#98 Interview Robert Stiepani
Shownotes
In dieser inspirierenden Episode spricht Jan mit Robert Stiepani, einem echten Abenteurer, der nicht nur eine schwere Krebsdiagnose in jungen Jahren überstanden hat, sondern anschließend die berühmte Triple Crown der Fernwanderwege in den USA gemeistert hat – das bedeutet über zehntausend Kilometer zu Fuß auf dem Pacific Crest Trail, dem Continental Divide Trail und dem Appalachian Trail!
Freut euch auf bewegende Geschichten von existenziellen Situationen in der Wildnis, die Kraft mentaler Stärke und wie Robert Stiepani nach seiner persönlichen Krise buchstäblich und im übertragenen Sinn neue Wege gegangen ist. Gemeinsam tauchen wir ein in seine intensive Vorbereitung, die größten Herausforderungen auf den Trails und was ihn unterwegs bewegt hat – von eindrücklichen Tierbegegnungen bis zur Befreiung, die das Loslassen gesellschaftlicher Vorstellungen bringen kann. Schnürt in Gedanken eure Wanderschuhe und begleitet uns auf eine außergewöhnliche Reise, die zeigt, was alles möglich ist, wenn man niemals aufgibt. Viel Spaß beim Zuhören!
Mehr aus dem Inhalt & Timecodes:*
- [02:35] Allein oder doch lieber in der Gruppe wandern?
- [04:47] Triple Crown erklärt: Was steckt dahinter?
- [05:32] Wann hast du mit den langen Trails angefangen und wie ging es weiter?
- [08:15] Zero Days oder tägliche Etappen – deine Pausenstrategie?
- [13:33] Mentale Vorbereitung: Wie trainierst du den Kopf für so große Abenteuer?
- [16:25] Allein Bergtouren überwinden
- [23:24] Limitierte Permits und Startwahl
- [27:02] Leistungsabfall: Eine schwere Diagnose in jungen Jahren
- [33:36] Mehr vom Leben suchen
- [38:01] Reiselust und Abenteuerpläne.
- [44:21] Extreme Wetter und Wander-Herausforderungen
- [50:22] Finanzen planen für Abenteuer
- [53:29] Nie aufgeben – Lösungen finden
Mehr Infos zu Robert: https://www.instagram.com/triplecrown_rob/
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Transkript anzeigen
00:00:00: Heute bei uns zu Gast im Bergzeit-Podcast Robert Stipani.
00:00:03: Robert hat nicht nur eine schwere Krebsdiagnose in jungen Jahren überstanden, sondern sich danach einem echten Abenteuer gestellt.
00:00:10: Der Triple Crown der Fernwanderwege in den USA.
00:00:13: Über zwölf tausend Kilometer auf dem Pacific Crest Trail, Continental Divide Trail und Appalachian Trail.
00:00:20: Wir sprechen über seine bewegende Geschichte, Momente mit Todesangst, die Kraft der mentalen Stärke und was es bedeutet, nach einer Krise neue Wege zu gehen.
00:00:28: im wahrsten Sinne des Wortes.
00:00:30: Also, schnürt den Gedanken schon mal die Wanderschuhe und kommt mit uns auf eine Reise voller Inspiration.
00:00:35: Ganz viel Spaß beim Zuhören und damit rein ins Gespräch mit Robert Stipani.
00:01:06: Ja, servus ja nicht.
00:01:07: Danke dir für die Einladung und freue mich riesig, dass ich hier sein kann.
00:01:10: Sehr,
00:01:10: sehr gerne.
00:01:11: Robert, wir starten unsere Interviewfolgen immer mit einer kleinen Schnellfrage-Runde, damit unsere Hörner mal so einen ersten Einblick einfach zu dir als Person bekommen.
00:01:18: Bist du ready dafür?
00:01:20: Ich denke schon, ja.
00:01:21: Ich bin bereit.
00:01:22: Die erste Frage ist vielleicht ein bisschen komplexer, als es sich beim ersten Mal hören anhört.
00:01:27: Und zwar ist die Frage, wer ist Robert Sipani?
00:01:30: Aber in einem Satz.
00:01:33: Der kann auch relativ lang sein, also du kannst ihn auch schachteln, wie du magst.
00:01:37: Okay, ich probiere es.
00:01:38: Also
00:01:39: Robert Stipani ist ein Amthor, der immer noch Lösungen gesucht hat und ja, nach dem Leben, was halt nicht vorgetaktet ist.
00:01:47: Also immer ein bisschen so Out of the Box und ich habe halt immer geschaut, dass ich möglichst vom Hauptweg ein bisschen abkomme, weil ich auch mal gelesen habe, dass man den etablierten Pfad ein bisschen verlassen muss, wenn man tolle Erlebnisse haben will.
00:02:01: Ja, und dann habe ich mich immer gehalten und genau, also Robert ist ein Abenteurer.
00:02:05: Perfekt, den nehmen wir genauso mit.
00:02:07: Wo kommst du her und wo lebst du aktuell?
00:02:09: Ja, also auch da habe ich schon ein bisschen Reise hinter mir.
00:02:11: Ich bin ja in Niederbayern aufgewachsen, in der Nähe der Dreiflüsse Stadt Passau.
00:02:14: Ich bin dann für eine Ausbildung Richtung Norden, habe da Jahre lang in Hannover gelebt, in der Nähe von Hannover.
00:02:21: Dann habe ich ein bisschen mit Hamburg geliefert, dem Tor zur Welt und bin dann eben noch neun Jahre nach Hamburg.
00:02:27: Genau und aktuell lebe ich jetzt in Konstanz, am Bodensee, da will ich ja gerne bleiben, einfach aufgrund der Nähe zu den Bergen und zum See.
00:02:34: Ja, macht Sinn.
00:02:36: Lieber allein oder in der Gruppe wandern?
00:02:39: Oh, fünftig, fünftig.
00:02:40: Also in kritischen Situationen gerne in der Gruppe, aber ansonsten schon auch gerne allein, dass ich da die nötige Ruhe auch für mich habe.
00:02:48: Auf die eine oder andere vielleicht kritische Situationen kommen wir wahrscheinlich später auch nochmal zu sprechen.
00:02:52: Oh ja.
00:02:52: Dein Lieblingssnack auf dem Trail.
00:02:56: Also auf dem Trail direkt, das waren diese eklopften Rahmennudeln, die wir auch noch in einer gewissen Zeit mal wieder rauskängt sind.
00:03:04: Aber ich sag mal so, die meiste Freude beim Ersten waren immer Ortschaften, da war es dann Kalorien ohne Ende gehabt.
00:03:10: Also Pizza ohne Ende, dann ungesundes Essen, Zucker, Schokolade, das war mein Ortschaften, das war immer das Highlight.
00:03:18: Ich
00:03:18: glaube, das können alle nachvollziehen, die irgendeinen Ausdauersport machen oder lange unterwegs sind.
00:03:23: Welches Geräusch in der Natur bewegt dich am meisten?
00:03:27: Also wenn ich gehe, wenn ich laufe, diese, diese, durch verschiedene Untergrund, sei es mal Moos, sei es mal irgendwie Sand, irgendwelche Abschnitte, wo viel Holz liegt, also meine eigenen Fußtritte, ja, das fand ich immer sehr spannend und interessant, ja.
00:03:40: Ja, spannende Antwort.
00:03:41: Lieber Regen oder lieber extreme Hitze?
00:03:45: Ja, also wenn ich nur zwischen den Beinen auswählen darf, dann bitte extreme Hitze, ja.
00:03:51: Wenn du nur noch einen deiner drei Fernwanderwege noch einmal gehen dürftest, welchen würdest du auswählen?
00:03:57: Da ich ja das jetzt vergleichen kann, definitiv der Pacific Crest Trail.
00:04:01: Ja, auch da müssen wir später unbedingt noch mal draußen sprechen kommen.
00:04:03: Gerne.
00:04:04: Lieber in einem Bergsee oder Fluss baden oder lieber dann einmal im Fitnessstudio richtig duschen?
00:04:10: Dann lieber Bergsee, Fluss, ja.
00:04:13: Und die letzte der Schnellfrage-Runde auf einer Happiness-Gala von eins bis zehn.
00:04:17: Also zehn ist so absolutes Maximum und eins ist wirklich eher absolutes Lowlight.
00:04:21: Wo würdest du dich gerade einordnen?
00:04:23: Also ich bin schon ziemlich neu an der Acht.
00:04:25: Ich denke, dass da noch was möglich ist nach oben, aber ich bin schon sehr neu an der Acht.
00:04:29: Ja,
00:04:30: sehr schön.
00:04:30: Das klingt doch gut.
00:04:32: Das war's auch schon mit der Schnellfrage-Runde.
00:04:33: Ab jetzt können wir uns für die Antworten auch wieder länger Zeit lassen.
00:04:36: Und Robert, ich würde mit dir ganz gerne einsteigen, direkt mit deinen Fernwanderungen, die du gemacht hast.
00:04:42: Wir haben es im Intro ja schon gehört.
00:04:43: Du hast mittlerweile die Triple Crown erreicht.
00:04:47: Exakt.
00:04:47: Magst du einmal für alle, die erklären, die da vielleicht nicht so tief drin sind in dem Thema, was ist diese Triple Crown?
00:04:54: Ja, der Triple Crown Hike, der umfasst halt die drei längsten Ultratrails oder Fernwanderwege in Amerika.
00:04:59: Das ist um einen der Passive Crest Trail mit viertausend zweihundertsechzig Kilometer.
00:05:04: Dann haben wir noch den Appellation Trail an der Ostküste mit knapp dreitausend fünfhundert Kilometer.
00:05:09: Und dann noch der letzte und längste im Bunde, der Continental Divide Trail mit knapp fünftausend Kilometer.
00:05:15: Und der geht halt ungefähr in der Mitte durch, durch Amerika, also Süd nach Nord, genau.
00:05:21: Okay, und du bist alle drei?
00:05:23: Mittlerweile abgewandert.
00:05:25: Ja, ich kann heute sagen, ich habe alle drei geschafft, zum Glück.
00:05:29: Und ja, da bin ich auch echt happy und dankbar.
00:05:32: Ja, und auch hoffe ich, ich bin recht stolz drauf.
00:05:35: Wie war da so der zeitliche Horizont?
00:05:36: Wann hast du deinen ersten gemacht?
00:05:37: Und wann kamen die anderen?
00:05:39: Und vor allem auch in welcher Reihenfolge?
00:05:40: Also, du hast, glaube ich, mit dem Pacific Crest Ray angefangen, oder?
00:05:43: Genau, exakt, das war das Jahr zwei Tausend Neunzehn.
00:05:45: Ich habe mir ein passive Crest Trail angefangen.
00:05:47: Das war auch alles Zufall.
00:05:48: Also, hätte mir jemand mit fünfzehn gesagt, dass ich mal ein fernwanderer werde, dann hätte ich vermutlich gesagt, trink weniger oder so.
00:05:54: Das war alles Zufall.
00:05:55: Ich habe ein Film gesehen.
00:05:56: Das war Wild, der große Trip.
00:05:58: Ich spiele auf dem passive Crest Trail und der hat mich irgendwie gepackt.
00:06:00: Und dann habe ich eben zwei Tausend Neunzehn halbes Jahr.
00:06:04: Neun Monate im Vorfeld habe ich geplant, organisiert.
00:06:07: Genau, und das war dann der erste Trail, der Pacific Crest Trail, und dann folgte eben der Appellation Trail an der Ostküste.
00:06:15: Und der Punkt war halt, ich wusste ja dann mit dem Pacific Crest Trail, ich habe das ja immer so im Hinterkopf mitbekommen, triple, triple, triple.
00:06:21: Ich habe das ja in den Foden gelesen und dann auch im Internet.
00:06:25: Dann habe ich mich da auch erkundigt und da habe ich dann erst durch den ersten natürlich gewusst, hey, da ist ein Triple möglich.
00:06:32: und haben auch noch nicht so viele geschafft.
