#97 Sieg beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis
Shownotes
In der dritten und letzten Sonderfolge zur Podcast-Serie "Nachhaltigkeit bei Bergzeit" dreht sich alles um den Sieg von Bergzeit beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2025. Host Jan spricht mit Jule Schneider, CSR-Managerin, und Martin Stolzenberger, CEO von Bergzeit, über die Hintergründe, Motivation und Herausforderungen rund um die Bewerbung für diesen bedeutenden Preis. Es gibt spannende Einblicke in die Nachhaltigkeitsstrategie von Bergzeit, ehrliche Diskussionen über Kritik und Transparenz beim Nachhaltigkeitspreis sowie viele praktische Beispiele, wie Nachhaltigkeit im Unternehmensalltag wirklich gelebt wird. Natürlich kommen auch persönliche Eindrücke direkt von der Preisverleihung nicht zu kurz.
Mehr aus dem Inhalt & Timecodes:
- [00:01:31] Rückblick von der DNP-Gala: Jule schildert Eindrücke und Bühnenmomente
- [00:03:01] Beweggründe: Warum sich Bergzeit für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis beworben hat
- [00:04:52] Auszeichnung oder echter Impuls? Bedeutung des Preises für das Unternehmen
- [00:06:34] Nachhaltigkeitsinitiativen im Überblick: Darum hat Bergzeit den Preis verdient
- [00:10:17] Wirtschaftlichkeit vs. Nachhaltigkeit: Geht beides bei Bergzeit Hand in Hand?
- [00:15:13] Kritische Stimmen: Gibt es berechtigte Kritik am Deutschen Nachhaltigkeitspreis?
- [00:21:49] Kundensicht: Wie relevant ist Nachhaltigkeit für Kaufentscheidungen bei Bergzeit?
- [00:24:47] Fortschritt und Ausblick: Was plant Bergzeit als Nächstes für die Nachhaltigkeit?
Mehr Infos zum Thema "Nachhaltigkeit bei Bergzeit": https://www.bergzeit.de/nachhaltigkeit-bei-bergzeit/
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Transkript anzeigen
00:00:00: Servus zusammen und erst mal Happy New Year!
00:00:02: Ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachtstage mit viel viel Bergzeit und seid gesund und munter ins neue Jahr gestartet.
00:00:08: Auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr werden wir euch wie gewohnt alle zwei Wochen mit einer neuen Episode des Bergzeit-Podcasts versorgen.
00:00:14: und in diesem Sinne herzlich willkommen zur dritten und letzten Sonderfolge unserer kleinen Podcastreihe zum Thema Nachhaltigkeit bei Bergzeit.
00:00:23: In den letzten beiden Folgen hatten wir das Thema Kreislaufwirtschaft im Fokus.
00:00:26: Beziehungsweise haben wir euch die Finalisten unserer Bergzeit-Reuse-Spenden-Aktionen, und heute wollen wir uns einfach mal ein bisschen selber feiern.
00:00:36: Wir als Bergzeit haben nämlich den deutschen Nachhaltigkeitspreis, aber keine Sorge, das wird jetzt nicht nur einfach ein unangenehmes Selbstlöbnis, Sondern ich spreche mit unserem Bergzeit-CEO Martin Stolzenberger und unserer CSR-Managerin Jules Schneider, was alles hinter diesem Preis steckt.
00:00:53: Also die Gründe für eine Bewerbung, unsere Initiativen, die uns zum Sieg verholfen haben, aber auch offen und transparent über die Kritik, die der Preis vor allem in den letzten Jahren bekommen hat.
00:01:03: Also auf geht's ins Gespräch.
00:01:05: Viel Spaß beim Zuhören.
00:01:09: Der Bergzeit-Podcast ist dein Podcast für
00:01:12: mehr Bergzeit.
00:01:14: Egal ob neben dem Gipfelkreuz oder auf dem Weg ins Büro.
00:01:19: Wir wollen die Berge zu dir bringen.
00:01:21: Immer und überall.
00:01:37: Wir haben mit Bergzeit den deutschen Nachhaltigkeitspreis ... ... und Juli, du kommst ja quasi ... ... eigentlich frisch von der Preisverleihung.
00:01:46: Das ist ja erst ein paar Tage her.
00:01:48: Erzähl mal, wie war's dort vor Ort?
