bin seit Jahrzehnten jetzt leistungen orientiert am berg unterwegs und das ganze funktioniert natürlich nur wenn man nachhaltig arbeitet Nachhaltig mit seiner gesundheit umgeben mit seinem körper Und eben auch nachhaltigen.
00:15:50: bezüglich risiko Du kannst natürlich extrem viele unkontrollierbare Risiken eingehen und dann ist es durchaus so, dass man vielleicht schnelle Erfolge damit erzielen kann.
00:16:01: Aber gerade in der Welt der Berge wird man halt auch nicht weit kommen!
00:16:05: Wenn du unk Kontrollierbare Gefahren eingest wenn du bereit bist zu einzugehen wirst du darin umkommen.
00:16:12: Zwangsläufig
00:16:13: Hat man ja glaube ich leider schon oft genug den Beweis dafür bekommen.
00:16:16: Genau, genau so ist es.
00:16:18: Jetzt kann ich natürlich sagen, ich bin das bezüglich Beobachtender.
00:16:22: Weil ich nach wie vor da bin und beobachten kann.
00:16:25: Aber wenn ich alleine die Vorgehende-Generation der Bergsteige betrachte aber auch meine Generation der Bergstärke so ist es gerade im Spitzenbereich einfach so dass viele nicht mehr da sind Und fast immer gab es einen gewissen Grund warum sie nicht mehr dar sind.
00:16:43: Würdest du sagen
00:16:44: Du
00:16:45: gehst da mit einer gewissen analytischen Denkweise ran oder bist es auch früher dann beispielsweise bei den Frisolo-Projekten, also dass man eine gewisse Rationalität braucht um eben so lange mit dem Risiko so gut kalkulierbar umgehen zu können?
00:17:01: Ich habe das vor dreißig Jahren schon so benannt, dass es extrem wichtig ist reflektiert in den Bergen unterwegs zu sein.
00:17:08: sich bewusst sein, dass man sich in Gefahr begibt um dann konzentriert zu sein, reflektiert zu sein und mit einer aufgebauten Kompetenz richtig beurteilen zu können kann.
00:17:18: Und darf ich mir das zutrauen?
00:17:20: Weil letztendlich immer dann vor allem wenn ich es mit unkontrollierbaren Risiken zu tun habe da werde ich irgendwann die Rechnung kassieren und das will ich nicht haben und das hab' ich auch genauso vor dreißig Jahren schon ausgedrückt und ich denke schon dass das die Basis ist, um in dieser Welt der Berge zu überleben.
00:17:38: Und so gesehen kann man sagen Überleben in den Bergen ist kein Zufall.
00:17:43: Aber würdest du sagen es hat für dich auch irgendwo eine Art Grenze?
00:17:47: Weil was du gerade beschrieben hast, das hast du auf jeden Fall selber in der Hand.
00:17:50: Das kannst alles steuern.
00:17:51: Es gibt genügend Gefahren, die man vielleicht nicht immer mit in der hand hat und die man auch nicht immer steueren kann.
00:17:56: Hast du da einfach über die Erfahrung irgendwann für dich Den sweet spot gefunden wo du sagst Ich bin reflektiert unterwegs, ich weiß was ich mir auch zutrauen kann und dann kann ich dieses Risiko ebenso managen.
00:18:08: oder gehört vielleicht am Ende einfach ein bisschen Glück dazu.
00:18:11: Also ich bin an Berg immer so unterwegs dass sich versuche alle möglichen Gefahren zu sehen, zu analysieren und zu bewerten und alles was mir unkontrollierbar erscheint wäre ich strikt!
00:18:29: vermeiden.
00:18:30: Das habe ich in der Vergangenheit so gemacht, das mache jetzt so und es wäre auch in Zukunft zu machen.
00:18:35: Und da bin ich davon überzeugt, dass ist schon mehr als genug.
00:18:39: ein Risiko, das man in Kauf nehmen muss weil das Risiko deswegen immer noch nicht null.
00:18:47: Wenn ich bessens analysiere wenn ich über viele Erfahrungen verfüge dann bleibt trotzdem immer noch ein gewisses Restrisiko Weil wir per se nicht alles erkennen können.
00:18:58: Es gibt auch wirklich unvorhersagbare Dinge, die passieren können.
00:19:02: Die schicksalshaft auf einen zukommen und das reicht mir schon!
00:19:08: Es ist zwar dann am Ende schon so wie ich jetzt an Berg unterwegs bin, kann und darf ich behaupten mit An Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wäre ich das gut durchstehen.
00:19:19: Hundertprozentige Garantie gibt es trotzdem nicht.
00:19:22: Dieses Restrisiko des bei bester Kontrolle immer noch da ist dass man aber schon groß genug.
00:19:28: Für dieses Restrisiko braucht man natürlich wie sonst in allen Bereichen des Lebens, dieses ganz gewisse Quenchen-Glück.
00:19:36: Aber ich sage es auf das Glück sollte man nie angewiesen sein denn dann lebt mein Haar scharf.
00:19:42: Ja macht Sinn!
00:19:44: Jetzt hast du ja gerade meinen auf dieses quentchen Glück was man fürs restrisiko braucht sollte man nicht angewiesens sein ist es aber auch dass was so ein bisschen den Reiz ausmacht an gewissen Projekten?
00:19:58: Natürlich ist diese gewisse Restunsicherheit, die in einem Projekt da ist.
00:20:03: Die in den Bergen da ist irgendwo schon auch der Reiz aber das Gute fürs ganze Leben.
00:20:09: immer dann wenn wir nicht so ganz genau wissen was da am Horizont so ein Unvorhersehbarer auf einen wartet, dann gerade ist es ja interessant dass man dorthin geht.
00:20:21: Da steckt er in uns Menschen dieser Pioniergeist Immer dort zu diesem Horizont hinzugehen, wo wir nicht genau wissen was jenseits des Horizontes ist.
00:20:31: Oder ich sag's ja gerne immer so, wow das ist einfach immer so spannend diese imaginäre Linie zwischen dem schon bekannten ins noch unbekannte hineinzuüberschreiten.
00:20:41: Mein Glettern macht mir das ja tatsächlich so.
00:20:44: Wenn ich in Neuland vorstoße dann bin ich in einem Bereich unterwegs wo noch nie jemand... ...das Mensch unterwegs war.
00:20:51: und dort unterwegs zu sein Das ist einfach Unheimlich spannend.
00:20:55: Genau das ist der Reiz!
00:20:57: Was aber nicht heißt, dass man die kontrollierte Situation dabei verlassen sollte?
00:21:03: Genau dann sollte man ja wachsam sein weil immer dann wenn man in ungewissen unterwegs ist und im unbekannten unterwegs ist dann heisst es schon ich begebe mich gerne Gefahr.
00:21:15: Aber das Ganze ist nur dann für mich interessant und gut, wenn ich mich in dieser Gefahr auch bewähre.
00:21:22: Am besten einen ganz großen Berg in einer großen Wand weit weg von der Zivilisation so unterwegs sind dass sich das Gefühl habe Ich bin souverän in diesem Gelände unterwegs Trotz der Schwierigkeiten trotz der Risiken die ich dabei eingehe.
00:21:36: Und es ist letztendlich auch das Credo was ich im neuen Buch beschreibe Überleben trotz Bergsteigen.
00:21:43: Wir gehen ja gerne in die Berge, wir lieben das.