00:06:34: und dann habe ich mir das in Kopf gesetzt.
00:06:36: Genau und dieses Jahr jetzt habe ich mit dem Continental Divide Trail, den dritten im Bunde eben das Triple geschafft.
00:06:42: und ja, fünftausend Kilometer knapp.
00:06:46: Ja, war schon ganz ordentlich.
00:06:48: Ja, glaube ich.
00:06:49: Jetzt sind sie ja in Summe, dann wenn man alle drei Choice zusammennimmt, irgendwie über zwölftausend Kilometer.
00:06:54: Wie viele Höhenmeter sind das?
00:06:55: Weißt du das auch?
00:06:57: Ah, das kann ich jetzt so aus dem FF nicht sagen.
00:06:59: Ich habe das mal tatsächlich noch gelesen von den drei verschiedenen Trails.
00:07:02: Aber es sind ja schon einige auf jeden Fall.
00:07:03: Also
00:07:03: der erste, glaube ich, war bei über hundertdreißigtausend.
00:07:06: Oh wow, okay.
00:07:06: Im Total.
00:07:07: Also die bewegen sich alle zwischen hundertzwanzigtausend und hundertfünfzigtausend, wenn ich mich jetzt nicht irre.
00:07:12: Okay,
00:07:12: krass.
00:07:12: Ich
00:07:13: muss sich aber nochmal nachlesen, ja.
00:07:14: Kannst du im Schnitt sagen jetzt über alle drei, wie viel du grob so am Tag gegangen bist, kilometermäßig?
00:07:19: Genau, also ich habe mich natürlich immer im Ziel gesetzt, weil ich wollte den Trail ja auch schaffen und da kann ich ja nicht einfach jetzt morgens losstarten mit fünf Kilometer und mal schauen wie es wird.
00:07:27: Also ich habe mir immer als Ziel gesetzt, fünfunddreißig Kilometer, das war so meine... Ja, mittlere Linie.
00:07:33: Und natürlich gab's Abschnitte, z.B.
00:07:35: Colorado oder jetzt in Kalifornien, höhere Lagen, da konnte ich natürlich aufgrund vom Schnee nur zehn, fünfzehn Kilometer schaffen.
00:07:42: Aber es gab auch Abschnitte, z.B.
00:07:43: über dem Yellowstone, der war ja flach, da konnte ich vierzig, fünfundvierzig.
00:07:47: Aber so, der Richtwert für mich war immer im Schnitt fünfunddreißig, da wusste ich, das muss ich schaffen, damit ich zeitlich da durchkam.
00:07:54: Jetzt gibt's in dieser Fernwander-Bubble, glaub ich, auch so ein Fachbegriff mit Zero Days, oder?
00:07:59: Also übersetzt sozusagen ... Tage, an denen man halt keine Kilometer schaffen, weil man einfach einen Pausentag macht.
00:08:04: Da gibt es ja verschiedene Strategien.
00:08:05: oder es gibt Leute, die sagen, ich brauche das einfach mal und dann kann ich danach wieder mehr durchziehen.
00:08:09: und dann gibt es aber Leute, die halt sagen, ich laufe eher stoisch quasi jeden Tag meine Kilometeranzahl, aber dafür dann halt mal weniger.
00:08:15: Welche Strategie bist du gefahren?
00:08:17: Ganz ehrlich, ich habe das immer vor Ort entschieden.
00:08:19: Ich habe mir im Vorfeld gar nicht irgendwie jetzt eine Liste gemacht, wann ich Zero Days einlege, sondern ich habe das vor Ort immer entschieden, je nachdem wie die körperliche Verfassung war.
00:08:27: Also ich habe natürlich Weil, wenn ich es hochrechne, wie viel Zero das habe ich jetzt gehabt beim letzten, vielleicht acht oder zehn.
00:08:33: Ja, okay, krass.
00:08:34: Also, ich habe bei wenig.
00:08:36: Ja, absolut.
00:08:37: Ich muss aber auch hinzufügen.
00:08:39: Also, die wenigsten kommen ja wirklich im Ziel an.
00:08:41: Und ich habe halt gelernt, wenn ich mal ein Zero gemacht habe, also ein Mensch, der sehr schnell bequem.
00:08:46: Und generell sind wir ja alle so, wir waren sehr gerne bequem, gemütlich.
00:08:50: Und ich habe auch viele Wanderer getroffen, also die werden erst mal ein, zwei Serios gemacht haben, also die fing dann auch langsam an.
00:08:55: Ja, also eigentlich können wir jetzt auch gleich mal noch irgendwie hier so ein Städtetrip oder was.
00:09:00: Also ich habe mich da immer ein bisschen davor geschützt, weil ich wusste, das ist ja auch eine extreme Anstrengung und Prozedur.
00:09:06: Und wenn ich da jetzt zu komfortabel werde bei irgendeinem Punkt, dann ist die Gefahr groß, dass ich das ein bisschen schleifen lasse und dass ich zum einen zeitlich... das Ganze nicht scharf oder im schlimmsten Fall sogar wirklich auf einen gewissen Punkt sagt, okay, das ist mir zu hart, ich hörts auf, genau.
00:09:21: Und deswegen habe ich immer geschaut, also Zero ist so wenig wie möglich und auch wirklich nur, wenn es der Körper wirklich gebraucht hat.
00:09:27: Aber da hast du, wenn ich jetzt gerade so einigermaßen grob richtig überschlagen habe, so immer um die vier bis fünf Monate gebraucht, oder, für die Trails?
00:09:34: Also ich kann es konkret machen, der erste Trail der PCT, das waren hundertneinunddreißig Tage.
00:09:38: Dann der Appalachian Trail, das waren jetzt auch nur vier Tage länger.
00:09:51: Obwohl der ja auch nur eine Kilometer mehr hat, also zu meiner Verteidigung.
00:09:56: Man muss zu meinen sagen, ich habe den letzten Trail jetzt einfach schon die Erfahrung.
00:10:00: Die hatte ich beim ersten nicht.
00:10:01: Ich wusste ganz genau vom Gewicht, wie ich es packen muss, wie schnell ich laufen muss.
00:10:05: Dann war aufgrund der Feuerproblematik auch einige Strecken, waren gesperrt.
00:10:08: Also die konnte man dann auch nicht laufen, da musste man dann eben die kürzere Variante wählen.
00:10:12: Und zum Beispiel jetzt in New Mexico, um Gila River, da hab ich natürlich die Short-Version genommen, weil ich da schon Panik hatte, dass ich das zeitlich alles nicht schaff.
00:10:22: Also, Olien waren alles zusammen, hat dann eben dazu geführt, dass ich das in hundred und vierzig Jahren geschafft habe.
00:10:28: Aber dann war es sehr generell eigentlich relativ flott sogar unterwegs.
00:10:31: Also es gibt eh nur ein paar hundert Menschen, die diese Triple Crown Hikes alle gemacht haben, oder?
00:10:35: Also es sind noch weit unter tausend, richtig?
00:10:37: Also aktueller Stand müsste, glaube ich, siebenhundertfünfzig sein, plus-minus, ja.
00:10:41: Okay, also es sind ja wirklich echt nicht viele Menschen und ich glaube, oder es ist eine steile Sese, ich habe es nicht nach recherchiert, aber ich könnte mir vorstellen, dass du da wahrscheinlich schon im oberen Drittel bist, was den Speedang geht, oder?
00:10:49: Also gehe ich jetzt auch von aus, weil ich ja das auch auf Facebook immer zum Beispiel jetzt verfolgt habe, wo die anderen zu sind.
00:10:55: Also die meisten... Beziehungsweise die wenigsten haben wir dann wirklich in der Gruppe am Ende gepostet, hey, ich hab's geschafft.
00:11:01: Das heißt, es gibt ja ja auch Zahlen.
00:11:02: Ich glaub, beim ersten Trail war die Abschlussquote über dreißig Prozent.
00:11:06: Beim zweiten Trail irgendwie bei fünfzehn Prozent, wenn ich mich nicht täusche.
00:11:09: Beim dritten Trail machen ja sowieso nur jedes Jahr dreihundert, dreieinhalbfünfzig.
00:11:14: Und die wenigsten kommen halt wirklich an.
00:11:16: Also ich muss halt hinzufügen, was mich immer gepusht hat, war die Angst.
00:11:20: Das war einfach die Angst.
00:11:22: Ich hatte schon, bei Colorado wusste ich schon, viertausend Meter, das würde wieder richtig lustig mit dem Schnee.
00:11:27: Also ich habe immer echt mich selber gepusht.
00:11:29: Ich habe zugesehen, dass ich da möglichst zügig durch bin.
00:11:32: Und vor allem, dass ich eben nicht zu spät im Norden ankommen wegen Schnee.
00:11:36: Also da drückt ja dann schon die Schneefront von Kanada rein nach Montana.
00:11:40: Und da habe ich echt immer zugesehen.
00:11:41: Ich wusste, ok, Oktober wird kritisch.
00:11:43: Das heißt, ich muss ein bisschen früher fertig werden.
00:11:46: Und ja, das hat mich halt auch immer irgendwo gepusht.
00:11:49: Also, natürlich dieses, okay, wie schaut der nächste Tag aus?
00:11:53: Das wollte ich immer wissen.
00:11:54: Ich wollte auch wissen, wie schaut der nächste Nationalpark aus.
00:11:57: Das war für mich so ein Punkt, ich hätte nie aufhören können oder stoppen können, weil ich immer wissen wollte, okay, wie geht's weiter, wie schaut's aus, wie ist der nächste Nationalpark?
00:12:05: und das andere natürlich die Angst, genau.
00:12:08: Das waren die zwei Zutaten.
00:12:09: Ja, okay, macht Sinn.
00:12:10: Weil du gerade die Abschlussquoten genannt hast, die ja schon ... verschwindend gering sind.
00:12:15: Weißt du, was da die Hauptgründe sind?
00:12:16: Also, es ist dann auch wirklich so, dass Leute sagen, okay, nee, es ist einfach zu anstrengend oder Verletzungen oder scheiden die irgendwo aus, weil sie sagen, hier ist so schön, ich will hier einfach länger bleiben und quasi scheiß auf den Rest vom Trail.
00:12:28: Also, ich hab zwar nicht psychologisch studiert, Jan, aber was für mir natürlich in den Gesprächen immer aufgefallen ist.
00:12:34: Also die wenigsten hatten wirklich die mentale Stärke, das bis zum Ende durchzustehen oder zu schaffen.
00:12:38: Das ist hauptsächlich, natürlich ist eine körperliche Belastung und Challenge, aber so ein Trail ist absolut eine mentale Challenge.
00:12:46: Und da musst du mental bereit sein und ich habe immer, bevor ich losgeflogen bin, ich habe mir immer gesagt, wenn ich in das Flugzeug steige, dann bring ich das zu Ende.
00:12:54: Und auch wenn die mich Jahre danach irgendwie aus der Natur Wildnis rausholen müssen, also hier ist Skelett oder was weiß ich, das war mir wurscht.
00:13:00: Ich habe gesagt, wenn ich das mache, dann bring ich es zu Ende.
00:13:03: Und ich glaube, das ist auch die richtige Einstellung, um so ein Trail zu schaffen.
00:13:06: Ansonsten, wie gesagt, die ersten tausend Kilometer für mir, ja, die sind schön lustig, toll, alles spannend, aufregend.
00:13:13: Aber ab einem gewissen Punkt wird das ja nur noch ein Knochenjob und es ist ja nur noch eine Prozedur und du hängst dich von einem Tag zum nächsten.
00:13:20: Und da ist eben die Einstellung wichtig und die war bei mir bei allen drei Trails von Anfang an eben, dass ich gesagt habe, wenn ich ins Flugzeug steige, dann bringe ich das zu Ende, egal was kommt.
00:13:30: Weil du es jetzt gar angesprochen hast, lass uns doch gleich mal in dieses Vorbereitungsthema reinspringen.