00:01:50: Gib uns mal ein paar Eindrücke.
00:01:51: Musstest du eine Rede halten eigentlich?
00:01:53: Ja und ja.
00:01:54: Also, es ist ein riesiges Event geworden.
00:01:56: Mittlerweile ist es ja nicht mehr nur die Preisverlagerung mit der Gala-Veranstaltung, sondern ein ganzer Kongress drumherum.
00:02:02: Das ganze Event geht zwei Tage, Donnerstag und Freitag.
00:02:05: Und dieses Jahr erst mal ich auch mit zwei Abendveranstaltungen.
00:02:07: Die Abendveranstaltung im ersten Abend war wirklich auch offen für alle.
00:02:10: Alle Konkretsteilnehmenden konnten daran ja noch teilnehmen und das wirklich sehr hochkarätige Bühnenprogramm auch genießen.
00:02:16: Super spannende SpeakerInnen und EhrenpreisträgerInnen.
00:02:19: Und dann am Freitag war ... die große Gala-Veranstaltung abends.
00:02:24: Die, wofür er auch bekannt ist, wo alle diese Bilder kennen, mit den runden Tischen, die dann da in diese Maritimsaal stehen und die alle aufgehübscht unterwegs sind.
00:02:33: Ja, also, ich würd sagen, All in All einfach groß.
00:02:37: Es ist einfach groß.
00:02:38: Jetzt ist der Preis hier auch vor uns, der ist ganz schön schwer.
00:02:41: Ich hab noch kein Bild von irgendeinem roten Teppich oder so was gesehen von dir.
00:02:44: Deswegen müssen wir dringend nach und nach mal nachholen.
00:02:47: Blauer Teppich.
00:02:48: Ja, bei
00:02:48: einem solchen Nachhaltigkeitspreis wird der blaue Teppich ausgerollt.
00:02:51: Siehst du, good to know.
00:02:52: Wir wollen uns nicht nur selber loben, sondern wir wollen von verschiedenen Perspektiven mal auf diesen Preis schauen.
00:02:58: Und ich würde sagen, dafür fangen wir mal ganz von vorne an.
00:03:01: Martin, wir haben uns ja als Bergzeit bewusst dazu entschieden, uns beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis zu bewerben.
00:03:08: Was waren denn eigentlich die Gründe hierfür?
00:03:10: Also, ich glaube, der wichtigste Grund ist, eine Bühne zu haben für das Thema Nachhaltigkeit auch für unsere Branche.
00:03:18: Und der zweite Punkt ist ... würde ich auch sagen Anerkennung für das, was wir hier tun.
00:03:24: Anerkennung für das Team, für Bergzeit, alles, was damit zuzugehört.
00:03:34: Du hast CSR-Managerin, bist da ziemlich tief involviert.
00:03:37: Wie läuft das ab?
00:03:39: Wir haben unser Unternehmensprofil auf der hausinternen Bewertungsplattform vom Deutschen Nachhaltigkeitspreis Score Formor.
00:03:46: Jetzt mittlerweile schon seit vier Jahren.
00:03:49: Also ... kann leider nicht beantworten, wie das erstellt wurde, ob wir das proaktiv erstellt haben oder ob das für uns erstellt wurde.
00:03:55: Aber man wird dann eben immer einmal im Jahr aufgefordert, seine Informationen noch mal zu aktualisieren.
00:03:59: Diese Bewertungsplattform ist auch aufgeteilt in die verschiedenen, ich sag mal, nachhaltigheitsdimensionen.
00:04:03: Also man muss ein paar Angaben zu Klima machen, man muss ein paar Angaben zur Ressourcenschonung machen, welche zu sozialem Engagement.
00:04:09: Und im Endeffekt kuratiert sich daraus dann so eine Liste eigentlich, eine Stichwortliste mit allen Themen, die wir so behandelt haben bei Backzeiten in der Vergangenheit.
00:04:18: Und wofür wir denken, dass wir vielleicht würdig wären als Preisträger.
00:04:23: Und danach muss man eigentlich auch nicht mehr viel tun.
00:04:26: Den Rest macht dann die Jury.
00:04:28: Klingt aber trotzdem nach einem gewissen Aufwand.
00:04:30: Man bekommt quasi mal die Vorjahresinfos, übertragen ins neue Profil und dann muss man eigentlich nur noch die Jahresnachtragung machen von dem, was im letzten Jahr passiert ist.