00:21:46: Wir lieben diese Unsicherheit aber das Ganze ist nur dann gut wenn wir es auch dabei
00:21:52: überleben.".
00:21:53: Ja klar!
00:21:53: Das Buch kommt im Oktober oder?
00:21:55: Genau das Buch kommt dem Oktober beim Maligverlag Pippa und ich denke schon dass da ganz viel darüber nachzulesen ist wie ich in den Bergen funktioniere und warum es aus meiner Sicht kein Zufall ist dass man das Bergsteigenjahrzehnte überleben kann, auch in diesem hohen anspruchsvollen Bereich.
00:22:17: Kann man eigentlich sagen, dass am Ende dann die Beschreibung ist der hohen Kunst des Bergsteigens?
00:22:24: Weil ich habe dir jetzt gerade zugehört und hab mir gedacht ja, das ist wirklich die perfekte Beschreibungen für jemandem, der sagt warum macht man es doch eigentlich viel zu gefährlich.
00:22:34: was macht das Bergstein aus?
00:22:35: Und da habe ich mir gedacht Die Antwort, die du gerade gegeben hast ist ja wirklich die perfekte Beschreibung.
00:22:39: Wie ist es genau so hinbekommst?
00:22:41: Und ich schätze mal da geht's halt im Buch wahrscheinlich noch mehr in Detail drüber oder?
00:22:43: Natürlich
00:22:44: und in der Summe ist das auch tatsächlich so.
00:22:45: man kann sich gerne die Frage stellen was macht einen erfolgreichen Bergsteiger aus?
00:22:50: Ich würde sagen Es gibt natürlich viele Bergsteige die viele Erfolge In den Bergen feiern konnten aber der wirklich erfolgreiche Bergsteig ist für mich Der die ganze drei Ektore in dem bergen mit diesen vielen Sportlichen Erfolgen auch erfolgreich überlebt hat.
00:23:07: Das ist für mich der wirklich erfolgreiche Bergsteiger, worüber es mein Vater immer gesagt hat ja ein guter Bergsteig ist eine Bergsteige die er mit dem Bergsteigen auch alt wird und genau so ist's.
00:23:17: Ja und da davor recht dein Papa ist ein gutes Stichwort lass uns mal so ein bisschen zurück schauen in deine Anfänge.
00:23:22: das klingt schon so als wärst du in einer Familie groß geworden wo bergsteigen einfach Selbstverständlichkeit ist oder?
00:23:27: Wir sind in einer Bergsteiga Familie großgeworden.
00:23:31: Es ist ja eben auch für unsere Mutter schon so gewesen, seinerzeit in einem Dorf aufgewachsen, fünfzig Kilometer weg von den Bergen.
00:23:39: Das es für sie sehr interessant war jemanden kennenzulernen, unserem Vater Thomas der im Horizont nicht nur im Dorf unterwegs war und dessen Horizonte nicht in die Wirtschaft endet sondern in den Berge.
00:23:54: Der von den Dolomiten erzählte, der von der Schweiz erzählten, von einem Matterhorn vom grandiosen Monarche de Mont Blanc.
00:24:04: Und genau das hat sich so fasziniert, dass sie mit ihm dann zusammen in diese Welt der Berge aufgebrochen ist und diese Welt ja eben auch genauso lieben gelernt hat.
00:24:16: Von den Füßen her bin ich hier durchaus die Statue meiner Mutter.
00:24:19: Sie ist ja auch begabt als Sportlerin, als starke Frau und zusammen waren sie eben in dieser Welt der Berg unterwegs.
00:24:28: Und man natürlich sagen, sind mein Bruder Thomas, meine Schwester Karina und ich in eine Bergsteigerfamilie hineingeboren worden.
00:24:37: Das hat mir irgendwie schon gesehen weil diese Begeisterung für die Berges ist ja auf alle drei von uns übertragen worden.
00:24:45: Da sieht man schon mal gewisse Dinge.
00:24:46: sie werden tatsächlich vererbt!
00:24:48: Die Begabung genauso wie die Begeistung.
00:24:56: Das ist nicht nur eine Marke für Bergsport-Ausrüstung, sondern fast hundert Jahre Geschichte aus dem Herzen der Dolomiten.
00:25:02: Gegründet wurde Las Portiva in den Jury-Jubiläum im Trentino.
00:25:07: Heute, kurz vor dem Hundertjährigen Jubiläums, ist das Familienunternehmen in vierter Generation geführt und zählt zu den prängendsten Marken im Bergsport.
00:25:16: Dabei entwickelt er seine Produkte bis heute dort, wo sie später eingesetzt werden – mitten in den Bergen rund um das Waldivjämme und die Dolomieten.
00:25:25: Bekannt geworden ist die Marke vor allem durch ihre Kletterschuhe, Berg- und Zustiegschuhe.
00:25:30: Doch inzwischen reicht das Sortiment weit darüber hinaus – von Trailrunning Schuhen über Ski-Touren Ausrüstung und Skischuhe bis hin zu funktionaler Bekleidungen für nahezu alle Facetten des Bergsports.
00:25:41: Dabei verbindet Las Portiva traditionelle Handwerkskunst mit modernster Technologie und einer kompromisslosen Ausrichtung auf Performance.
00:25:49: Athleten wie Adam Ondra, Alex Honnold Jakob Schubert oder Alexander Huber vertrauen seit Jahren auf die Produkte der Italiener.
00:25:57: Gemeinsam mit diesen Athletinnen und Athleten entstehen immer wieder neue Innovationen.
00:26:02: Kletterschuhmodelle wie der Mythos, der legendäre Zustichschuh Boulder X oder die Bergstiefel der Trango Serie genießen längs Kultstatus in der Bergsport-Szene.
00:26:12: Passend zum bevorstehenden hundertjährigen Jubiläum hat Las Portiva, zu dem die größte Weiterentwicklung seines Markenauftritts seit Jahrzehnten vorgestellt.
00:26:21: Mit einem neuen Logo und einer neuen Markenplattform will das Unternehmen die nächsten Hundert Jahre gestalten ohne dabei seine Identität zu verlieren!
00:26:29: Wenn du noch mehr über das Sortiment von Las Portive erfahren möchtest und auf der Suche nach Ausrüstung für deine nächsten Abenteuer bist dann schau vorbei im Las Portivo-Markenshow bei Bergzeit.
00:26:37: Gab es eigentlich
00:26:42: irgendwann mal eine Phase in deinem Leben, wo die Berge oder das Bergsteigen keine so eine Rolle gespielt haben?
00:26:48: Also ... Weiß nicht irgendwie Teenie-Zeit oder sowas was dann eher an anderen Sachen interessiert warst.
00:26:53: Oder war's wirklich dauerpräsent?
00:26:55: Das Bergstegen hat in meinem Leben immer eine bedeutende Rolle eingenommen.
00:27:00: Als Kind kann ich jetzt sagen, war das erste was für mich sportrelevant.
00:27:03: Da war der Alpine Schieler auf Rennen fahren und ein gewisses Talent war ja da und ich war gar nicht so unerfolgreich.
00:27:10: aber was ich dann damals gemerkt habe dass mir das ganze mit den Rennen, mit diesen Anreisen zu weit wegzufahren zum Rennen tatsächlich auch andere Fahrereltern und die Funktionäre... Das war für mich derartig Spaß befreit Dass ich irgendwann gesehen habe, dass es nicht meine Welt ist.