00:13:33: Du hast gesagt, die mentale Komponente ist super entscheidend.
00:13:37: Wie bereitet man sich mental darauf vor?
00:13:39: Weil ich kenne das selber zumindest aus den Ultra-Trail-Rennen.
00:13:43: Da ist es ja ein Stück weit ähnlich, nur dann noch meinen kleineren Rahmen.
00:13:45: Aber ich kann aus der Erfahrung sagen, dass was später im Rennen passiert, wirst du nie so zu hundert Prozent vorher schon mal erleben.
00:13:53: Heißt, was war da so dein Way to go, sich mental darauf vorzubereiten auf das, was da dich erwartet?
00:13:59: Ja, also meine Vorbereitungen sah so aus, ich hab mich natürlich mit Büchern eingedeckt, zum Thema Psychologie.
00:14:04: Dann habe ich mir ganz real Videos angeschaut von Leuten, die jetzt nicht nur erzählt haben, das ist Sonnenschein, Urlaub und Entspannung.
00:14:12: Also ich habe das schon sehr realistisch alles im Vorfeld abgearbeitet.
00:14:16: Und ich habe mich irgendwie gesagt mental vorbereitet.
00:14:18: Also das war für mich einfach am wichtigsten.
00:14:21: Ich habe mir immer wieder gesagt, okay Robert, du schaffst das, egal was kommt, du wirst da nicht aufgeben oder aufhören oder stoppen.
00:14:27: Ich habe mir halt immer gesagt, du bringst das zu Ende und egal was kommt, das wird schon gut gehen.
00:14:32: Es war immer so mein Kredo, es wird schon irgendwie gut gehen.
00:14:34: Und das war ja dann auch der Fall.
00:14:36: Und das andere natürlich, was mich geprägt hat, ich war ja jahrelang Leistungssportler im Bereich Leichtathletik.
00:14:41: Also einfach diese Grunddisziplin schon vorhanden zu haben oder diese Willenskraft einfach auf ein Ziel hinzuarbeiten und da wirklich alles reinzustecken, bis man das Ziel erreicht hat.
00:14:51: Das hat mich ja schon in der Jugend geprägt.
00:14:52: Also würdest du sagen, diese Visualisierung ist eigentlich ein Schlüssel, oder?
00:14:56: ... vom inneren Auge auch einmal vorzustellen, wie ist es, ... ... wenn ich dann diesen Trail abgeschlossen habe?
00:15:02: Genau, exakt.
00:15:03: Da kann ich zustimmen.
00:15:04: Ich möchte auch noch ergänzen.
00:15:05: Also ich habe sowieso eine sehr stark ausgeprägte ... ... visuelle Vorstellungskraft.
00:15:09: Und das hat mir auch vermutlich ... ... mitunter natürlich auch diesen Kick immer gegeben.
00:15:14: Okay, ich habe mir vorgestellt, wie es ist, ... ... wenn ich in Kanada dann bin, ... ... an der Grenze, in Wurtherten.
00:15:18: Ich habe mir das alles so vorgestellt ... ... und ja, das hat mir natürlich auch so einen Push gegeben.
00:15:22: Richtig, ja.
00:15:24: Gab's mal irgendeinen richtig harten Moment auf einem der Trails, wo du dann genau diese mentale Vorbereitung gebraucht hast, also wo du dich dann zurück erinnert hast und gesagt hast, okay, das ist jetzt genau so ein Moment, wo ich daheim mir ausgemalt hab, was passiert, wenn ich in so einer Situation bin und dich dann quasi an deine Muster erinnert hast und gesagt hast, okay, deswegen kann ich jetzt durchpuschen.
00:15:45: Gab's da irgendwas?
00:15:46: Ja, absolut.
00:15:47: Also natürlich beim ersten Trail, dem Pacific West Trail, wir waren ja da in der Sierra Nevada.
00:15:51: Wir waren ja auch auf dem Höchst im Berg hier, dem Mount Whitney.
00:15:55: Das war natürlich sehr schwer, weil wir hier im Jahr Jahrzehnte heiße Snowy hatten.
00:15:58: Also extrem viel Schnee, extrem hohe Wasserstände.
00:16:01: Und es ist egal, ob das die Flussüberquerungen waren.
00:16:04: Also wenn du am Tag deine zehn, zwölf Flussüberquerungen hast, dann bist du natürlich am Ende fix und fertig.
00:16:08: Klar.
00:16:09: Und das war eine Situation, da musste ich mich natürlich extrem pushen.
00:16:12: Genauso da auf dem Mont-Bitney-Hoch.
00:16:13: Ich habe ja noch nie zuvor in meinem Leben irgendeinen Berg bestiegen.
00:16:16: Ah, okay.
00:16:17: Genau,
00:16:17: richtig.
00:16:18: Ich wusste auch gar nichts von dem Mont-Bitney im Vorfeld.
00:16:20: Das haben wir dann die Jungs, also mit denen ich bis jetzt unterwegs war.
00:16:22: Ich hatte ja einen Franzosen kennengelernt.
00:16:25: Ja, der hat mir dann halt erzählt, ja, da können wir auf einem Wittnähe hoch.
00:16:28: Und ich googl dann so ein bisschen, wo wir nur schafft vom Viertausend Meter Höchsterberg von Amerika.
00:16:32: Ich dachte schon, ich muss die Tour brechen und zurückgehen.
00:16:34: Also da hat er ja die Hosen voll.
00:16:36: Aber ja, wie gesagt, ich habe mich dann der Angst gestellt.
00:16:39: Aber da hochzukommen war natürlich extrem schwer wegen dem Schnee und da musste ich mich auch pushen, ganz klar.
00:16:45: Also da hochzukommen, das ging ja nicht jetzt einfach nur so, sondern da musste ich mich extrem pushen.
00:16:51: Beim zweiten Trail, beim Appalachian Trail, da hatte ich jetzt gezielt.
00:16:56: Ja gut, das war vielleicht der Endpunkt der Mount Katadin.
00:16:59: Da musste ich natürlich hinzufügen, da hatte ich mich Kleidungstechnik schon ein bisschen verkalkuliert.
00:17:03: Um nicht zu sagen, es war sehr kalt.
00:17:06: Aber da musste ich mich pushen, dass ich auch da nicht sage, nee, Robert dreht es einfach um, bevor du da oben noch eine Unterkühlung irgendwie krepierst.
00:17:13: Ja.
00:17:13: Wir haben beim letzten Trail ganz klar Colorado, also das hat mir alles abverlangt.
00:17:17: Ich war bei viertausend, viertausend, dreinhalb Meter Grays Peak, Mount Edwards.
00:17:21: Und das alles habe ich allein gemacht, weil sich bei diesem Trail leider nicht angeboten hat, dass ich mit jemandem zusammengehen kann.
00:17:27: Ja, und das ist natürlich schon, wenn du da tagelang allein unterwegs bist im Schnee und dann wird's immer höher und dann der Wind peitscht um die Ohren und dann zahlst du da auf den Grace Peak hoch bei viertausend dreihundert.
00:17:39: Ja, das waren halt die Punkte, wo ich mir auch gesagt habe.
00:17:42: Naja, gut, jetzt kommen wir schon so viel geschafft in deinem Leben.
00:17:45: Sieh das jetzt durch, das wird schon gut gehen.
00:17:47: Ich hab natürlich nicht jetzt blauäugig das Ganze gemacht.
00:17:50: Also ich bin morgens gestartet, wie damals bei Mount Whitney auch, sind wir ja auch morgens gestartet.
00:17:54: Das Wetter hat gepasst und dann bin ich halt da hoch.
00:17:57: Aber ich muss mich natürlich immer extra den Pushen.
00:17:59: Das waren so die Momente.
00:18:01: Ja, da war es nicht einfach.
00:18:03: Hat mich auch Angst gemacht.
00:18:04: Also ganz klar, dieser Stretch zwischen Mount Edward zum Grace Peak.
00:18:08: Meiner Meinung nach müsste man das sperren, weil das lebensmüde ist.
00:18:13: Ja, das... Natürlich hatte ich das um meine Phasen, dann habe ich wirklich gedacht, also ich habe ja wirklich regelrecht die Hoffnung verloren.
00:18:19: Also ich habe mir ja wirklich gedacht, boah.
00:18:21: Also wenn da irgendwie noch links oder rechts jetzt irgendwie falsch tritt, dann ist vorbei.
00:18:28: Ja, das ist ja wirklich eine Kante, also wo du lang gehst.
00:18:31: Ja, das wollte ich grad fragen.
00:18:32: Wie schaffst du es aber, diese Balance zu halten?
00:18:35: Weil wenn ich dir zuhör, dann bist du ja wirklich extrem entschlossen, diesen Trail durchzuziehen.
00:18:40: Hast du auch gesagt so, ich bring das zu Ende, komme was wolle.
00:18:43: Und es gibt ja aber trotzdem Situationen, wo es einfach im Sinne der Gesundheit smart ist, um zu kehren, vielleicht auf einen anderen Tag zu schieben oder die Aktion auch abzubrechen.
00:18:54: Ich stelle es mir extrem schwer vor, der Art von Dedication, die du hattest, da die richtige Balance zu finden zwischen, okay, ich muss halt jetzt mal durchpuschen, aber ich kenn trotzdem Grenzen, die dann halt ins Gefährliche rutschen.
00:19:05: Hast du ein Patentrezept?
00:19:08: Ehrlich gesagt, nicht, Jan.
00:19:09: Ganz ehrlich, ich kann dir da keine Antwort drauf geben, das ist so eine innere Stimme.
00:19:13: Das ist
00:19:14: so... Intuition.
00:19:15: Ja, so ein Urvertrauen, was irgendwie über die Jahre kam, einfach aufgrund dessen, weil ich ja mit vierzehn Jahren schon diese Hirntumor-Diagnose überlebt habe.
00:19:22: Das ist so ein Urvertrauen, das kann man glaube ich keinem erklären und da gibt es auch keine Rezepte für, also das ist einfach vorhanden.
00:19:28: Und ich muss auch feststellen in meinem Leben bisher, es hat mich in vielen Situationen durchgebracht und deswegen bin ich da echt optimistisch, aber ich kann jetzt niemandem sagen, dass eine Ding, wenn du das machst, dann schaffst du das.
00:19:39: Ja, klar.
00:19:40: Nee, macht's Sinn.
00:19:41: Lass uns kurz mal noch switchen auf die anderen Vorbereitungen sparten.
00:19:45: Klar, ich meine, dass man physisch fit sein muss, versteht sich wahrscheinlich von selber.
00:19:49: Auch da, denke ich mal, ist einiges an Vorbereitung reingeflossen, oder?
00:19:51: Ja,
00:19:52: definitiv.
00:19:52: Also Fitnessstudio und regelmäßig Joggen.
00:19:55: Ja, das waren meine Vorbereitungen.
00:19:57: Ich glaube, das erklärt sich ein Stück weit von selbst.
00:19:58: Ich würde eher mal noch gerne über diesen ganzen organisatorischen Teil sprechen und dann auch noch mal über das Equipment.
00:20:04: Der organisatorische Teil, ich kann mir einfach vorstellen, dass da ja schon auch viel dran hängt, allein mit dem Land USA und so weiter irgendwie Visa organisieren, wohin fliege ich, wo ist mein Startpunkt, wie mache ich es mit den Unterkünften, mit der Verpflegung und so weiter.
00:20:18: Also da ist ja echt ... Krass viel zum Durchplanen.
00:20:21: Wie lange kann man sich so eine Planungsperiode vorstellen, bevor du dann wirklich startest?
00:20:25: Also ist natürlich jetzt individuell, ich kann nur von mir sprechen, bei mir hat es jetzt immer zwischen sechs und neun Monate gedauert.
00:20:32: Also ich habe immer angefangen, also der Vorgang war immer gleich, wenn ich das kurz so erzählen darf.
00:20:37: Ich habe immer angefangen mit Videos auf YouTube.
00:20:39: Da habe ich mich inspirieren lassen.