00:04:38: Also ich würde sagen, all in all zwei Stunden.
00:04:42: Also, ich glaube, dass wahrscheinlich die Arbeit vorhaltend steckt in all dem, was wir tun und die so gut vorbereitet ist, dass dann der Aufwand für die Bewerbung wahrscheinlich kein großer Mehr ist.
00:04:52: Ja, das macht Sinn.
00:04:53: Martin, jetzt ist so ein Preis natürlich auch eine schöne Anerkennung.
00:04:55: Du hast gerade gesagt, für all das, was wir tun, siehst du aber auch noch irgendwo einen größeren Mehrwert für Bergzeit oder ist es jetzt erstmal einfach eine Kugel, die hier liegt?
00:05:03: Also, die Kugel hier liegt ist viel wert, weil dieses Thema Anerkennung ... ist schon was wichtiges, auch für das ganze Team.
00:05:10: Das ist ja nicht nur Jule, die daran arbeitet, sondern wir haben ja ein ganzes Team bei Bergzeit, die sich um diese Themen kümmert und für all die ist das eine schöne Auszeichnung.
00:05:21: Aber natürlich, wir haben auch als Unternehmen natürlich nochmal eine andere Gründe.
00:05:24: Wir nutzen das ja auch für das Thema Sichtbarkeit.
00:05:26: Es ist ein sehr schöner Preis.
00:05:28: Es hat auch einen schönen Titel, Deutschland Nachhaltigkeitspreis.
00:05:31: Es ist einfach.
00:05:32: zu kommunizieren.
00:05:33: Und das nutzen wir natürlich auch, denn für uns geht es ja auch darum, dieses Thema stärker nach außen zu tragen, um uns zu positionieren.
00:05:41: Und wir haben ja auch schon andere Preise gewonnen, wie zum Beispiel den E-Mass-Preis.
00:05:45: Das ist ein Umweltmanagement-Preis, so kann man es nennen.
00:05:48: Und es ist ein bisschen abstrakter.
00:05:50: Das kann man sich nicht so gut vorstellen, was da dahinter steckt.
00:05:53: und dieser Titel Deutsche Nachhaltigkeitspreis, das ist natürlich schon sehr schön und auch sehr einfach
00:05:57: zu kommunizieren.
00:05:59: Und der Preis wurde auch schon zum achtzehntmal vergeben.
00:06:01: Es ist durchaus was, was sich jetzt auch einen Namen erarbeitet hat.
00:06:05: Nicht nur durch diejenigen, die den vor uns gewonnen haben, die zeigen, dass viele was richtig machen, sondern auch nach vorne geschaut, wer den noch gewinnen wird.
00:06:15: Also, ich glaube, mittlerweile ist es einfach ne ... hat Institutionen geworden und man muss schon dazu sagen, es gibt auch nicht wirklich was Vergleichbares europaweit.
00:06:23: Stand jetzt.
00:06:24: Ja, da sind wir dann wahrscheinlich auch wieder bei dem Punkt, dem ganzen Thema in den Bühne bieten.
00:06:27: Das ist halt quasi der Preis, der damit assoziiert wird.
00:06:30: Und ich glaube, dann ist es auch nachvollziehbar, dass wir auch solche Plattformen nutzen möchten.
00:06:34: Jetzt lass uns mal konkret sprechen über das, was wir tun.
00:06:37: Es wurde jetzt schon öfter erwähnt.
00:06:38: Wir haben es verdient.
00:06:40: Jule, magst du uns kurz mal den Überblick geben über all die Nachhaltigkeitsinitiativen, die wir haben?
00:06:45: Ich glaube, wenn wir jetzt über ins Detail ansteigen würden, dann sind wir hier wahrscheinlich noch eine Stunde.
00:06:48: Aber zumindest einfach mal, warum haben wir den Preis aus deiner Sicht verdient?
00:06:52: Ich klassifiziert es immer ganz gerne anhand unserer Strategie.
00:06:55: Auch die sind drei Säulen aufgebaut.
00:06:57: Safe, Turn und Spread.
00:06:59: Unter Safe verstehen wir alles, was Reduktion, Ressourcenschonung, wie können wir weniger machen, wie können wir effizienter werden.
00:07:05: Liegt, das heißt ... z.B.