00:27:33: Und zu dameliger Zeit hat unser Vater dann dieses Skibergsteigen angeboten und das war eigentlich so die erste wirkliche Berührung mit dem Bergsteigen gar nicht des Klettern sondern das Skibergesteigen.
00:27:45: Damals habe ich dann schon begonnen von den Viertausenden der Alpen zu träumen.
00:27:50: Es war auch tatsächlich so... Ich wusste über jeden Berg alles!
00:27:54: Ich wuste jede Gipfelhöhe und wusste wo ich dann als nächstes hin will.
00:27:59: Und es war ein großartiges Angebot von unserem Vater an uns Kinder, dass er uns an den Osterferien immer in die Westalpen mitgenommen hat.
00:28:09: Dann haben wir einen Skiberg nach den anderen gemacht heute vor allem die Viertausende.
00:28:15: Das habe mich unheimlich fasziniert so als Einführiger da oben zu stehen im Mitten dieser eisigen Hochgebirgsbüste.
00:28:23: verloren.
00:28:24: Es ist eiskalt, es ist windig!
00:28:27: Es ist extrem und du darfst da mittendrin
00:28:30: stehen.".
00:28:30: Und das war für mich ... Das gelebte Abenteuer.
00:28:33: Das habe ich so spannend gefunden dass sich wusste Ich will mehr und ich will mehr davon.
00:28:38: Dann kam natürlich dann als nächstes gleich nach diesem Mysterium der senkrechten Welt des Gletterns dazu Ja also hab' ihm nur zwei Jahre gedauert Nach dem Skiberg steigen in den Westalten Dass ich unbedingt auch beim Kletter mit dabei sein wollte.
00:28:52: Und so haben uns dann der Reinach, Thomas und ich auch mit unserer Schwester Karina mit den Eltern diese Welt erschlossen.
00:29:02: Ich kann nur sagen es war unheimlich spannend!
00:29:04: Ja glaube ich...und jetzt ist es ja eigentlich auch fast so dass du mit deinen Kids unterwegs bist oder?
00:29:09: Dein Papa ist ab und zu noch dabei?
00:29:11: Ja wir leben das immer noch in der Familie.
00:29:14: Ich habe das ja über die ganzen Jahrzehnte immer aufrecht erhalten mit meinem Vater, jedes Jahr meine Touren zu machen.
00:29:22: Das hatte auch viel damit zu tun dass ich etwas von dem was mein Vater mir vermittelt hat war sehr ein Energie investiert und uns diese Begeisterung zu vermitteln wieder zurückgeben kann.
00:29:35: Und für mich ist es einfach eine hexte Gaudi seinerzeit die erste Klettertour.
00:29:40: Das war der alte Westwand am kleinen Watzmann Das Jahrzehnte später zu wiederholen, ihr nennt es dann mit der getauschten Rolle.
00:29:49: Mein Vater könnte sowas immer noch selbstständig klettern aber er hat das auch ganz bewusst gewählt.
00:29:54: damals war ich quasi im übertragenen Sinne dein Bergführer.
00:29:58: jetzt heute bist du es für mich weil natürlich ich heute der stärkere Kletterer bin Und mein Vater, ja einfach wie Hex die Gaudi hat wenn er am Seil hinterherstärkt und durch so eine große Wand im dritten Schwierigkeitsgrad heute noch auf dem kleinen Watzmanglettern kommt.
00:30:13: Ja mega!
00:30:13: Und ich meine heute bist du auch wirklich ausgebildeter staatlich geprüfter Berg-und Schiefführer?
00:30:18: Das ist glaube ich auch was viele gar nicht auf dem Schirm haben.
00:30:21: Viele kennen dich halt als Alex Huber den Extremkletterer aber eben wie gesagt auf der einen Seite staatlich geprüfter Werk- und Schieführer und Diplomphysiker auch noch.
00:30:30: Wie kam es eigentlich dazu?
00:30:31: also War das so ein Ding von okay, ich muss erst mal noch was gescheites machen bevor ich versuche wirklich einfach von der Bergsteigerei zu leben?
00:30:38: Naja es war bei mir seine Zeit zur Schulausbildung und der Vater oder die Eltern etwas ermöglicht was ist für sie seinerzeit nicht gab.
00:30:46: Gymnasiale Ausbildung.
00:30:48: Direkt im Anschluss dazu der Zivildienst wo ich ihm tatsächlich auch meine Ausbildung zum Rettungsein idea gemacht habe.
00:30:55: Das war ja doch damals zwei Jahre und ich hatte Rettungsdienst eben als Zivilensleister gewählt, weil ich an sich Medizin studieren wollte.
00:31:05: Aber ich habe damals schon gemerkt, dass der klinische Alltag für die Ärzte knallhart ist.
00:31:10: Deswegen haben wir dann doch Physik studiert, weil vielleicht auch eine gewisse Begabung darüber hinaus da war.
00:31:16: und da habe ich eben an der LMU München Physik Studiert.
00:31:20: Und meine Eltern haben aber dann gesagt es ist natürlich gut eine universitäre Ausbildung zu haben Es ist nie schlecht so, etwas wie ein Handwerk zu erlernen.
00:31:31: Und Bergführen ist quasi Handwerk!
00:31:33: Wir arbeiten mit den Händen am Berg um Sicherheit zu geben und das haben uns die Eltern finanziert diese Ausbildung zum staatlich geprüften Berg- und Skiführer und es war natürlich dann auch eine gewisse Sicherheit im Leben.
00:31:48: Ich habe immer etwas worauf ich zurückgreifen kann Auch wenn ich nicht wirklich viel des Bergführers gearbeitet hab Aber dann letztendlich das Diplomzeugnis als Physiker, dann in der Hand gehalten und es war auch da noch sehr gut.
00:32:03: Frage was magst du an?
00:32:04: Da habe ich die Doktorarbeit begonnen aber ehrlich gesagt war's mit dem Beginn schon fast wieder vorbei weil ich gemerkt habe seriös als Doktorant am Leerstuhl für theoretische Meteorologie zu arbeiten.
00:32:16: Das funktioniert nicht wirklich mit meinem Anspruch weiter an den Weltspitzen glättern zu wollen.
00:32:21: Ja damals bereits an der Weltspitze beim Glettern Und letztendlich kann ich sagen, habe ich da einen gewissen Mentor gehabt.
00:32:28: Das war der Prof.
00:32:29: Gwenzel am Lehrstuhl für Theoretische Metrologie, der beobachtet hat was mich antreibt!
00:32:37: Der mich gerne als Wissenschaftler an seine Lehrstuhe gesehen hätte.
00:32:41: aber er hat gesagt, dass du... Ich hab am Gassteig bei deinem Vertrag gesehen, was du machst und er hat dann gesagt, es macht Sinn das du deinen Weg gehst.
00:32:52: Ich glaube, er hat mir besser als irgendjemand sonst vermittelt das mein Weg in Richtung Berge führen sollte und muss so sagen es war wirklich grandios.
00:33:03: Professor Gwenzel wirklich eine der Lichtgestalten auch in der Metrologie die seinerzeit am Leerstuhl schon klar aufgezeigt hat dass ist ein Problem mit der Erwärmung geben wird.
00:33:15: Das war ein klares Thema seinerzeit Und die haben wir wiederum aber auch gezeigt hat, wo mein persönlicher Weg hingehen kann oder hingehen sollte.