00:20:40: So, dann habe ich mir Bücher besorgt.
00:20:42: Es gibt ja Bücher zu den einzelnen Trails.
00:20:45: Dann habe ich mich im Vorrennen immer mit aktiv eingeklinkt.
00:20:48: Ich habe da Befragen mit gelesen.
00:20:49: Ich habe selber Fragen gestellt, habe Antworten bekommen.
00:20:52: Dann kam als nächstes immer der Flug, also den habe ich immer zuerst gebucht auf strategischer Sicht, weil ich dann gesagt habe, jetzt kann ich nicht mehr zurück.
00:20:59: Wenn
00:20:59: der Flug erstmal steht, dann kann ich jetzt keinen Rückseher machen.
00:21:02: Genau, der Flug.
00:21:03: Und dann ging es eben über automatisch zur Packliste.
00:21:06: Also Equipment, was brauche ich, was muss ich mitnehmen.
00:21:09: Für welche Bundesstaaten brauche ich vielleicht unterschiedliche Ausrüstungen.
00:21:12: Also da, wo viel schnell ist, brauchst du ja natürlich dann Spikes oder jetzt zum Beispiel eine Axt.
00:21:17: Genau.
00:21:18: Und dann stand eigentlich relativ schnell schon immer der Tag vor der Tür, da wo es dann einmal richtig auf den Flughafen ging.
00:21:25: Weil du grad das Equipment schon angesprochen hast, wie ist das jetzt eigentlich?
00:21:27: Du hast ja die unterschiedlichsten Landschaftsformen auf der Strecke.
00:21:31: Man muss sich das immer wieder mal vor Augen führen.
00:21:33: Es sind dreieinhalb bis knapp fünftausend Kilometer auf den unterschiedlichen Trails.
00:21:38: Hast du dann teilweise einfach Equipment auch irgendwo wieder heimgeschickt?
00:21:43: Oder wie kann man sich das vorstellen?
00:21:44: Weil klar, wenn du jetzt auf vielleicht nem ... hundert Kilometer Abschnitt, halt gerade mal ein Eispickl und irgendwie vielleicht dicke Kleidung brauchst und danach bist aber vielleicht irgendwo wieder in einer gemässigten Klimazone, wo es halt im T-Shirt und kurzer Hose läuft, da muss er eigentlich nicht alles mal mitschleppen oder doch.
00:22:00: Genau, also da sich jetzt nichts vergesse, zum einen gibt es diese Angewohnheit, man kann Bounceboxen.
00:22:05: schicken.
00:22:06: Das heißt, ich konnte Sachen vorausschicken.
00:22:09: Also ich habe jetzt nicht in New Mexico angefangen, dass ich die Winterkleidung dabei hatte, sondern die habe ich vorausgeschickt nach Colorado.
00:22:15: Genau das ist das eine.
00:22:16: Und das andere ist, es gibt Hikerboxen.
00:22:17: Das heißt, ja, meistens in Ortschaften oder wo man jetzt automatisch vorbeikommt, in kleinen Communities.
00:22:22: Das sind Ortschaften.
00:22:23: Das heißt, da kann jeder Hiker das reinlegen, was er nicht mehr braucht.
00:22:26: Aber er kann sich auch das nehmen, was er seiner Meinung nach braucht.
00:22:29: Und so habe ich es auch gemacht.
00:22:30: Also bei dem ersten Trail noch nicht, da habe ich tatsächlich damals die Sachen nach Hause geschickt, finde ich, und so.
00:22:35: und dann noch mit Zoll und... Also das lohnt sich von der Summe eigentlich gar nicht.
00:22:39: Genau, und ich hab's dann auch so gemacht, also zum Beispiel Stöcke, die hab ich dann reingelegt in die Hikebox, weil ich bin ja dann immer im Norden angekommen und ich wusste ja, naja, irgendwann brauchen's halt Leute, die nach Süden laufen.
00:22:49: Genau, aber genauso hab ich mir auch was rausgenommen, also das ist so eine Community, die ja geben und nehmen, genau, und das hat so funktioniert.
00:22:56: Kurze Exkursfrage, einfach nur weil's mich gerade interessiert, spielt's eigentlich eine Rolle, ob du von Süd nach Nord läufst oder andersrum?
00:23:01: Also gibt's da eine Vorgabe oder ist es im Prinzip wurscht?
00:23:04: Also es ist ehrlich gesagt wurscht, je nachdem was einem besser liegt.
00:23:08: Für mich ist es einfach persönlich so gewesen, die wollte halt immer, falls ihr von unten nach oben.
00:23:12: Ja, genau.
00:23:14: Aber im Prinzip entscheidet das jeder selber für sich.
00:23:16: Okay, okay.
00:23:17: Also es gibt nicht irgendwie eine Vorgabe, dass du sagst, du kriegst diese Triple Crown-Auszeichnung, nur wenn du jetzt... ... in die Richtung unterwegs warst?
00:23:25: Nee, erstens das nicht.
00:23:26: Und zweitens, es gibt ja auch diese Permets.
00:23:28: Also du musst ja auch so ein Permet beantragen.
00:23:30: Und die sind ja schon limitiert.
00:23:31: Also ich glaube pro Tag, wann das fünfzig durften starten.
00:23:34: Und das sind jetzt auch nicht von, was er sich über vier Monate, jeden Tag, fünfzig, sondern das ist ja schon limitiert, so eine Pyramide.
00:23:41: Da muss man dann schauen, wo man startet.
00:23:43: Aber letzten Endes, wie gesagt, ob du jetzt in Nordläufe oder Süd, das bleibt dir überlassen.
00:23:47: Du musst schauen, dass du diese Startdatum für dich hast.
00:23:50: Die, die jetzt in Norden starten, die starten nicht im April oder Mai, sondern logischerweise später.
00:23:55: Das ist das Einzige, worauf man auch muss, aber ansonsten entscheidet das jeder für sich.
00:23:59: Okay, macht's so.
00:24:00: Okay, dann noch mal kurz schwankt zurück zum Equipment.
00:24:03: Gab's so einen Ausrüstungsgegenstand, wo du sagst, auf den hätte ich niemals verzichten können, also das A und O, das dabei zu haben?
00:24:13: Ja, da muss ich mir mal kurz einen Moment nehmen.
00:24:16: Können vielleicht auch mehrere Artikel sein oder eine Kategorie?
00:24:19: Also ehrlich gesagt, ja, das war mein Honkgelenk, ein Survival-Amband.
00:24:25: Das ist sozusagen die letzte... Ja, die letzte Hilfe, wenn du alles verloren hast, also wenn du Rucksack verloren hast, wenn du Equipment verloren hast, das Survival-Amband, das war eben mit einem Band, was man nutzen kann, um um Äste zusammen zu knopen, um sich in kleinen Scheltern zu bauen.
00:24:40: Es war ein kleines Messer drin, was man ja jederzeit brauchen kann, wenn man was schneiden muss.
00:24:44: Ein Kompass, eine Trillerpfeife.
00:24:47: Ich glaube, ich habe die drei Trillerpfeifen aus dem ganz einfachen Grund.
00:24:50: Also der Mensch kann ja länger um Hilfe pfeifen als um Hilfe rufen.
00:24:54: Richtig, das hatte ich auch irgendwann mal wo aufgefasst.
00:24:58: In Hamburg bei Globetrot hat mir das mal so ein Autor, der mich beraten hatte, der hat mir das gesagt.
00:25:03: Und das fand ich sehr interessant, weil es ja wirklich so ist.
00:25:05: Du kannst ja teilweise tagelang um Hilfe pfeifen, aber du kannst nicht tagelang um Hilfe rufen.
00:25:09: Genau, und ich hatte drei Trillerpfeifen und dann natürlich das eine am Handgelenk, dieses drei in eins, all around, was weiß ich, wenn man das jetzt nennt.
00:25:16: Also Survival anwandt man sich das.
00:25:18: Und das hat mir auch ein sicheres Gefühl gegeben, ich habe es zwar nie benötigt.
00:25:21: Das hat mir einfach ein sicheres Gefühl gegeben, weil ich dachte, wenn du alles verlierst oder im Fluss davon treibst, dann musst du auch einen Rucksack lösen, dass du nicht nach unten gerissen wirst.
00:25:31: Aber du hast immer noch dieses Survival-Amband und das würde dich schon weiterbringen.
00:25:36: Das war so mein Highlight.
00:25:38: Ja, okay, spannend.
00:25:39: Aber was würdest du sagen, kann man die Vorbereitungen irgendwo ranken, dass du sagst, das Allerwichtigste ist?
00:25:47: Die mentale Vorbereitung, dann die körperliche, dann das organisatorische oder ist es einfach ein Zusammenspiel aus allen Komponenten?
00:25:53: Also ich denke, dass das natürlich jeder individuell jetzt beantwortet.
00:25:56: Ich kann jetzt nur für mich sprechen.
00:25:58: Am wichtigsten ist immer die Vorbereitung.
00:26:00: Wenn die Vorbereitung schon nicht stimmt, dann läuft es ja schon gefordert, dass du zumindest den ersten Hundert Kilometer abbrechen musst, weil dir irgendwas fehlt, was essentiell ist.
00:26:08: Also die Vorbereitung und dann als nächstes... Ja, das alles zu buchen, also wirklich konkret zu buchen und zu sagen, okay, ich nehme jetzt den und den Tag, ich mache das und das und da starte ich.
00:26:19: Das ist der nächste Punkt.
00:26:21: Ja und so, ich sage jetzt mal, was Ernährung angeht oder jetzt vielleicht auch ein paar Kleinigkeiten beim Equipment, die kann man auch vor Ort kaufen.
00:26:28: Also so ist jetzt nicht.
00:26:29: Aber Vorbereitung ist das auch nur für mich definitiv.
00:26:33: Lass uns mal einen kurzen Sprung in deine Vergangenheit machen, weil jetzt haben wir schon hier und da was über die Trails gehört und das, was du gemacht hast und werden auch gleich noch mal über die einzelnen Trails sprechen.
00:26:41: Aber davor ist es, glaube ich, wichtig, dieses Kapitel einmal aufzumachen.
00:26:44: Wir haben es im Intro schon gehört und du hast es auch schon angesprochen.
00:26:46: Du hattest mit vierzehn, dann die Diagnose, dass du fast Tennis bei großen Hürntumor hast.
00:26:53: Nimm uns einfach mal kurz mit in diese Zeit, wie kam das überhaupt auf das Thema?
00:26:57: Warst du vorher komplett gesund und es kam für dich alles überraschend?
00:27:01: Erzähl mal ein bisschen.
00:27:02: Okay, also ja damals war es halt so, ich war vierzehn, ich war wie gesagt Hochleistungssportler und es ist natürlich schon aufgefallen bei den Ergebnissen.
00:27:10: Ich bin immer schlechter geworden.
00:27:12: Ich konnte auch nicht mehr das Maximum aus meinem Körper rausholen.
00:27:14: Also das war ein schleichender Prozess.
00:27:16: Ich würde jetzt mal sagen über ein Jahr, zwei Jahre.
00:27:19: Dann kamen natürlich auch die schulischen Leistungen, die immer weiter in den Boden fielen, weil ich einfach, ich habe gelernt, gelernt, gelernt, aber es blieb halt nichts hängen und ich konnte auch bei den Prüfungen dann nicht mehr abliefern.
00:27:29: Ja, dann ganz konkret war halt das Jahr zwei tausend fünf, da wo ich dann auch gestürzt bin, also beim Aufwärmen, das war sehr auffällig untypisch ist für den Sportler.
00:27:37: Ich konnte meine Beine nicht mehr kontrollieren.
00:27:39: oder bei Wettkämpfen bin ich auch gestürzt, einfach weil ich die Kontrolle verloren hatte über die Beine.
00:27:44: Also einfach
00:27:44: kognitiv.
00:27:45: Richtig, genau, exakt.
00:27:48: Und dann wurde es halt wirklich monatweise, wochenweise immer extremer.