00:07:07: alles, was wir im Rahmen von unserem E-Mass-Umweltmanagement-System tun.
00:07:10: Weniger Katonaten, weniger Papier, weniger Wasserverbraucher im Standort.
00:07:14: Also all diese Themen.
00:07:15: Und aber auch weniger Emissionen.
00:07:17: Also unsere ganzen Klimaambitionen und unsere Klimaziele liegen alle unter dem Bereich Safe.
00:07:22: Dann haben wir den Bereich Turn.
00:07:24: Das ist natürlich unser Hebel, den wir nutzen möchten, für die Kreislaufwirtschaft oder um einen Teil der Kreislaufwirtschaft zu werden als Händler.
00:07:31: Weil was können wir?
00:07:33: Wir kennen unsere Lieferanten, wir kennen unsere Kunden, wir kennen die Ware.
00:07:36: Wieso sind wir nicht diejenige, der sie zurückholt von den Endkunden?
00:07:40: So ist unser Second-Handshop entstanden, der mittlerweile eine bestatliche Größe erreicht hat.
00:07:47: Da haben wir vor zwei Wochen erst noch gesprochen mit dem Reuse Roundtable, wo wir uns in der Branche nicht verstecken müssen.
00:07:54: Da gehören aber auch andere Kreislaufinitiativen dazu, die wir hier betreiben.
00:07:58: Die letzte Säule Spread ist, dass wir versuchen, unsere Stimme in die Branche zu nutzen.
00:08:03: Wir sind Gründungsmitglied vom Outdoor Retail der Climate Commitment.
00:08:06: Dort haben wir uns mit anderen Händlern zusammengetan, um Klimaschutz in der Branche sichtbarer zu machen durch einen jährlichen Report, aber auch voran zu treiben durch eine aktive Zielsetzung und versuchen so die ganze Branche, sich hin zu wissenschaftlich basierten Klimazielen zu bewegen.
00:08:19: Und der letzte Aspekt, den ich gerne noch nennen würde, Spread geht natürlich auch in Richtung Kundschaft.
00:08:24: Das heißt, wir möchten, dass jeder oder jede, die bei uns einkauft und Wert auf Nachhaltigkeit beim Kauf legt, auch die entsprechenden Informationen am Produkt finden kann, um diese Entscheidung dann eben zu treffen und da auch aufzuklären, Aufklärer der Branche zu sein, da sehen wir unsere Aufgabe.
00:08:39: Vielleicht hier ein ganz kurzer Eigenwerbung-Einschub.
00:08:42: Wir haben das gerade schon gesagt, vor zwei Wochen hier an den Roundtable gehabt mit Vertreterinnen aus der Branche und haben über das ganze Thema Kreislaufwirtschaft diskutiert und haben das auch als Podcast aufgenommen.
00:08:51: Also scrollt gerne mal zurück, das müsste die Folge ... ... zu Rios Roundtable sein.
00:08:58: Martin, wenn man das jetzt hört, was Juule gerade alles aufgezählt hat, dann ist es ja schon ziemlich viel.
00:09:02: Es sind viele verschiedene Initiativen in verschiedenen Bereichen.
00:09:06: Und nach unserem Sieg beim Nachhaltigkeitspreis war auch zu hören, dass die Jury ihre Entscheidung damit begründet hat, dass sie sagt, seit einigen Jahren setzen wir Marschdebe in der Branche im Bereich Sport- und Autohandel.
00:09:17: Siehst du uns wirklich als eine Art Vorreiter?
00:09:20: Definitiv.
00:09:21: Ich glaube, das kann man wirklich aus voller Überzeugung so sagen.
00:09:24: Und ich glaube auch aus verschiedenen Perspektiven ist das so.
00:09:28: Ich habe ja gerade schon gesagt, wir haben auch mal ein E-Mass-Preis gewonnen.
00:09:31: Das ist ein Umweltmanagement-System.
00:09:34: Da waren wir der erste Händler unserer Branche, die das eingeführt hat.
00:09:37: Das ist definitiv etwas, wo wir ganz vorne mit dabei sind und was uns jetzt auch viel das viel einfacher macht, auch in Reportingpflichten zum Beispiel nachzukommen, das haben wir einfach schon sehr lange.