00:33:26: Und da habe ich das nur zu mir so formuliert meine Güte!
00:33:30: Ich glaube du musst einfach mit deinem Weg gehen wenn es doch anders sein sollte.
00:33:33: Ich bin auch eine kurze Zeit am Lehrstuhl.
00:33:36: solange er noch da ist werde ich immer vielleicht eine Möglichkeit haben am Lehrstudio zu arbeiten und diesem Weg und diesen Vorschlag oder diese Ideengebung von ihm bin ich gefolgt und dann war eben mein Weg in Richtung Bergen offen.
00:33:52: Ich hab die da auch weiter ruhen lassen, die gerade mal kurz begonnen sind.
00:33:56: Da droht sie heute noch und bin jetzt halt dem in dieser Welt der Berge
00:34:01: unterwegs.".
00:34:01: Ja, wer
00:34:02: weiß kann ja auch sein das einfach irgendwann nochmal kommt oder?
00:34:04: Weil Schreiben per se tust gern sich gerne sonst hättest du ja auch in deinem Leben nicht so viele Bücher schon veröffentlicht,
00:34:10: oder?".
00:34:11: Ja also trotzdem ist es so in der Physik eine Doktorarbeit zu schreiben... Na, das ist jetzt nicht etwas, wo man sich mal hinsetzt an etwas verfasst.
00:34:21: Da muss man wirklich bei der Wissenschaft voll dabei sein.
00:34:23: und das für was der Lehrstuhl von Prof.
00:34:26: Gwenzlauch bekannt war, Light Detecting & Ranging, Liederermessungen zur Ferienerkundung der Atmosphäre, dieser heute etablierter Standard also da waren wir wirklich am Puls der Zeit um etwas Wichtiges ein wichtiges Tool in der Wissenschaft zu etablieren.
00:34:40: und da ist der Zug vollständig abgefahren.
00:34:42: ich habe kein Plan mehr Wissenschaft in Bezug auf Physik oder gerade diesen Bereich der theoretischen Metrologie.
00:34:51: Und da muss man eigentlich sagen, Schuster bleibt bei deinen Leisten!
00:34:54: Wenn ich etwas mache, dann mach' es richtig.
00:34:57: Das heißt wenn ich im wissenschaftlichen Bereich gerne tätig sein hätte wollen, dann wäre der Zeitpunkt damals da
00:35:05: gewesen.".
00:35:06: Und den Zeitpunkt habe ich verstreichen lassen, weil ich ein anderes Projekt in meinem Leben hatte und dieses Berg steigen.
00:35:12: Das ist ja dann auch einfach eine bewusste Entscheidung.
00:35:14: Ich glaube wenn so eine Figur wie so einen Mentor dir dann auch sowas sagt und eigentlich aus der anderen Richtung kommt und sagt hey... ...ich hab das Gefühl du solltest eher den Weg Richtung Berge einschlagen, dann ist es auch einfach ne schöne Bestätigung.
00:35:26: Jetzt sitzt man hier und ich glaub man kann sagen alles richtig gemacht.
00:35:30: Klar!
00:35:30: Es war eine Entscheidung fürs Leben und die ist eine Entscheidung die auch nach wie vor richtig ist.
00:35:35: Gab es aber eigentlich irgendwann davor schon mal den Punkt, wo du das Gefühl hattest ich kann einfach wirklich vom professionellen Bergsteigen und Klett dann leben.
00:35:44: Das kann wirklich einfach mein Lebensinhalt werden weil ich glaube wenn du beispielsweise jetzt in der Alpine Skireinlaufrichtung geblieben wärst da ist es ja relativ ersichtlich ab wann man davon irgendwie auch einfach wirklich leben kann wenn man erfolge hat in dem Wettkampfsystem usw.
00:35:59: Jetzt bewegen wir uns ja bei dem Bergsteigenthema eher in einem offenen, kreativen Bereich auch.
00:36:04: Da ist er nicht unbedingt festgesagt, wann man jetzt Profi-Bergsteiger oder Kletterer ist.
00:36:09: Aber wann hast du das für dich gespürt?
00:36:11: Da geht mehr!
00:36:12: Ja man kann sagen während des Studiums war es ein Anfang halt so dass ich mein Geld so verdient habe in der Kneipe einfach arbeiten im Service und darüber hinaus dann aber auch als Bergführer.
00:36:26: Ah, dass die Ausbildung dann schon fertig gehabt hat.
00:36:28: Genau
00:36:29: und dann war halt einfach die Frage da was ist immer so alles eine Nachfrage da?
00:36:35: Und dann kam mir natürlich die ersten Erfolge an der Weltspitze klettern und dann das zunehmen in die Interesse, ah was ist es mit dem elften Grad?
00:36:42: jetzt sei heuer einmal und das was ich zuerst quasi in der Sektion im Freundeskreis erzählt habe Das war dann auf einmal angefragt von der Nachbarsektion und dann verlässt du eigentlich deinen eigenen Bereich.
00:36:56: Und wir sind engagiert, um an einem bestimmten Arbeit einen anderen Platz etwas zu erzählen.
00:37:02: Und das waren am Anfang halt gering honoriert.
00:37:04: Da waren es auch immer gesagt, du kommst zu uns und kriegst hundert Marken und erzählst ein bisschen was.
00:37:09: Du hast doch da diese Bilder vom Elften grad!
00:37:12: Da habe ich die Sachen da vom Elften gerade erzählt und das war dann in der Summe schon so, dass diese Nachfragen nachhaltig da waren.
00:37:20: Aber damals immer noch sein Bereich, dann vierhundert Mark war so das typische... Und da hab' ich einfach nur so ein Tiermagazin gehabt einen Liesegang-Projektor und da habe ich den Tiers immer hin und her geschoben.
00:37:31: Okay!
00:37:32: Und er hat immer aus dem Magazin raus und da reingesteckt und rübergeschoben meine Geschichten dazu erzählt.
00:37:38: Und das hat aber soweit auch funktioniert, es hat gepasst.
00:37:41: Ich hab die Leute fasziniert von den Erzählungen was man im modernen Sportklettern alles machen kann.
00:37:50: Die Geschichte erzählt von einem Wolfgang Gülich und Kurt Albert in Pionieren bei uns und dem Vorläufern da schon wo ich damals klar beieinander habe Paul Preuss Handstil verdammt.
00:38:00: später hier ist Rehbeitsch oder der Finerzer in den tolle Mieten.
00:38:05: eben die großen Vorbilder in Hermambul und das heute immer so Vergnüfter mit dem elften Grad war interessant genug.
00:38:12: Was aber dann eingeschlagen hat, wie eine Bombe, Ninzenefünfeinundzig, war die Salaté.
00:38:19: Und zwar auch die Zusammenarbeit mit den Fotografen Heinz Zack und unsere neue Herangehensweise – auch einer so grossen Wand wie dem Elkapitan genauso professionell Bilder zu machen als bei den Sparglättern.
00:38:34: Und da, glaube ich, waren Heinz und ich absolute Pioniere vorne dran.
00:38:39: Und alleine schon mit dieser Salaté vierzehn Covers auf allen bedeutenden Bergmagazinen weltweit zu bekommen – das hat dann ungefähr vielleicht so etwas wie eine Beschreibung für den Effekt, den es auch in der deutschsprachigen Landschaft erzielt hat.
00:38:58: Das war halt einfach schlicht so die Leute wollten!