00:27:51: Das ging dann irgendwann so weit, dass ich beim normalen Schulweg gestürzt bin.
00:27:55: Ich hatte auch Schwierigkeiten da wieder hochzukommen.
00:27:57: Ich hatte Einschränkungen im Gesichtsfeld.
00:28:00: Also der Hirntumor ist auf der linken Seite.
00:28:02: Und die linke Gehirnhälfte ist ja für die rechte Körperside zuständig.
00:28:06: Also ich hatte dann eben im rechten Arm Schwierigkeiten, den zu heben.
00:28:11: Das rechte Bein war immer unkontrollierbarer.
00:28:14: Kurzer Gedächtnis war, um das mal zu sagen, eine Katastrophe.
00:28:20: Als das immer extremer wurde, war ich auf fünf Monate lang in ärztlicher Behandlung.
00:28:27: Wieso?
00:28:28: Fünf Monate lang kein MRT angefertigt wurde im Passau, das kann ich mir heute nicht nachvollziehen, weil in den Rheingsprug, wo ich operiert wurde in der Uniklinik, haben die das sehr bestätigt, die Symptome.
00:28:37: Das sind ganz klar entweder Epilepsie, Hirntumor oder noch eine dritte Sache, die weiß ich jetzt gerade nicht mehr.
00:28:43: Also wie man mich fünf Monate mit diesem Anzeichen und Symptomen behandeln kann, ohne einen MRT anzuordnen, das ist für mich nicht nachvollziehbar.
00:28:51: Letzten Endes habe ich mein Leben, meine Mutter zu verdanken, weil die dann im Klinikum ... auf den Tisch gehaut hat und gesagt hat, jetzt macht ein MRT, wir warten das nicht mehr länger, jetzt wird das MRT gemacht und das ist dann auch passiert.
00:29:01: Also ohne meine Mutter wüsste ich jetzt nicht, wie das ausgegangen wäre.
00:29:06: Und da wurde dann quasi die Diagnose gestellt.
00:29:09: Wie nimmt man sowas auf?
00:29:10: Vor allem irgendwo jetzt in der Teenie-Zeit?
00:29:13: Ich meine klar, du wirst ja selber wahrscheinlich vom Körper ja auch schon gemerkt haben, dass irgendwas nicht passt, aber wenn man es dann irgendwann mal schwarz auf weiß hat, dann ist es wahrscheinlich schon erst mal ein Schlag ins Gesicht, oder?
00:29:22: Genau.
00:29:23: also du hast recht, Jan.
00:29:23: Ich habe natürlich schon gemerkt, dass was nicht mit mir stimmt.
00:29:26: Ich wusste halt nur nicht was.
00:29:27: Und na ja, als die Diagnose kam, natürlich ist es im ersten Moment ein Schlag ins Gesicht, aber aufgrund dessen, das ist so eine lange Phase der Ungewissheit und Unsicherheit war, war ich einfach froh, dass ich jetzt eine Diagnose hatte.
00:29:40: Ich war froh, dass die was gefunden hatten.
00:29:42: Ich war froh, dass das geklärt ist, was es ist.
00:29:45: Und ja, ich war auch irgendwo dann optimistisch.
00:29:47: Ich bin ein kürzester Zeit.
00:29:48: Also natürlich für meine Eltern nicht noch falsiver.
00:29:51: Ich meine, ich habe im Rettungsmorgen gesessen Richtung Regensburg, Blaulicht, Sonderfahrt und habe gestrahlt.
00:29:57: Da sagt der, der eigentlich ist, der komplett bescheuert.
00:29:59: Aber ich war halt wirklich, wie gesagt, ich war einfach froh.
00:30:01: Okay, da ist jetzt was.
00:30:02: Wie wissen was ist, wie wissen was gemacht werden muss.
00:30:05: Und in letzter Instanz natürlich über vierzehn.
00:30:08: Ich denke mal, ich war mit der Risiken nicht wirklich bewusst.
00:30:11: Also ich kannte das ja immer nur aus Film.
00:30:13: Ja, hier in Tumor.
00:30:15: Oh, Hilfe, Schlimm, Tod und was für sich.
00:30:17: Aber ich hatte ja keinen wirklichen Bezug dazu oder keine Berührungspunkte.
00:30:22: Und ja, ich war dann einfach froh, dass was gefunden wurde und dass ich jetzt nach Regensburg kam.
00:30:27: Da wurde gleich alles eingeleitet und ja.
00:30:31: Und dann gab es eine OP, die auch ziemlich lange gedauert hat, wenn ich das in den Recherchen nachvollziehen konnte.
00:30:37: Da ist zum Glück dann alles gut gegangen, aber auch so.
00:30:38: was hat er eigentlich extreme Risiken, oder?
00:30:41: Ja, ich bin da ein bisschen Struktur reinzubekommen.
00:30:43: Also zum einen saß der Tumor ja vom Opfluss vom Hirnwasser.
00:30:46: Okay.
00:30:46: Das heißt ich hatte ja schon einen Druck von dreißig Bau.
00:30:48: Ein gesunder Mensch hat zehn Bau.
00:30:50: Also dass man das mal ein bisschen einordnen kann.
00:30:52: Okay, krass.
00:30:53: Genau.
00:30:53: Also da hätte jetzt nicht mehr viel gefehlt und wir haben uns natürlich erkundigt, was die Folgen gewesen wären.
00:30:57: Also der Tumor hätte dann das Kleinhirn nach hinten geschoben.
00:31:01: Da wären halt nach und nach alle Körperfunktionen ausgefallen.
00:31:04: Also es wäre ein sehr elender Tog gewesen.
00:31:06: Genau.
00:31:07: Ich kann mir dann, wie gesagt, vom Passau direkt mit dem Krankenwagen, Rettungswagen, einmal nach Regensburg.
00:31:12: Die haben gleich eine Drainage gelegt, dass das Hirnwasser abfließen kann.
00:31:15: Da kam ja, glaube ich, mehrere Liter raus.
00:31:17: Also völlig verrückt, wo das eigentlich alles Platz hat.
00:31:20: Weil das Hirn ist ja jetzt kein elastischer Muskel oder irgendwas, sondern das ist ja ein Knochen geschlossen.
00:31:26: Ja, anyway, ich muss auch ehrlich sagen, ich bin bis heute noch völlig neben der Spur, dass ich das so überlebt habe.
00:31:31: Ich meine, ich sitze jetzt hier in meinem Podcast mit dir und eigentlich müsste ich ja, glaube ich, etwas, was sich schwerst Pflegefall geworden sein.
00:31:37: Also, ja.
00:31:39: Ja, aber wie gesagt, in Rengsburg, also dann, nachdem das mit dem Hirnwasser geklärt war, folgte auch die große OP, genau, das waren noch in Stunden ungefähr.
00:31:47: Ja, die haben sich halt auch durchgearbeitet, ist ja auch ein Prozess.
00:31:51: Da waren auch mehrere der Teams beteiligt.
00:31:53: Aber uns ist natürlich auch ein Stein vom Herzen gefallen, als es dann hieß, der ist gutartig.
00:31:58: Vollgeschehen, ganz klar, sind natürlich geblieben.
00:32:00: Aber ich denke mal, jeder, der vielleicht Kontakt oder Berührung mit dem Thema Krebs hat, der kann das schon noch verstehen.
00:32:07: Also, wenn der zumindest schon mal gutartig ist, ist schon mal die Hälfte gewonnen.
00:32:11: Und so war es ja auch bei mir.
00:32:12: Ich musste natürlich nach der OP wieder lernen, zu laufen.
00:32:15: Ich hatte Einschränkungen im rechten Bein, auch im rechten Arm natürlich.
00:32:21: Gleichgewicht halten.
00:32:23: Natürlich muss ich alles lernen, aber ich sag rückblickend betrachtet.
00:32:26: Für die Diagnose von damals, sag ich, es ist echt gut gegangen und da bin ich auch echt froh.
00:32:32: Schon krass.
00:32:32: Ich muss sagen, das setzt einfach all das, was dann auch danach kam.
00:32:36: Noch mal einen deutlich anderen Kontext.
00:32:39: Was ich mich gefragt habe, wie war der Sprung von Diagnose, dann die ganzen medizinischen Maßnahmen, die gefolgt sind, hinzu ... Ich mach jetzt den Fernwanderweg.
00:32:49: Da ist ja schon so ein bisschen was dazwischen.
00:32:50: Also gab's da dann irgendwann einfach den Punkt, wo du gesagt hast, okay, ab jetzt veränder ich mein Leben einfach radikal.
00:32:56: Und dann war das die Folge oder wie kam das zustande?
00:32:59: Also schön, dass du es ansprichst.
00:33:01: Ich weiß nicht, wie viele Menschen mir zustimmen werden.
00:33:03: Aber der Vorteil für mich war damals, als ich nach Hamburg gegangen bin.
00:33:06: Weil in Hamburg oder in jeder Großstadt siehst du einfach die Extreme so nah wie sonst nirgendwo.
00:33:11: Auf der einen Seite der Teil, der halt ein entspanntes Leben hat.
00:33:15: Ja, die, die halt einfach wirklich tagsüber, keine Ahnung, in irgendwelchen Cafés sitzen.
00:33:19: Und man sieht das ja schon, also einfach ein entspanntes Leben haben.
00:33:22: Und der andere Teil, der hat wirklich Ackermuss.
00:33:25: Und ich hab mir halt immer so gesagt, okay, ich hab das jetzt überlebt, das kann ja jetzt nicht sein, dass ich jetzt vierzig Jahre in einen Job mache.
00:33:31: Und so tut alles in Ordnung, um mich in diesem System einordne.
00:33:35: Das war ja ein Prozess über Jahre und ich meine, ich erzähle das jetzt so locker flogge ich aber... Das war ja wirklich täglich, wöchentlich, monatlich, über Jahre.
00:33:42: Ich hab mich immer damit auseinandergesetzt.
00:33:44: Okay, da muss doch noch mehr sein.
00:33:45: Da muss doch irgendwie noch mehr sein, außer eben dieses, wie wir ja alle das vorgelebt bekommen, Schule, Ausbildung, Studium vielleicht, dann eben arbeiten, vierzig Jahre irgendwie bei einem Arbeitgeber.
00:33:57: Und dann geht man ins Pflegeheim und wartet im Prinzip, bis der Sensemann vor der Tür steht.
00:34:01: So, das war ein Prozess über Jahre und ja, ich weiß gar nicht mehr, wie.
00:34:05: Ich kam irgendwann mal auf dieses Australien.
00:34:09: Ja, da habe ich mich dann dahinter geklemmt und ich wollte das einfach haben, weil ich mir so dachte, na ja gut, ich habe zwar diesen Hirntumor, aber ich kann ja genauso ein schönes Auslandsjahr haben, jetzt wie vielleicht gesunde Kinder, voll Jugendliche.
00:34:20: Genau, das habe ich dann einfach gemacht.
00:34:21: Das war für mich so das Startschuss eigentlich von allem, was dann auch folgte.
00:34:25: Genau, und als ich wieder zurück war, habe ich mich halt auch wieder mit auseinandergesetzt.
00:34:28: Na ja gut, was machst du jetzt?
00:34:30: Suchst du jetzt wieder einen Job?
00:34:31: Habe ich natürlich gemacht, aber... Nach kurzer Zeit stand natürlich fest, gut, machst du den jetzt, dreißig, vierzig Jahre?
00:34:37: Oder wie geht es jetzt weiter?
00:34:38: Ja, und dann habe ich natürlich immer Augen und Ohren offen gehalten und bin dann irgendwann eben auf diesen passive Crest shell gestoßen, eben durch den Film und das Buch, Wild.
00:34:47: Ja, und ich war halt immer ein Mensch, also ich habe immer Augen und Ohren offen gehalten.
00:34:51: Ich habe mein Umfeld immer anders wahrgenommen, das sehe ich ja auch heute, wenn ich zum Beispiel in der U-Bahn sitze.