00:09:46: Aber das geht auch in Richtung Kundschaft, das was Juli auch gerade gesagt hat, dass wir, wie wir bestimmte Marken oder Produkte darstellen, welche Informationen wir bereitstellen, wie wir über das Thema Nachhaltigkeit informieren und die Entscheidungen des Kunden erleichtern, zum Beispiel nachhaltige Produkte zu kaufen.
00:10:04: oder das Thema Secondhand-Plattform Reuse.
00:10:06: Das ist heute die größte spezialisierte Secondhand-Plattform für Autorprodukte und Werksportprodukte.
00:10:13: Das ist definitiv etwas, wo wir absolut der Vorreiter sind und da kann man schon stolz drauf sein.
00:10:17: Jetzt mal rein aus Interesse.
00:10:18: gleich noch eine Anschlussfrage für dich aus deiner CEO-Perspektive.
00:10:23: Ist es immer super easy, all die Nachhaltigkeitsinitiativen mit dem Anspruch eines profitorientierten wirtschaftlichen Unternehmens zu vereinen?
00:10:33: Also vielleicht nur zur Einordnung.
00:10:34: Ich würde uns nicht als profitorientiert bezeichnen, sondern als Wirtschaftsunternehmen.
00:10:38: Und wir müssen natürlich profitabel arbeiten.
00:10:40: Aber unser Ziel ist nicht, maximalen Profit rauszuholen.
00:10:43: Dann wären wir wahrscheinlich an der Stelle falsch.
00:10:46: Aber natürlich ist es nicht ganz einfach, aber es ist möglich.
00:10:50: Und es gibt ja auch viele gute Beispiele im Markt, wo das gut möglich ist.
00:10:52: Patagonia, VD, die seit Jahren erfolgreich sind.
00:10:55: Und die auch sehr stark für das Thema Nachhaltigkeit stehen.
00:10:58: Wir laufen natürlich in Ziehkonflikte hin und wieder.
00:11:01: Das ist aber ganz natürlich und nur so geht eine Transformation, in dem man den Raum gibt, diese Zielkonflikte zu diskutieren, vielleicht auch an einer stelle Auszukämpfen, ohne das negativ zu meinen, aber einfach die richtigen Leute da an den Tisch zu holen und Nachhaltigkeit mit an den Tisch zu setzen und eben auch eine Stimme zu geben in den verschiedenen Diskussionen.
00:11:19: Weil die hat's im klassischen Wirtschaftsunternehmen eben nicht.
00:11:23: Und wenn niemand oder ... Es muss keine Person sein, es können auch verschiedene Kopfwege oder verschiedene Positionen, die das Thema immer mitdenken und mitnehmen, aber es muss einen Platz am Tisch haben.
00:11:32: Und ich glaube, solange das gegeben ist, dürfen wir auch sagen, ja, wir arbeiten da dran.
00:11:38: Also wir geben dem den Raum und diese Diskussion, wir scheuen uns da nicht vor.
00:11:41: Auch wenn es nicht immer der leichteste Weg ist.
00:11:44: Manchmal bedeutet das eine Feedback klar für mehr, manchmal bedeutet das zwei Leute noch mehr mit an den Tisch zu holen.
00:11:48: Das ist im Sinne der Effizienz manchmal auch kritikfähig, glaube ich, aber nur so geht's irgendwie.
00:11:55: Ja, das kann ich bestätigen.
00:11:56: Das ist schon manchmal ein sehr harter Weg, den man da gehen muss und viele extra Schleifen, die beeinbauen muss.
00:12:01: Aber ich glaube, es gibt auch viele Beispiele, die auch wirklich wirtschaftlich sind.
00:12:06: Also wir haben einen Umweltmanagement-System und dabei geht es darum, alles zu messen und Emissionen zu reduzieren.
00:12:12: Und letztendlich, wir machen das seit vielen Jahren, sparen wir uns heute schlicht und einfach Geld ein.
00:12:16: Oder wir haben uns vor vielen Jahren entschieden, sehr aufwändig große Photovoltaikanlagen zu bauen, zu einer Zeit, wo der Strompreis noch deutlich künstiger war.
00:12:24: Und aus heutiger Sicht war das die beste Entscheidung, die wir treffen konnten und bieten heute unseren Mitarbeitenden einen eigenen Strompreis an, zum Beispiel.
00:12:31: Also es gibt schon viele gute Beispiele auch, wo das eine sehr positive wirtschaftliche Auswirkungen
00:12:35: hat.