00:39:02: die Geschichte hören.
00:39:03: Ich hatte professionelle Bilder, ich hatte eine gute Geschichte und innerhalb verkürzester Zeit waren die Anfragen da.
00:39:14: bei den ersten Anfragungen habe ich noch tausend Merk verlangt und dann nachdem es so viele wurden dann zweithausen Merk verlangt und es wurden fünfzig Vorträge in der ersten Wintersaison und da kann man sich vorstellen dann brauchst du keine Bergführer mehr als Beruf Kneipel zu shoppen, weil ich hatte damals natürlich schon gewusst wie ich mein Geld verdiene.
00:39:35: Ich war ja in Grunde genommen ein Studierender für sich Vollprofi, obwohl ich quasi immer noch ganz stringent meinen Studium der Physik verfolgt habe bis nineteen siebenundneinzig.
00:39:47: und dann hab' ich auch noch die Experition zusammen mit dem Thomas dann zum Lauttag zwei gemacht wieder mit einem Riesen-Gerfolg nach Hause gekommen.
00:39:56: Und das war halt für mich dann klar.
00:39:59: Doktorarbeit begonnen hätte sie ja noch, aber das macht keinen Sinn.
00:40:03: Jede Stunde die ich am Lehrstuhl arbeite verbaue ich mir die Möglichkeit an der Spitze zu glättern und verbau ich mit dem Möglichkeit, Mit-Vorträgen Geld zu verdienen.
00:40:14: Da muss man schon sagen als Doktorand dausendfünfzig Mark im Monat vergleicht seine Vortragsabend mit den damals schon zweitausend Fünfhundert
00:40:22: markt.
00:40:22: Da braucht
00:40:22: man nicht überlegen!
00:40:23: Da ist ja einfach könnte jetzt sagen einerseits eine rein wirtschaftliche Entscheidung aber emotional war es sowieso klar.
00:40:30: Klar, ich meine es ist ja der große Traum oder einfach festzustellen hey das was ich mache interessiert die Leute und die wollen die Geschichten hören.
00:40:36: Und es ist lustig weil... Ich hatte Heinz hier auch schon im Podcast und habe mit ihm aufgenommen und er hat eine ganz ähnliche Geschichte erzählt von eurer Reise und hat auch gemeint hey wo ich da mit Alex unterwegs war Es war halt einfach auch etwas Neues wirklich Die Art von Aufnahmen präsentieren zu können, die Art von Qualität in den Bildern auch zu haben und diese Leistung eigentlich auch somit zum ersten Mal wirklich irgendwo der breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können.
00:41:00: Und ich glaube, da wart ihr halt wirklich in der Kombination echt so gewisse Vorreiter auch um diese Geschichten überhaupt erzählen zu können?
00:41:08: Absolut!
00:41:08: Der Heinz sehen wir als Pionier in Sachen Fotografie Ich ist pionier dass sich auch als Bergsteigend Kletter bereit bin diesen Aufwand zu betreiben das der Heinz diese Fotos machen kann und darüber war es ja einfach.
00:41:22: der absolute durchschlagende Effekt war ins kalifornische Yosemite Valley und mache etwas, was jeder gesagt hat das ist nicht machbar.
00:41:36: Es gab bis in den Zeitpunkt noch keinen Kletterer, keinen Spurgletter die im Granit klettern wo er nicht aufgewachsen ist am Limit unterwegs war.
00:41:47: Das Limit es war damals eben der Elkapitanen die ersten freigegletterten Routen.
00:41:53: Und wenn ich hab das damals einfach auch sehr sportlich genommen, was die Lin Hill ein Jahr zuvor formuliert hat.
00:41:58: It goes boys!
00:41:59: Sie hat ihn aus Robbpunkt geglettert.
00:42:01: Für mich haben die Augen geleuchtet und ich wollte insiose mit ihr wählen und mir war dann der Elftegrad egal.
00:42:08: Das war eben auch das Novum an der Weltspitze zu sein und freiwillig darauf zu verzichten dort an der Weltspitze zu bleiben sondern den Horizont zu öffnen und wo ganz anders hinzugehen wo noch keiner hingegangen ist.
00:42:23: Und dort aus der Europäer wirklich zu sagen, it goes boys eben auch von meiner Seite dann an die amerikanischen Lettere gerichtet.
00:42:32: Es war einfach sensationell und es hat mir natürlich auch wahnsinnig viel Spaß gemacht weil ich gesehen habe wieviel unentdeckte Horizonte es noch beim Bergsteigen gibt und da war ich bereit diese neuen Horizonte zu entdecken.
00:42:44: Ja das ist ja wirklich was super speziell.
00:42:46: also es ist ja heute auch noch so dass eigentlich Die wirklich Leistungsträger, die aus dem Alpenraum kommen und dann das erste Mal im Simity sind plötzlich feststellen okay ist es was ganz anderes zum Klettern.
00:42:57: Und sich da auch erst so ein bisschen eingerufen müssen bis sie wieder an ihre Leistungen anknüpfen können.
00:43:03: Das war damals irgendwie schon ganz genauso und ich glaube deswegen hat das wahrscheinlich auch international einfach durchgeschlagen weil Dort vor Ort, wo so jemand
00:43:10: jeden begeistert
00:43:11: hat.
00:43:11: Genau!
00:43:12: Aber hier dann erst recht
00:43:12: ... Heutzutage wissen die Kletterer das?
00:43:15: Wenn ich ein hohes Sportkletterniveau habe und mich fürs Alpine interessiere, wäre ich irgendwann da auch gut klettern... Und wenn ich gut im Kalk unterwegs bin, muss ich viel Zeit investieren aber irgendwann wäre ich dann auch gut im Granit unterwegs sein.
00:43:28: Das war halt etwas was bis zu dem Zeitpunkt noch keiner probiert hat.
00:43:33: Dass Sportkletter können an so einer Wand wieder im El Kapitan abzurufen oder später eben auch Und das war ja nochmal die krasse Steigerung dazu.
00:43:42: El Capitan on top of the Nali, Latok II, einen Big Wall in der Dimension eines El Capitans auf sechstausend Meter Klettern beginnen bis weit über siebentausend Meter hinauf zu tragen und es ist auch heute noch das Masterdinge.
00:43:57: Die LatokII Westwand in seiner Dimension und Schwierigkeit ist bis heute noch nicht übertroffen.
00:44:02: Das waren diese komplett neuen Horizonte die Leuchtfeuer waren, die die Öffentlichkeit auch gesehen hat und warum sie sich dann so dafür interessiert haben.
00:44:12: Und wenn man kann immer sagen ja meine Entscheidung du bist ein Profi!
00:44:17: Ja was bin ich denn eigentlich Profi?
00:44:19: Ich bin ja nicht der klassische Sportprofi.
00:44:22: Du warst noch rounder halt in dem Bergsteigerbereich.
00:44:25: Es ist vor allem zu verstehen dass ich ja nie substanziell von Sponsoren Einnahmen gelebt habe sondern meine finanzielle Grundlage zur sind und werden auch in Zukunft die Einnahme von den Vorträgen sein.
00:44:40: Es ich lebe als Kunturschaffender von den Auftritten auf der Bühne, das war damals recht interessant weil da ist Gerhard Poldt recht viel rum getourt und es war eben so im ersten Jahr wo ich viel auf der bühne zuhause war, es war immer so, der Pold war entweder danach oder vor mir da, es hingen immer noch die Plakate oder schon die Plagate von Gerhard.