00:34:55: Neunzig Prozent der Leute haben das Map von in der Hand, die nehmen mir überhaupt nicht wahr, was links und rechts abgeht.
00:35:00: Und ich war halt immer einer, ich habe... Ich hab immer mein Umfeld angeschaut, ich hab mir immer Fragen gestellt.
00:35:05: Ich hab mich da miteinander gesetzt, okay, will ich das leben?
00:35:08: Ne, will ich nicht.
00:35:08: Gut, was muss ich da machen?
00:35:10: Und so kann man eins zum anderen.
00:35:11: Deswegen sitz ich heute hier und hab das Tripple.
00:35:14: Und freu mich natürlich auch über alles, was noch folgt.
00:35:17: Das ist ja jetzt noch nicht das Ende.
00:35:19: Wie alt bist du jetzt?
00:35:20: Ich bin jetzt aktuell thirty- vier, genau.
00:35:22: Weil es ist ja eigentlich super schön, diese Erkenntnis trotzdem jetzt schon in dem Alter zu haben.
00:35:27: Weil man könnte eigentlich auch jetzt meinen ... wenn man dir zuhört und man hat jetzt nicht unbedingt ein Bild vor dir, dann könnte man ja auch meinen, naja, okay, weiß ich, bist du halt irgendwie schon etwas älter der Generation, hast irgendwie viel deflektieren können und hast jetzt diese Erkenntnis.
00:35:41: Aber jetzt kann man ja wirklich sagen, hey, super, du hast ja wirklich ein Großteil an des Lebens auch noch vor dir und hast diese Erkenntnis schon mal gehabt, sehr perfekt.
00:35:48: Ja, da muss ich aber auch ganz klar hinzufügen, also ohne diese Diagnose, ohne diese Phase und ohne diesen Hirntumor, wäre ich ja nie zu dieser Erkenntnis gekommen.
00:35:57: Also natürlich ist Krebs erstmal was, keine Ahnung, Negatives und jeder hat Angst.
00:36:02: und hatte ich auch keine Frage, aber ich bin heute mit vierunddreißig wirklich an dem Punkt, dass ich sage, Gott sei Dank habe ich die Diagnose bekommen, weil ich mir hundertprozentig sicher bin, ohne diesen Tumor wäre mein Leben so verlaufen wie leider bei den meisten Menschen.
00:36:15: Also so dieses Vorgefertigte, ja?
00:36:18: Schule, Studium, Ausbildung, Arbeit, Pflegeheim, Tod.
00:36:22: So jetzt mal die Kurzform.
00:36:23: Und dazwischen ist auch ganz viel Lehre.
00:36:25: Ja, und die versuchen halt irgendwie alle irgendwie mit auch Konsum zu füllen.
00:36:29: Aber ich muss wirklich sagen, zusammenfassend, ich bin froh, dass ich diesen Tumor bekommen habe, weil... Ohne diesen Tumor wär ich nie diesen Weg gegangen.
00:36:37: Und ich hätt mich auch nie mit solchen Fragen so intensiver auseinandergesetzt.
00:36:40: Ganz klar.
00:36:41: Ja, glaub ich dir.
00:36:42: Aber Chapeau, dass du da jetzt stehst, wo du stehst, ich glaube, da gehört trotzdem einfach sehr, sehr viel Selbstreflexion dazu.
00:36:49: Ja, würdest du noch was ergänzen?
00:36:50: Ja, wenn ihr noch kurz rein-crashing.
00:36:51: Ja, klar, voll.
00:36:52: Also,
00:36:52: es soll jetzt nicht so aussehen, als wäre irgendwie nach dem Tumor mein Leben ein einziges High-Life gewesen.
00:36:57: Also, ich hab natürlich noch Phasen gehabt.
00:36:59: Möchte ich jetzt nicht zu sehr in die Tiefe gehen, aber es war nicht einfach.
00:37:03: Also, natürlich ... immer wieder nach dem Trail arbeitslos und dann wieder einen neuen Job suchen oder davor diesen Mut zu haben.
00:37:09: Ja gut, ich weiß nicht was danach kommt, wie es weitergeht.
00:37:12: Da gehört natürlich viel Mut und Courage dazu und das war nicht einfach, aber ich kann heute wirklich sagen, es hat sich gelohnt.
00:37:18: Da kann ich natürlich auch Menschen da draußen, vor allem jungen Menschen den Tipp geben, einfach mal mutig sein.
00:37:24: Man muss nicht immer wissen, was folgt oder wie es weitergeht.
00:37:26: Das ist überhaupt nicht wichtig.
00:37:28: Einfach mal mutig sein, das machen, was man wirklich machen will und der Rest der Komponente allein ist.
00:37:32: Es werden sich Wege und Lösungen automatisch zeigen.
00:37:35: Also das ist ja bei mir auch.
00:37:38: Es hat sich ja jetzt auch alles gezeigt, also das mit den Trippel oder was jetzt danach noch folgt.
00:37:42: Jetzt habe ich wieder neue Ziele auf die Hinarbeite.
00:37:44: Wie gesagt, es kommen automatische Lösungen einfach Vertrauen darauf, dass alles gut wird.
00:37:49: Und ja, nicht so viel immer negativ denken.
00:37:52: Das ist nicht gesund und nicht förderlich.
00:37:55: Ich wollte es echt zum Schluss ansprechen, aber dann, weil wir es gerade davon hatten, gar kein Problem.
00:37:58: Was steht denn so an?
00:37:59: Was hast du für neue Pläne?
00:38:00: Kannst du schon was verraten?
00:38:02: Ja, klar logisch, aber kann ich ja offen darüber reden.
00:38:04: Also ich habe natürlich der Klima in Charo angelächelt.
00:38:07: Dann natürlich der Aruaki in Neuseeland.
00:38:09: Ich war ja in Australien, nach Neuseeland habe ich es leider nicht mehr geschafft, aber der hat mich natürlich auch angelacht.
00:38:15: Der Moblo, der ist allerdings eine andere Nummer, den möchte ich mir ein bisschen versperrt aufheben.
00:38:19: Was haben wir noch?
00:38:20: Ah, so in Japan, der Manfuchi.
00:38:22: Also ich habe da schon noch Ziele oder auch in Amerika.
00:38:25: Jetzt beim letzten Trail bin ich darauf gestoßen.
00:38:27: Es gibt diesen Trans-America Bicycle Trail.
00:38:30: Einmal von der Ostküste zu Westküste oder Westküste zu Ostküste.
00:38:33: Das habe ich noch nie von gehört.
00:38:35: ist einzig und allein durch Zufall entstanden, dass ich da in Amerika von gehört hab.
00:38:39: Und ja, also da kommt noch einiges.
00:38:41: Wie gesagt, ich bin vierunddreißig.
00:38:42: Das war noch nicht das Ende.
00:38:44: Ja, sehr, sehr cool.
00:38:45: Dann lass uns noch mal ganz kurz zurückspringen zu den Trails, weil ich würde gern einfach allen Zuhörende noch mal ein bisschen Einblick geben in die einzelnen Trails, weil man spricht jetzt über den Triple Crown-Hike und quasi die Trail-Namen.
00:38:56: Aber fangen wir mal bei einem ersten an, beim Pacific Crest-Trail.
00:39:00: Wie würdest du jemanden, der noch nie davon gehört hat, den Trail beschreiben?
00:39:03: Also wie ist die Charakteristik?
00:39:04: Vielleicht auch wo es Start und Endpunkt gewesen, dass du da nochmal ein bisschen Einblick gibst?
00:39:09: Ja, klar, gerne.
00:39:10: Also zunächst einmal startet das Ganze natürlich an der Grenze zu Mexiko im Süden.
00:39:16: Ich bin damals nach San Diego geflogen.
00:39:18: Dann zum damaligen Zeitpunkt gab es noch einen Host, also einen Trailangel, der heißt Barney Munn.
00:39:24: Der hat den Trail nochmal scoutt und der hat jeden von San Diego bei sich zu Hause aufgenommen.
00:39:29: Ja, krass.
00:39:30: Absolut.
00:39:30: Wir hatten eine Community.
00:39:32: Jede ist dort angekommen.
00:39:33: Ich glaube, wir waren zum Zeitpunkt, wo ich dort war, gefühlt vierzig-fünfzig Leute.
00:39:36: Die einen haben im Haus geschlafen, auf dem Boden, die anderen im Garten.
00:39:39: Alle bei ihm?
00:39:40: Ja, ja.
00:39:41: Ich weiss nicht, wie viel Hundert oder sogar schon Tausende von Menschen, der da aufgenommen hat.
00:39:45: Ich meine, die sind jetzt umgezogen nach an die Ostküste zu seinen Kindern, aber ist jetzt egal.
00:39:50: Zu meinem Zeitpunkt hat es das noch gegeben.
00:39:52: Das war wirklich der Hammer und da hatte ich auf den Franzosen kennengelernt, den Bernard.
00:39:56: Genau, und hat sich eins mit dem anderen irgendwie gefügt.
00:39:59: Der Franzose, der hat ja auch schon hier in Frankreich die Pirinäen bandertechnisch unterwegs.
00:40:04: Dann ist er schon Triathlon gefahren und zählige.
00:40:07: Er hat den Iron Man auf Hawaii gemacht, was ja uns einer der härtesten Bewerber der Welt gilt.
00:40:12: Ja, und da hat sich das einfach ergeben.
00:40:14: Wir haben dann so eine Symbiose gehabt, wir haben super verstanden und dann haben wir auch achtzig Prozent ungefähr zusammengewandert.
00:40:19: Zur Landschaft und umgebung an sich, klar Kalifornien, der Süden, der war Wüsten, Landschaft, es war sehr heiß, Wasserknappheit, umso weiter nördlich wir gekommen sind, hat das natürlich abgenommen, muss ich sagen.
00:40:32: Der Norden von Kalifornien, der wurde dann schön grün.
00:40:35: Wir sind dann auch richtig schön im Frühling reingewandert und im Sommer, also richtig tolle Vegetation.
00:40:41: Oregon war sehr flach, also wer einfach mal ein bisschen wandern möchte und sich nicht zu sehr anstrengen möchte, einfach mal nach Oregon fliegen, einmal durchwandern, gar kein Problem.
00:40:51: Also das war wirklich flach, das könnte man weiß ich nicht, vielleicht auch in zehn Tagen schaffen.
00:40:55: Ist jetzt egal, aber das ist wirklich vielleicht auch was für Anfänger, das ist echt gut geeignet, der Abschnitt in Oregon genau.
00:41:02: Und Washington, klar, es gab da wieder die Kaskadenkette.
00:41:05: Also das war dann schon auch wieder anspruchsvoll, sehr felsig, steinig.
00:41:08: Es ging auch wieder in die Höhe, also ordentliche Höhenlage hatten wir, Schnee war mit dabei, logisch.
00:41:14: Und ja, der Endpunkt war halt dann natürlich in Kanada.
00:41:18: Ich weiß das ja heute noch.
00:41:19: Also dieses Monument, man hat ja im Süden das Monument und im Norden, also die beiden Start- und Endpunkte.
00:41:26: Und ja, ich bin halt da auch dann durch den Wald gewonnen und gewonnen und man schaut immer auf den Boden, ne, wegen den Steinen oder Wurzeln.
00:41:33: Ja, dann geh ich so, dann geh ich so, plötzlich steht das Monument vor mir und hab' ich mir damals so gedacht, hä?
00:41:37: Ist jetzt echt schon vorbei?
00:41:38: Ist jetzt echt schon der Troll vorbei?
00:41:40: Scheiße!
00:41:41: Also es gäbe dann auf den Great, keine Ahnung wie der hieß, der gibt bis nach Kanada weiter, was weiß ich nochmal, hier ein paar hundert Kilometer.
00:41:48: Aber ja, ich dachte mir dann nicht so, wow, okay, jetzt ist es echt vorbei, krass.