00:12:36: Ja, ich wollte gerade sagen, ich kann mich nicht mehr noch erinnern, wir hatten auch mal ein Podcast aufgenommen mit einer Kreislaufwirtschaftsexpertin und da hattest du schon auch ganz klar die Aussage, hey, nicht alles ist da ein Gegenspieler, sondern manche Dinge gehen auch einfach Hand in Hand, wenn nicht vielleicht sofort, aber dann halt irgendwann später.
00:12:51: Julia, ein Punkt, weil du es gerade auch gesagt hast, es ist einfach wichtig, dass jemand mit am Tisch sitzt, der dieses Thema auch vertritt.
00:12:56: Jetzt glaube ich, hast du hier bei uns bei Bergzeiten wahrscheinlich offenes Umfeld, die da eher mal mit dem offenen Ohr da sitzen, aber wahrscheinlich auch nicht immer.
00:13:04: Vielleicht auch für deine CSR-Kollegen, Kolleginnen.
00:13:07: Woher nimmst du die Motivation und die Kraft, immer wieder das Thema zu pushen, auch wenn es hier und da vielleicht halt mal schwierig ist?
00:13:13: Ich glaube, grundsätzlich hast du da einen wichtigen Punkt gesagt.
00:13:16: Ich bin hier schon in einem sehr dankbaren Umfeld.
00:13:18: Bei uns bei Backset haben wir auch den Wert, gemeinsam die Bergwelt zu bewahren.
00:13:22: Und das siehst du wirklich, weil jeder, die hier arbeitet, liebt die Berge, geht gern raus, ist aktiv draußen und weiß ganz genau, warum es sich lohnt, diese zu schonen und zu schützen.
00:13:31: Und sind deshalb grundsätzlich sehr offen für das Thema.
00:13:34: Natürlich kann das manchmal am Alltag runtergehen.
00:13:36: Jeder kennt es, wenn man viel auf dem Schreibtisch liegt.
00:13:38: Dann kommt noch was dazu.
00:13:40: Es ist vielleicht nicht immer die erste Reaktion.
00:13:43: Aber grundsätzlich ist das offene Ohr dafür da.
00:13:46: Es ist eben wert, der gelebt ist und nicht nur an der Wand steht.
00:13:49: Ich glaube, was ich immer sage, es gehört eine Grundportion Idealismus dazu, ein bisschen radikale Positivität.
00:13:55: Weil wenn man immer nur die Probleme daran sieht, dann wird man nicht weiterkommen, sondern man muss schon sehr lösungsorientiert denken.
00:14:00: Und ich bin da sehr happy, dass dann auch manchmal so Veranstaltungen wie jetzt ein DNP die Bubble zusammenbringt und man sich gegenseitig auch mal wieder ein bisschen energisiert und sagt, ach nee, guck mal, ihr macht das schon richtig, ja wir machen das.
00:14:11: Cool, das können wir auch machen.
00:14:12: Lass uns das zusammen machen und wieder einen neuen, frischen Wind in die Säge bringen.
00:14:16: Wir gehst da schon mit einem Good vibe raus und sagst, hey, es ist cool, mit anderen mal gesprochen zu haben.
00:14:20: Du siehst, da tut sich nicht nur bei uns was, sondern auch bei vielen anderen.
00:14:23: Dann nimmt man da die positive Energie auch mit.
00:14:25: Ich glaube, das war eine der Kernmessages jetzt auch von dem Kongress.
00:14:29: Es wurde ja als Transformationskongress des Jahres.
00:14:33: Es braucht eine Bühne für die guten Beispiele, weil unsere Nachrichtensysteme nahigen dazu, immer schlechte Nachrichten nach vorne zu stellen, weil die auch wissenschaftlich basiert vom Gehirn besser aufgenommen werden und präsenter sind.
00:14:45: Und es braucht aber auch die guten Beispiele.
00:14:47: Und es gibt so viele da draußen, der deutschen Nachhaltigkeitspreis wird in hundert Kategorien vergeben.
00:14:52: Es gibt jedes Jahr schon mal hundert ausgezeichnete Unternehmen, die irgendwas anscheinend richtig machen.
00:14:56: Und das muss man sich mal angucken.
00:14:57: Und dann kann man das auch ganz gut oft mal übertragen, weil Nachhaltigkeit ist ja ein Firmchen, was in jede Branche irgendwie.