00:45:03: Das ist irgendwie so, da kann ich sagen Bruder entgeist.
00:45:06: Wir leben von der Bühne!
00:45:08: Er hat seine Story die er zum Besten geben muss auf der Bähne.
00:45:13: Ich hab meine Story Die Gewinnung des Stories das natürlich auch ganz eine andere.
00:45:17: Er muss sein Bühnen im Programm entwickeln.
00:45:19: Ich muss mein Bühneprogramm in der Welt der Berge entwickeln Aber am Ende teilen wir die gleiche Büh ne?
00:45:25: Ja absolut.
00:45:27: Jetzt könnte man ja sagen hey das hört sich mega gut an und es ging eigentlich bis heute immer so weiter, aber es gab auch mal eine Zeit wo es ein bisschen schwerer oder anders aussah.
00:45:37: Wo du auch dann sehr reflektiert wie du bist drüber nachgedacht hast habe ich gerade überhaupt noch Lust aus Bergsteigen.
00:45:43: Es bleibt zu bisschen alles aus.
00:45:45: Ich glaube das gehört ja wahrscheinlich auch zur ganzen Geschichte dazu oder dass es auch mal so ne Phase gab?
00:45:49: Ja das war schon ehrlich gesagt so als wir in Erdbeben in meinen Glätter leben.
00:45:53: Dass ich tatsächlich mir an den Punkt angekommen war, wo ich mir nicht mehr sicher war und überhaupt nur Freude am Bergstegen hab Diesbezüglich hat einfach schon eine schwere Erschütterung von meiner seelischen Mitte, weil bis zu dem Zeitpunkt halt gerade das Bergsteigen so ein fester solider Stamm war auf den ich mich verlassen konnte.
00:46:15: Und man hatte im Leben immer diverse Probleme.
00:46:18: Immer dann wenn diverse Probleme da waren, da war das Bergstein zuverlässig, immer als Lebensfreude in der Mitte drin und dann gab es ja einfach diverse Herausforderungen.
00:46:28: Die Herausforderung waren finanzielle Herausforderungen, weil ich ja im Endeffekt auf Geteil und Verderb auf die Einnahmen vor den Vorträgen angewiesen war.
00:46:39: Finanzierung jeder Expedition, kein Sponsor zahlt eine Expedition auch das ganze generell Leben- und Vortragsausrüstung.
00:46:48: Weil es muss investiert sein!
00:46:50: Klar.
00:46:50: Und dann... ...Ninzehneunundneunzig Nach Jahren des Erfolgs, die immer selbstverständlich sich eingestellt haben gelingt eine Expedition nicht, zumindest nicht mit Gipfelerfolg.
00:47:02: Direkt darauf eine schwerste Fingerverletzung die mir quasi ein Jahr mindestens gekostet hat an der Spitze zu klettern und das war richtig hartet hoch.
00:47:14: dann im Frühjahr zweitausend eine Expedktion bei der ich erkrankte wo ich deswegen nicht mitgehen konnte unten blieb.
00:47:23: Das hat mich schwerstens in meinem Fundament verunsichert Und ich hab dann überhaupt nicht mehr so genau erkennen können, ob ich eine Lust zum Bergsteigen habe.
00:47:35: Ich halte eigentlich unbedingt zum Berg aber eigentlich hab mich der Berg angekotzt
00:47:40: und... Wie kommt man da raus?
00:47:42: Dann hab' ich für mich gemerkt mir geht's nicht gut.
00:47:45: Ich hab irgendwann auch meine innere seelische Mitte verloren natürlich aufgrund von anderen Dingen auch in meinem Leben unter anderem finanzielle Probleme und das ist einfach wichtig die Erkenntnis dass es immer multifaktorial ist.
00:48:01: Man kann mit den größten Problemen der Welt zurechtkommen, wenn man seine innere seelische Mitte hat aber wenn es dauerhaft so ist das gewisse Bausteine wegfallen sodass man destabilisiert ist dann kann auch er nicht schwer wegen des problem irgendwann zu viel werden.
00:48:17: Das habe ich für mich verstanden und hab deswegen vielleicht eine der besten Entscheidungen in mein Leben getroffen weil gesagt ich möchte professionelle Hilfe.
00:48:25: Ich habe mir aktiv professionelle Hilfe gesucht.
00:48:28: In Form von Therapien?
00:48:30: Im Form von einem Therapeuten, ein Lema-Miche.
00:48:32: Das ist über einen Bekannten für mich der eben Psychologie studiert hat.
00:48:36: Der hat eine Praktikung gemacht, er hat das vermittelt und der Lema Miche hat mit mir meine Situationen in Leben besprochen und er gesagt Alexander was mit dir los ist total normal!
00:48:46: Das ist total Normal dass du jetzt eine Krise schippst.
00:48:49: Genauso wie ich dich aber garantieren kann Du brauchst keine Angst haben, du hast nicht die Lust am Bergsteigen verloren.
00:48:56: Das ist nicht etwas was man einfach verliert!
00:48:59: Du hast gerade jetzt situativ bedingt keine Lust an den Bergsteigern.
00:49:04: völlig nachvollziehbar und deswegen musst du trotzdem dir dich deiner Aufgabe stellen, schau deinen Problem in die Augen, schaue dass dein Finger wieder gesund wird, schaus dass du trainieren beginnst.
00:49:17: mach mit deinen Freunden aus, geh trainieren!
00:49:21: Geh jeden Tag in die Berge und du wirst sehen.
00:49:23: Du wirst dich wieder
00:49:24: stabilisieren.".
00:49:25: Und dann hat er eben für mich einen Plan aufgestellt der sicherstellt jeden tag in der Früh aufstehen hoch fällen rauf laufen runterfahren dann danach Vortragsanfragen beantworten und einfach auf die Spur kommen abend treffen mit den freunden zum Training und anabend in die Kneipe gehen mit meinen freunden treffen mir quasi einen Plan aufgestellt.
00:49:49: und am Ende der Woche hatte ich darüber zu brüchten, dass sich alle diese Dinge gemacht habe.
00:49:54: Und er hat mich aus meiner Lethargie heraus wieder Aufspur gebracht oder man kann sagen, er hat meine Idee rangiert die Lokomotive wieder genommen als Kran und hat die Lok wieder aufs Gleis gesetzt.
00:50:09: Das was ich sagen kann so fulminant Ich diesen Verlust der Lebensfreude beim Bergsteigen empfunden habe, so schnell war ich wieder back on track.
00:50:20: Und das ist es warum ich immer sage Leute wenn ihr substanziell Probleme hat steckt nicht den Kopf in den Sand läuft nicht vor dem Problemen davon.
00:50:32: lauft nicht von den Dingen davon die euch Angst machen.
00:50:35: stellt euch den Dingen die euch Angst machen.
00:50:39: Schau diese Sache in die Auge und du wirst deine Lösung finden, deswegen eben auch mein Geräude, dir Angst ein bester Freund!
00:50:46: Die Angst wird nur dann ein schlechter Berater sein wenn dein Kopf in den Sand steckt oder davonläufst.
00:50:51: Stellst du dich dieser Sache, die dir Angst macht?
00:50:54: Dann wirst du auch eine Lösung finden.
00:50:56: Würdest du sagen man kann so mit der Angst zusammenarbeiten?
00:50:59: Man sollte es tun.