00:41:53: Ja und auf dieser ganzen Reise natürlich, ich hab unzählige Tiere, also die heftigste Begegnung war natürlich ein Berglühwe in Washington.
00:42:01: Ich kann mich auch deswegen an die Kilometer-Saal erinnern, weil es halt einfach eine gerade war, zwei tausend zweihundert Meilen.
00:42:07: Und das war genau der Punkt, einfach davor hatte ich mich von diesem Bernard getrennt, also der musste zurück nach Frankreich, angeblich zu Airfrost.
00:42:13: Ob das jetzt motivationstechnisch der Grund war oder jetzt wirklich die Airfrost, das weiß ich nicht, ist auch egal.
00:42:20: Auf jeden Fall, als ich dann weiter bin, ja, bin ich halt wieder so gewandert.
00:42:23: Und ich schau wieder so auf den Boden wegen Steine, Wurzeln oder was so eine leichte Anhöhe, die gingen da so links rüber.
00:42:29: Ja, und dann... Schau ich so, also ich habe es ja erst gar nicht wahrgenommen.
00:42:33: Das war es ideal, das im Bruchteilen von der Sekunde.
00:42:35: Und ich schau und dann habe ich gemerkt, hey, das stimmt doch jetzt nicht.
00:42:38: Und dann schau ich.
00:42:40: Und dann ist es auch wieder im Bruchteilen von der Sekunde, ich schieß mir durch den Kopf, hey, das ist jetzt kein Rind, das ist kein Reh, das ist kein Hirsch, das ist kein Bär.
00:42:48: nehmt, Bär ist auch nicht, aber wenn ich es gerne hätte, was ist das denn?
00:42:52: Ja, und dann drehte sich also der Stand... im Hinterteil zu mir und dann hat er sich so langsam umgedreht und stand wie so ging über.
00:42:58: Also das ist ja alles im Bruchteil von der Sekunde abgelaufen.
00:43:00: Da gab es ein Stairdown.
00:43:02: Ja, also wir hatten dann face to face Glickkontakt und ich war ja wie für Steiner, selbst wenn der mich angegriffen hätte, keine Ahnung, ich konnte überhaupt nichts.
00:43:10: Ich war ja fix und fertig.
00:43:12: Ja, aber es ist friedlich verlaufen, wir hatten einfach Glickkontakt.
00:43:15: Und ich werde das auch nie vergessen und aus dem Kopf bekommen.
00:43:17: Dieses dominante, überlegende, der war ja nicht aggressiv, aber der hat einfach den Gesichtsausdruck gehabt.
00:43:22: Er ist hier Chef und was mache ich hier eigentlich?
00:43:25: Ja, ist ja auch so.
00:43:26: Ist auch so.
00:43:28: Aber das war echt mega.
00:43:29: Ich habe mich danach erst mal erholen müssen.
00:43:31: Ich habe ein paar Minuten für mich gebraucht und auch damals ich langsam wieder losgelaufen bin, habe ich Gefühl, alle zehn Meter hier zurück geschaut.
00:43:38: Also ich war erst mal fix und fertig.
00:43:40: Aber das war das Highlight auf dem PCT.
00:43:42: Ja, glaube ich kann mir auch vorstellen.
00:43:43: Vor allem in dem Moment, wenn man dann auch da und auch sogar alleine ist und es mit niemandem gerade irgendwie teilen kann.
00:43:48: Das ist jetzt nicht so, dass du irgendwie sagst, voll krass oder dann fängst du an darüber zu reden, sondern du musst es ja irgendwie erst mal mit dir alleine ausmachen.
00:43:54: Ja, das ist wirklich der Punkt.
00:43:55: Also es musste offensichtlich so sein, die ganze Zeit, wo ich mit ihm gewandert bin, nix.
00:44:00: Und dann genau ein Tag später steht das Ding vor mir.
00:44:02: Also keine Ahnung, das war ja irgendein Zeichen von oben, ich weiß es nicht.
00:44:05: Ja,
00:44:05: wow.
00:44:06: Also,
00:44:06: ja.
00:44:06: Gute Erfahrung.
00:44:07: Lass uns mal auf dem CDT, also Continental Divider Trail springen.
00:44:12: Das ist ja eigentlich so der längste und anspruchsvollste, oder?
00:44:15: Ja, absolut.
00:44:16: Also kann ich bestätigen, ja.
00:44:17: Einfach von den Gegebenheiten in der Nähe oder was macht Ihnen so anspruchsvolle verschiedene Wetterlagen?
00:44:23: Also natürlich, zu meinen die Distanze ist ja der längste, das ist ganz klar.
00:44:27: Aber natürlich auch Colorado, also die ganzen Höhenmeter, was wir in Colorado gemacht haben oder was ich in Colorado gemacht habe.
00:44:34: Dann plus diese schwierige Situation mit den Schneefeldern, da kommst du ja kaum voran, vor allem ab nach zwölf Uhr nicht, weil der Schnee schmilzt.
00:44:43: Ja, dann hat man noch Grape Bay Seen in Wyoming, das ist ja ungefähr so wie Büste, also extreme Hitze wieder.
00:44:51: Oder im Süden noch, in Mexiko war ja auch Rüste, extreme Hitze.
00:44:55: Du hast schon recht, diese Vegetation, diese unterschiedliche einfach.
00:44:58: Das musst erstmal echt mit klar kommen.
00:45:00: Dann natürlich auch die Verpflegung.
00:45:03: Aufgrund der Distanz von diesen ganzen Verpflegungsmöglichkeiten hast du ja dann nicht jetzt alle zwei, drei Tage die Möglichkeit, wie auch im Appalachian Trail, einfach mal jetzt irgendwo in die Ortschaft zu gehen und die Proviant zu kaufen.
00:45:13: Sondern du musst halt da wirklich planen.
00:45:15: Und wenn etwas dazwischen kommt, dann brauchst du auch ein Backup, weil wenn du dich jetzt verletzt oder langsamer wandst, wie ein Colorado war, wie ein Schnee, dann musst du ja ganz anders planen.
00:45:23: Ja.
00:45:23: Also ich hab dir ja dann auch zwei, drei Tage Backup mit dabei.
00:45:26: Oder jetzt, wie es in Mexiko war, hier literweise Wasser mit mir rumgeschleppt, war ja gar nicht geplant.
00:45:30: Wie
00:45:31: viel Gewicht hast du immer so dabei gehabt im Schnitt, kannst du sagen?
00:45:33: Also im
00:45:33: Schnitt, ich glaub, das ohne Nahrungsmittel war aber über fünfzehn Kilo.
00:45:37: Mitnahrungsmittel dann bei siebzehn, je nachdem, achtzehn Kilo.
00:45:40: Ja, und dann noch das ganze Wasser in New Mexico.
00:45:42: Also ich glaube, zur Spitzenzeit hat das schon neunzehn Kilo auf dem Röhn.
00:45:45: Definitiv.
00:45:46: Wow.
00:45:46: Ja.
00:45:47: Schon viel.
00:45:48: Ja.
00:45:49: Okay.
00:45:50: Und Appalachian Trail ist vom Strecken Höhenmeterverhältnisse eigentlich so der steilste, oder?
00:45:54: Also eigentlich die kürzeste Strecke.
00:45:56: Aber wenn ich es richtig recherchiert habe, die meisten Höhenmeter.
00:45:59: Genau, ich will jetzt auch nichts Falsches sagen.
00:46:01: Also wenn du das recherchierst hast, ja, dann ist das so.
00:46:03: Wie
00:46:05: war's von deiner Wahrnehmung her?
00:46:06: Also hat das das Gefühl, du bist da am meisten steil bergauf?
00:46:09: Puh.
00:46:11: Also ganz ehrlich, bei meiner individuellen Wahrnehmung, nein, natürlich
00:46:14: nicht.
00:46:14: Das ist ja der in der Ausküste, ne?
00:46:16: Das ist der an der Ausküste, genau, richtig.
00:46:18: Der durchs Appellachen gebierige Bergkette geht, genau.
00:46:20: Bei dem war einfach der Punkt.
00:46:21: jetzt für mich.
00:46:24: Ich will das jetzt nicht runterspielen, aber aufgrund von dessen, dass ich eben die PCT hatte mit fourtausend zweihundertsevente und wusste, dass der CDT fünftausend hat, war das für mich mehr so ein Job.
00:46:33: Also das muss jetzt gemacht werden.
00:46:35: Aber ich könnte zum heutigen Zeitpunkt nicht sagen, dass ich da Phasen hatte, die irgendwie aussichtslos gewesen wären oder auswichslos.
00:46:41: Klar, das eine stimmt natürlich mit den Höhenmetern.
00:46:45: Und was mich auch verwundert hatte, dass da diese Abschlussquote so gering ist.
00:46:48: Also geringer als beim PCT.
00:46:50: Wobei ich eigentlich dachte, der ist ja kürzer.
00:46:52: Also eigentlich müssen die Leute doch da viel eher ankommen Norden.
00:46:55: Aber es scheint wohl echt, dieser Punkt zu sein mit diesen Höhenmetern.
00:46:58: Und es gab ja auch so einen Abschnitt, der hieß ironischerweise Rollercoaster.
00:47:02: Da geht es ja nur hoch und runter, hoch und runter.
00:47:05: Und du denkst ja ja echt irgendwann nur noch... Also, wann geht's mal wieder normal weiter?
00:47:09: Also, ich denke in der Summe, klar, ist da schon eine anspruchsvolle Geschichte, aber von allen drei muss ich sagen, war der A-Tie für mich der Einfachste.
00:47:16: Ja,
00:47:16: okay.
00:47:18: Ja, spannend.
00:47:19: Wie läuft's?
00:47:19: Ich hab mir im Übernachten.
00:47:20: Du hast ja wahrscheinlich schon noch ein Zelt dabei, schläfst viel draußen, aber nicht nur, oder?
00:47:25: Exakt, also ich hab, beziehungsweise jeder hat dann ein Zelt mit dabei, ISUM hat er je nachdem.
00:47:30: Zu, ja, siebzig, achtzig Prozent hab ich natürlich draußen geschlafen in Wildnis.
00:47:35: Aber es gibt natürlich auch die Möglichkeiten dann bei Ortschaften.
00:47:38: oder es gibt in Amerika dieses K.O.A.
00:47:40: Camp of America, das sind so Campingplätze, die sind sehr weit verbreitet.
00:47:44: Da kannst du halt duschen, Wäsche waschen und das Ganze für dreißig Dollar.
00:47:49: Also sehr günstig im Vergleich zu Hotels.
00:47:51: Und du musst ja auch regelmäßig jetzt in der Ortschaft und du musst dich ja duschen.
00:47:56: Also zumindest für mich war das wichtig, weil das ist ja auch wichtig für die Motivation.
00:48:00: Also, dass du hin und wieder eine Dusche hast, dass du hin und wieder auch mal Wäsche waschen kannst.
00:48:04: Und nicht der herkommst wie... Ja.
00:48:08: Also, genau.
00:48:09: Das war halt der Punkt.
00:48:10: Und das war um AT definitiv gegeben.
00:48:12: Das konnte es dem Prinzip alle drei Tage im Schnitt.
00:48:14: Mhm.
00:48:15: Wie viele Paar Schuhe bist du durchgelaufen?
00:48:17: Weil ich muss dazusagen, deswegen kommt die Frage.
00:48:19: Ich hab mir angeschaut, wer gerade die FKT, also die Fastest No Time, für diese Triple Crown hält.
00:48:25: Das ist tatsächlich auch ein Ami, der das in einem Kalenderjahr gemacht hat.
00:48:29: Ich glaub, für alle drei Trails irgendwie zweihundert, dreißig Tage gebraucht oder so.
00:48:33: Völlig krank.
00:48:34: Ja, ja, ja.
00:48:34: Und der hat irgendwie, glaub ich, pro Trail, fünfzehn Paar Schuhe gebraucht.
00:48:39: Gut, er war auch mit mehr Lauf-Trailrunning-Schuhen unterwegs.
00:48:43: Aber deswegen interessiert es mich bei dir.