00:51:01: Man ist klug beraten, sich mit den Dingen auseinanderzusetzen und sich mit denen zu beschäftigen die Probleme bereiten, die Angst
00:51:09: machen.".
00:51:11: Hat dir die Phase und dann der Umgang damit auch bei anderen Rückschlägen irgendwo geholfen?
00:51:16: Ich glaube das ist ja mittlerweile bekannt dort dass im Jahr zwanzig eine ziemlich heftige Diagnose mit einem Gehöhntumor und das ist schon was einen anschließenden, risikobehafteten OP und so weiter wo man nicht genau weiß was macht das eigentlich noch mal mit dem Leben?
00:51:31: Waren es die gleichen Tools die dir auch da geholfen haben mit der Situation umzugehen.
00:51:36: Es ist sicher so dass jede überwundene Krise wirklich überwunden eine Krise bearbeitete Krise zur Stärkung der Seele beiträgt weil man einfach mehr versteht warum wann was wie funktioniert.
00:51:51: war eben auch der Lemo Michi mir genau erklärt Warum ich so reagiert habe?
00:51:57: Weil ihr ja viele Patienten schon gehabt habt und wir alle Menschen funktionieren nach den gleichen Mustern.
00:52:02: Und er sagte, das hab' ich natürlich hier und hier schon beobachtet.
00:52:05: Ich muss dich wieder strukturieren!
00:52:07: Ich musste eine Plan machen damit du nicht liegen bleibst.
00:52:11: Ich richte dich wieder auf, gehen musst du schon selbst.
00:52:14: Das hab' auch in der Zukunft gelernt.
00:52:17: Genauso wie ich gelernt habe diese erste heftige Ausschlag... ...der psychischen Krise.
00:52:24: Wenn man da rauskommt, braucht man nicht erwarten dass das dann so bleibt.
00:52:28: Da ist mehr heraus und alles ist gut.
00:52:30: Das Leben verläuft immer gerne in Wellen Und wenn ein Schock kommt mit einer starken Welle Dann zieht es Wellen nach sich aber mit abnehmender Amplitude wenn man sich damit beschäftigt.
00:52:42: Gerade sich das dann der mit immer wieder Beschäftigen macht einen Nachhaltig stärker.
00:52:47: Deswegen sage ja die Angst ist dein bester Freund.
00:52:50: Wenn die Leute ihr Problem haben mit dem Begriff Angst hat unsere Gesellschaft ein Problem damit, dann kann man einfach anbieten.
00:52:57: Dann nennt es halt nicht Angst vor dem Problem das man gerade vor sich hat sondern Respekt vor dem problem dass man sich vor sich halt einfach respektvoll mit der situation umgehen das heißt sich da mit Beschäftigungen in der lösung anstreben nicht davon laufen.
00:53:13: also würdest du fast sagen dass respekt eigentlich echt ein gutes anonym wäre für die angst.
00:53:18: Es ist die positive Formulierung zur gleichen Problematik und ich weiß, dass sich die Leute damit leichter tun.
00:53:26: So gesehen provoziere ich mit Angst ein bester Freund.
00:53:30: aber man kann natürlich auch sagen der Respekt dein Bester Freund.
00:53:33: Wenn du jetzt so auf deine Free Solo Projekte zurück schaust also für alle die uns zuhören und vielleicht nicht ganz so tief im Klett dann drin sind free solo bedeutet alleine und wirklich ohne die Unterstützung von irgendwelchen Hilfsmitteln sei gut.
00:53:45: Also heißt es hat dann wirklich tödliche Konsequenzen.
00:53:48: Würdest du da sagen, du hattest bei den Frisolo-Projekten auch keine Momente der Angst?
00:53:51: Sondern vielleicht eher Momente des Respekts?
00:53:55: Na gerade beim Frisologlättern ist die Angst die wichtigste Überlebensversicherung.
00:54:00: Ja!
00:54:00: Die Angst hilft dir bei Entscheidungsfindung, bei der richtigen Entscheidungsfindung.
00:54:05: wenn ich bei der Vorbereitung merke das fordert mich stark heraus.
00:54:10: Ich bin gefordert, dann analysiere ich das Ganze und dann versuche herauszufinden Bin ich den Schwierigkeiten wirklich so dominant gewachsen, dass sich mit an sicherer Grenzen eine Wahrscheinlichkeit aus Sicherheit durchklettern kann?
00:54:23: Dann gewinnt das Selbstbewusstsein.
00:54:25: Dann löst die Angst in mir auch keine übermusige Nervosität aus oder Panik sondern nichts anderes als die Konzentration.
00:54:34: Das muss ja im Vorfeld herausfinden.
00:54:36: Gewinnt die Selbstsicherheit mit der ich die Angst positiv kontrollieren kann oder gewinnen eher die schwarzen Gedanken, dann sehe ich mich aber im Frisor glättern in Gedanken beim Abstürzen.
00:54:50: Und dieses wechselbarte Gefühl im Vorfeld vor seiner Frisorebejung ist aber auch ganz wichtig!
00:54:56: Weil wenn ich dieses wechselbarte Gefühle, wo schwarze Gedanken genauso da sind wie Momente der Selbstsicherheit stellt sicher, dass ich mich genügend damit auseinandergesetzt habe.
00:55:06: und wenn an einem Ende die Selbstsicherung gewinnt Und die Angst abzustürzen, in mir keine Panik auslöst oder?
00:55:14: Eine Evosität!
00:55:15: So eine Konzentration.
00:55:17: Dann kann und darf ich gehen.
00:55:20: Und so gesehen stellt dann – wenn ich im Prozess des Durchkletterns bin – die Angst aber auch sicher dass sich dauerhaft konzentriert bleibe vom ersten bis zum letzten Meter.
00:55:30: Das ist eben wichtig weil gefährlich wird es beim Bergsteigen immer dann, wenn man sorglos steigt.
00:55:37: der existierenden Gefahr nicht genügend Achtung schenkt.
00:55:41: Beim Skibergsteigen, wenn man einfach planlos da einen Tiefschneehang raufsteigt ohne irgendeine Ahnung zu haben ist das jetzt gefährlich oder nicht?
00:55:49: Dann ist man einfach brandgefährlich unterwegs!
00:55:52: Das ist natürlich heute auch vielleicht das riskanteste fürs Leben was man im Bergsteigen machen kann.
00:55:58: Weißt du es heute so verdammt?
00:55:59: Einfach mit den Seilbarn in die windeliche Hochgebirgswälder rauf zu gehen, also über wunderbare schöne Spur da den tiefsten Ehangler runterziehen.
00:56:07: Ja wenn man selber keine Ahnung von Lavinen hat und dahinter herführt dann lebt man branckgefährlich!
00:56:11: Und irgendwann wird man darin auch umkommen.
00:56:13: Genau deswegen gibt es ja auch jedes Jahr so viele vom weißen Tod fuhrsachte Todesfälle.
00:56:19: Die Lavine kostet jedes Jahr ihre Opfer... ...und da geht's nicht um extrem bergsteigen Man kann auch ganz normal im normalen Gelände in der Welt der Berge umkommen.
00:56:29: Und es ist natürlich auch an Bergen wie den Watzmann, die Watzmanüberscheitung ein breites Dingertes Beispiel dafür.
00:56:35: Wir schauen auf ja.