00:48:45: Also schön, dass du es ansprichst, genau.
00:48:47: Man muss halt da unterscheiden.
00:48:48: Ich habe auch viele getroffen, die haben diese Trailrunner.
00:48:50: Das sind im Prinzip wie Tourenschuhe.
00:48:52: Und da ist auch nicht verwunderlich meiner Meinung nach, dass die da fünf, sechs Paar brauchen.
00:48:56: Ich bin immer mit wichtigen Wanderstiefeln gewandert.
00:48:59: Knöchel hoch,
00:48:59: oder?
00:48:59: Absolut, richtig.
00:49:01: Und ich bin jetzt beim letzten Trail zum Beispiel, habe ich drei Paar gebraucht.
00:49:04: Wichtig war für mich einfach immer diese Stabilität, wie du schon gesagt hast, beim Knöchel.
00:49:08: Und ja, ich bin dann mit drei Paar ausgekommen.
00:49:09: Muss aber auch sagen, dass ich das schon ... Aufgrund der finanziellen Situation schon geschaut habe, dass ich die drei Paar wirklich bis zum Maximum auch genutzt habe.
00:49:19: Weil ich meine, wenn du dort fünf Paar brauchst, dann zahlst du ja da auch noch mal, da sind eine Tausend Dollar oder eine Tausend Fünfhundert Dollar für die Schuhe.
00:49:25: Ja, das wäre noch meine Anschlussfrage gewesen.
00:49:26: Ich glaube, das ist für viele immer so ein Punkt.
00:49:28: Es ist so ein langer Traum, glaube ich, für viele.
00:49:30: Und dann kommt immer so dieses finanzielle Thema.
00:49:32: Allein ja mal den Flug zu machen, dort vor Ort dann das ganze Equipment zu haben und so.
00:49:36: Wie hast du es angestellt?
00:49:38: Ja, also wenn ich noch ganz kurz darf, gleich komme ich zu mir.
00:49:40: Ich habe da wirklich Amerikaner getroffen, die haben Kredite aufgenommen, zwanzig, dreißigtausend Dollar für so ein Trail.
00:49:45: Das musst du dir mal reinziehen.
00:49:46: Also, gut, bei mir war es jetzt so, ich musste natürlich auch eine gewisse Summe vorhanden haben, aber ich habe mir immer so ein Limit, ist jetzt hundertfünfzig Dollar die Woche.
00:49:56: Ja, klar waren es auch mal zuhundert Dollar, es waren auch mal zuhundert-fünfzig Dollar, aber ich bin auch mal hingekommen mit hundert-hundert-zwanzig Dollar.
00:50:01: Aber so hundert-fünfzig war für mich so der Richtwert und da musste eben Nahrungsmittel drin sein.
00:50:06: Wenn ich mal eine Unterkunft hatte, die musste drin sein, deswegen habe ich nie in einem Hotel geschlafen, die hundert-hundert-fünfzig-zwundert Dollar kosten.
00:50:13: Weil das wäre finanziell, also da musste ja wirklich ein Kredit aufnehmen.
00:50:16: Ich habe immer diese KOAs aufgesucht, dreißig Dollar, oder es gab auch mal Möglichkeiten, wo man umsonst schlafen konnte.
00:50:22: Und ja, das ist halt wichtig.
00:50:23: Weil ansonsten, wie gesagt, der finanzielle Punkt, ich glaube auch, dass das bei vielen Menschen, vor allem bei den jungen Wanderern, wirklich ein Loch reißt.
00:50:31: Das habe ich aber im ersten Trail auch gemerkt, beim PCT.
00:50:33: Das habe ich auch unterschätzt.
00:50:35: Also, das muss man wirklich kalkulieren und da muss man auch Eisen bleiben und sich ein Limit setzen, weil das ordnet sonst aus.
00:50:42: Und ich wollte jetzt wirklich auch keiner sein, der jetzt extra einen Kredit aufnehmen muss.
00:50:45: Und klar, hast ein schönes Erlebnis am Teil, aber dann noch bis der erste Mal damit beschäftigt, den Kredit abzuzahlen.
00:50:51: Das ist, da kann ich definitiv sagen, also Limit setzen und ordentlich kalkulieren.
00:50:56: Okay, und du hast es dann aber jetzt für dich tatsächlich einfach irgendwie hinbekommen mit Ersparnissen und einem sparsamen Lebensstil, das irgendwie zu finanzieren, oder hattest du auch irgendwelche Sponsoren?
00:51:06: Also ich fange von vorne an.
00:51:07: Natürlich, ich bin Minimalist.
00:51:09: Aufgrund dessen konnte ich immer ein bisschen was zur Seite legen.
00:51:11: Ich habe viel gespart.
00:51:12: Dann habe ich Unterstützung von meinen Eltern immer bekommen, also bedienungslos.
00:51:16: Ich habe die bis heute ja nicht gefragt, was die sich eigentlich dachten, wo ich damals gesagt habe, ich möchte den ersten Trail gehen mit viertausend zweihundertsiebzig Kilometer.
00:51:23: Die haben das nie hinterfragt, die haben mich vertraut und die haben mich immer unterstützt, da bin ich auch absolut dankbar.
00:51:27: Und die dritte Instanz ist natürlich die bayerische Krebsgesellschaft, die haben mich jetzt beim letzten und vorletzten Trail unterstützt, den Abolation Trail und CDT.
00:51:34: Ja und ich denke in der Summe ist das eben dann der Punkt, wie man sowas schaffen kann.
00:51:39: Sehr schön, Robert, ich hab zum Abschluss noch drei Fragen für dich, die mich wirklich zu mich interessieren.
00:51:44: Zum einen gab's irgendwas, was das Fernwandern dich für dein jetziges Leben noch gelehrt hat.
00:51:51: Wo du sagst, das nimmst du einfach in alles, was jetzt noch kommt mit.
00:51:56: Ja, definitiv Bescheidenheit.
00:51:59: Ja?
00:52:00: Ja, Bescheidenheit.
00:52:02: Und wirklich dankbar zu sein für ... kleine Dinge.
00:52:05: Weil ich hatte wirklich Todesangst.
00:52:07: Und wenn du erstmal mit dem Tod, also wurde ich ja auch mit Vierzehnt schon konfrontiert, aber wenn du erstmal mit diesem, also mit einer Nahtoderfahrung konfrontiert bist, dann lernst du wirklich die kleinen Dinge zu schätzen.
00:52:18: Also Bescheidenheit und Dankbarkeit und kleine Dinge schätzen.
00:52:24: Ja, das nehme ich mit.
00:52:26: Und bin ich auch froh, dass ich das mit Vierunddreißig gelernt habe, weil ich hoffe, ich habe noch viele Jahrzehnte vor mir.
00:52:31: Und ich denke, dass das auf jeden Fall mein weiteres Leben positiv bereichern wird.
00:52:36: Ja, glaube ich auch.
00:52:37: Wie würdest du für dich Freiheit beschreiben?
00:52:41: Ja, Freiheit, den Mut haben, einen eigenen Weg zu gehen, den Mut haben, eigene Ziele zu verfolgen und auch mal ein bisschen so von den gesellschaftlichen Vorstellungen oder diesen Werten abzuzweigen.
00:52:55: Also mal ein bisschen auszuscheren.
00:52:57: Also wirklich ... Klar, vielleicht wirkt das bei der einen oder anderen Person als egoistisch, aber ich denke, es ist wichtig, dass man sich auch ein bisschen auf sich fokussiert, sich nicht von den ganzen Lärmen um einen herum immer beeinflussen lässt.
00:53:11: Genau das wären jetzt so die wichtigsten Punkte.
00:53:14: Ja, macht sehr viel Sinn in meinen Augen.
00:53:16: Und meine letzte Frage an dich wäre, ich glaube, Von dir kann man wahnsinnig viel mitnehmen für selber eigene schwierige Situationen.
00:53:24: Was würdest du jemanden raten, der gerade einfach eine sehr, sehr harte Zeit durchmacht?
00:53:30: Ja, es gibt natürlich kein Allheilmittel.
00:53:33: Also ich kann jetzt nicht was sagen, was auf alle zutrifft.
00:53:35: Das Problem ist ja auch immer individuell und jeder empfindet ja auch Probleme unterschiedlich.
00:53:41: Aber ich kann so diesen Kernpunkt kann ich schon weitergeben.
00:53:45: Also niemals aufzugeben, weil es gibt immer... Irgendwie eine Lösung.
00:53:50: Es gibt immer einen weiteren Weg, auch wenn sich der nicht sofort abzeichnet.
00:53:55: Ich mein, ich bin das Paradebeispiel jetzt dafür.
00:53:57: Bei mir hat sich auch eins nach dem anderen herauskristallisiert.
00:54:00: Und deswegen wäre es wirklich schade, wenn Menschen den Kopf in den Sand stecken und auf unterschiedliche Weise halt das Leben dann beenden oder sich da irgendwie jetzt immer weiter nach unten orientieren.
00:54:12: Also es gibt immer Wege, Lösungen und wirklich dranbleiben, sich nicht unterkriegen lassen oder aus der Fassung bringen lassen, vom Weg abbringen lassen, selbst Vertrauen haben, was man sich vorgenommen hat, wirklich weiterzugehen, dieses Ur-Vertrauen haben, dass alles gut wird.
00:54:29: Ja, ich glaube, du bist selber wirklich, wie du schon gesagt hast, das allerbeste Beispiel, weil ich glaube, du hast vor allem im Gespräch auch schon mal irgendwann gesagt, wenn dir mit vierzehn oder fünfzehn nach der Diagnose jemand gesagt hätte, übrigens in, keine Ahnung, paar Jahren wirst du fünftausend Kilometer quer durch die USA wandern, dann hättest du wahrscheinlich auch gesagt, also in welcher Welt lebst du?
00:54:48: Ja, absolut, absolut, ja.
00:54:50: Nicht aufgeben hat sich hier bezahlt gemacht, würde ich sagen.
00:54:53: Ja, absolut, das ist auch jetzt ein sehr schönes Beispiel aus der Praxis.
00:54:56: Ich meine, theoretisch kann ja jeder sagen jetzt, hey, Leute, geht nicht auf.
00:54:59: ihr müsst euch durchkämpfen.
00:55:00: Aber ich bin halt jetzt ein Beispiel aus der Praxis.
00:55:03: Also haut nah, dass das eben wirklich stimmt.
00:55:06: Weil ich bin ja auch nur zu dem Punkt gekommen, eben weil ich nie aufgegeben hab.
00:55:10: Ich würde sagen, genauso lass mich das stehen.
00:55:11: Ich find's wahnsinnig inspirierend.
00:55:13: Vielen, vielen Dank, dass du da warst und deine Geschichte mit uns geteilt hast.
00:55:16: Und ganz, ganz viel Erfolg für alle Bergprojekte, die noch anstehen.
00:55:19: Ja, danke, Jan.
00:55:20: Ich danke dir für die Einladung auf jeden Fall.
00:55:21: Und war wirklich toll mit dir.
00:55:23: Und vielleicht sehen wir uns noch mal.
00:55:24: Wer weiß.
00:55:25: Das war die Interviewfolge mit Robert Stipani.
00:55:28: Ich finde es immer richtig interessant, wie manche Menschen nach einem sehr, sehr schweren Schicksalsschlag auf das Leben schauen und mit positiver Energie nach vorne gehen.
00:55:36: Und ich finde, Robert ist dafür wirklich ein perfektes Beispiel.
00:55:39: Wenn euch der Bergzeit-Podcast gefällt, dann lasst gerne ein Abo und eine Bewertung da, um keine Folge mehr zu verpassen.
00:55:44: Wir hören uns dann wieder in zwei Wochen bei der nächsten Beratungsfolge des Bergzeit-Podcasts.
00:55:49: Ich wünsche euch bis dahin eine schöne Werkzeit.
00:55:50: Passt auf euch auf.
00:55:51: Ciao, ciao, euer Jan.
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