00:56:35: Grunderte von Tote hat dieser Berg schon gekostet weil er scheinbar leicht ist und er isst leicht aber permanent im Absturzgelände.
00:56:44: Ganz viele von denen die abstützen haben gar nicht erkannt dass sie sich in absturzgefährdenden Gelände bewegen.
00:56:52: Ein Stolper auf dem Gehweg, Absturzgefährder der Gehwege reicht und du bist dahin.
00:56:58: Und deswegen hast ein Berge wieder Mont Blanc das Matterhorn und der Watzmann gerade so viele
00:57:06: Opfer.".
00:57:06: Ja ist
00:57:06: eigentlich eine gute Definition zu sagen man darf wirklich einfach nie sorglos unterwegs sein.
00:57:11: und ich finde wenn man sich auch Filmaufnahmen anschaut also im Hasse-Brandler-Diretisse immer an der großen Zelle eben Free Solo gegangen bist da sieht man dir im Gesicht auch an dass da keine Sorglosigkeit ist.
00:57:23: Da ist einfach halt wirklich eine laserscharfe Fokussierung und wirklich im Moment sein angesagt.
00:57:29: Genau,
00:57:29: das gilt für das ganze andere Bergsteig.
00:57:31: Das ist ja gerade schön im Bergstein man kann oft so einfach richtig freie Sorglose darunter steigen.
00:57:36: Und da unterscheidet sich heute einfach der erfahrene Bergsteiger.
00:57:40: die erfahren ist in erkennender Gefahr wenn er ein Sorgloh steigen kann wo der feine Moment hat, wo sofort umgelegt wird absturzgefähretes Gelände.
00:57:52: Ob leicht oder nicht, aber man ist bereits wieder mit voller Konzentration unterwegs und so gesehen muss man das Bergsteigen auch genauso betreiben immer außenbereich der Sicherheit heraus, immer wachsam und dann gibt es eben auch die vielen Bereiche wo man entspannt sein kann da wo man's Leben genießen kann, da wo wir dann über den Ding entsteht.
00:58:11: Ja absolut Das ist vielleicht auch wirklich ein guter Appell, den sich unsere Zuhörenden mal mitnehmen können.
00:58:17: Alexi wird in Richtung Schluss noch einen Thema anreißen wollen.
00:58:21: Du warst ja wahnsinnig viel unterwegs überall auf der Welt.
00:58:24: Patagonien, Alaska eben, Werdenseusimiti hier Alpenraum das sind ja dann nicht nur Bergbegehungen sondern es sind ja auch immer Reisen und Reisen ist mit kulturellen Eindrücken verbunden neue Menschen kennenlernen neue Gesellschaften kennenlern.
00:58:37: ich würde sagen Ich hab jetzt so in meinen dreißig Lebensjahren bisher auch schon viel gesehen und ich habe manchmal das Gefühl, wenn man es unterwegs ist dass die Berge oder generell auch Naturlandschaften oftmals ein guter Spiegel der jeweiligen gesellschaftlichen Entwicklungen sind.
00:58:52: Würdest du mir da zustimmen?
00:58:54: Ja, das glaube ich kann man tatsächlich sagen ist ein guters Widerspiegel der gesellschaftliche Entwicklung.
00:58:59: Man sieht einerseits in den Bergen immer noch verdammt viele Menschen die eine starke Verbindung zu dieser Natur haben.
00:59:05: Man sieht natürlich auch die anderen Entwicklungen.
00:59:08: Da ist natürlich symbolhaft immer der Mount Everest vielleicht, der stärkste Widerspiegel unserer Gesellschaft – das was dort der Tourismus entwickelt, ist verständlich aus der Sicht des Sherpas, die wollen von der Vermarktung ihres Berges leben.
00:59:21: Das dürfen sie auch!
00:59:23: Wir tun es ja in den Alpen auch aber… Die Touristen, die da unterwegs sind Also das zeigt eben, wo wir abgetrifftet sind.
00:59:31: Das hat ja nichts mit dem Gefühl des Bergsteigens zu tun, mit dem draußen sein.
00:59:36: Da geht es letztendlich nur darum dass man dann bei der nächsten Cocktail schön erzählen kann A Meri to the Top of The World Ob du jetzt drei Scherpas vorne ziehen zwei hinten schieben ständig die neuen Sauerstoffflaschen reingestellt werden den berg von unten bis oben verkabelt wird auch auf acht tausend Meter.
00:59:53: ein Umsetzer da ist mit man auf Social Media vom Gipfel aus posten kann.
00:59:59: I made it to the top of the world!
01:00:00: Das ist völlig egal, denn es geht wirklich genau nur um dieses eine.
01:00:06: I make it to The Top Of The World.
01:00:08: dabei nehmen sie den Berg nicht mehr wahr.
01:00:10: und wenn wir zu sagen können ja und der ganze Müll platzend der Everest leidet ich sag's nur dem Everest ist das scheiße geil.
01:00:17: Um den geht es nicht.
01:00:19: Es geht eigentlich nur als Armutsverzeugnis unserer Gesellschaft.
01:00:23: dass wird tatsächlich mehr vom Scheinleben wie vom Sein.
01:00:26: Aber das ist nur ein gewisser Bereich der Gesellschaft, ich sehe immer noch auch den ganz großen Rest von denen die draußen in der Natur unterwegs sind und die genau verstehen warum wir so gerne da rausgehen.
01:00:38: Warum gehen wir dann so gern raus?
01:00:40: Weil wir Menschen der Natur entstammen.
01:00:43: Und deswegen tut es uns auch so verdammt gut, wenn wir immer mal da rausgehen und wenn's jetzt steil wird dann sage ich mir noch gehts raus, gehts heraus!
01:00:50: Wenn's richtig steil ist, dann müsst ihr raufpassen.
01:00:52: Bergsteigen ist gefährlich die Gefahren sind da.
01:00:54: Immer schön fest halt nur nicht loslassen.
01:00:57: Schafft es auch, wieder gesund zu sein?
01:00:59: Alex, ich würde sagen das ist fast das perfekte Schlusswort oder?
01:01:02: Gerne.
01:01:03: Also nee wirklich vielen Dank!
01:01:04: Ich glaube auch das ist eine der Gründe warum's eben so viel Spaß macht dir zuzuhören, warum so viele Menschen auch über so einen langen Zeitraum Interesse an dir und deinen Geschichten haben weil da eben wahnsinnig viel mit drin steckt was man auch in seinem normales Leben mitnehmen kann.
01:01:18: und bleibt mir nur zu sagen vielen vielen dank dass wir heute die Zeit hier hatten und ich hoffe es geht auch noch lange so weiter, dass man dir lang genug über deine Berggeschichten zuhören kann.
01:01:28: Danke
01:01:28: euch allen und danke dir!
01:01:31: Das war die Interviewfolge mit Alexander Huber.
01:01:33: Wenn euch die Folge gefallen hat dann hört auch gerne mal in die Folge Acht also eine unserer allerersten Folgen rein.
01:01:39: da hatten wir alle beide Thomas und Alexander also die Huberbohem zu Gast im Bergzeit Podcast.
01:01:44: Ansonsten freue ich mich wie immer natürlich über Feedback und ein Abo.
01:01:47: Wir hören uns wieder in zwei Wochen bei der nächsten Folge des Bergzeit Podcasts.
01:01:51: Bis dahin habt eine schöne Bergzeit, passt auf euch auf!
01:01:53: Ciao ciao euer Jan.
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