00:15:02: passt, weil Emissionen sind auch überall das Gleiche.
00:15:05: Ja, absolut.
00:15:06: Jetzt hast du gerade einen ganz wichtigen Punkt angesprochen, nämlich schlechte Nachrichten kommen oftmals am Anfang und werden auch besser abgespeichert.
00:15:13: Genau aus dem Grund möchte ich auch erst jetzt mit euch über die ein oder anderen Kritikpunkte des deutschen Nachhaltigkeitspreises sprechen.
00:15:19: Ja, es kamen viele Themen auf, es wurde vieles laut.
00:15:22: Es gab einige Kritikpunkte, vielleicht einfach die Frage an euch beide gerichtet.
00:15:26: Ihr könnt euch gerne auch gegenseitig ergänzen.
00:15:28: Gibt es Kritikpunkte, die ihr sagt, die sind aus eurer Sicht berechtigt?
00:15:31: Die geht ihr mit?
00:15:32: Die könnt ihr auch verstehen?
00:15:34: Auf jeden Fall.
00:15:35: Und wir haben auch letztes Jahr sehr intensiv darüber nachgedacht, ob wir uns zu dem deutschen Nachhaltigkeitspreis nochmal bewerben.
00:15:43: Und ich war dem sehr positiv gegenübergestellt.
00:15:45: Jule, du warst ein bisschen kritischer.
00:15:47: Ja, ich glaube, das ist meine Grundsatzrolle.
00:15:49: Ich muss ja immer ein bisschen kritischer sein, die Perspektive zu vertreten.
00:15:53: Nee, aber ich glaube, was du angesprochen hast, ist, glaube ich, die Großkritik, die im letzten Jahr aufgekommen ist an der fehlenden Transparenz.
00:15:58: Sowohl an der Transparenz als auch an der Transparenz der Organisationsstrukturen, hinter der sogenannten Stiftung Deutsch-Nachhaltigkeitspreis.
00:16:08: Ich glaube, das war eine gute journalistische Aufgabe, das auch mal Transparenz zu machen und nach draußen zu zeigen, was hier wie funktioniert.
00:16:16: Denn Transparenz ist ein Stichwort, was bei uns in der Nachhaltigkeitsbubble super wichtig ist.
00:16:21: Weil
00:16:22: nur wenn du Transparenz über Verbräuche und so weiter alles hast, kannst du die Emission berechnen.
00:16:26: Also das ist so das Stichwort und da muss der Preis auch gläsern sein.
00:16:31: Damit die Glaubwürdigkeit auch da ist.
00:16:32: Damit die Glaubwürdigkeit auch da ist.
00:16:33: Das ist sowieso das ... Mantra eigentlich von der Branche und dem Nachhaltigkeitsbereich.
00:16:39: Und was dieses Jahr, meiner Meinung nach, positiver gelaufen ist als letztes Jahr, es gibt jetzt ein Dokument auf der Seite des deutschen Nachhaltigkeitspreises, wo man wirklich die gesamte Organisationsstrukturtransparenz nachlesen kann.
00:16:52: Es wird auf jeder Unternehmenskategorie Seite die Jury namentlich genannt.
00:16:59: Das heißt, man weiß wirklich, wer sind die Expertinnen, die sich das ausgedacht haben, dass man jetzt hier gewonnen hat?
00:17:04: Und was zumindest nach auch neu ist, ist die Jury-Begründung.
00:17:09: Dass man auch transparent nachlesen kann, wieso hat denn dieses Unternehmen das jetzt gewonnen
00:17:14: und die anderen
00:17:14: vielleicht nicht.
00:17:16: Da steckt viel Arbeit drin und die wurde sich aber gemacht.
00:17:19: Und das würde ich als positives Signal sehen, dass man trotzdem vielleicht nicht immer alle Preisträgerinnen und Preisträger bis aufs hundertste investigativ prüft, ist nach wie vor
00:17:31: immer noch
00:17:32: klar.
00:17:33: müssen die Veranstalter sich einen Weg finden, wie sie damit weiter nach vorn heraus umgehen wollen.
00:17:38: Ja, ich glaube, Martin, willst du noch was ergänzen?
00:17:40: Ja, ich glaube, es war ja auch letztes Jahr so ein bisschen in den Aufschrei, weil es ein kommerzieller Veranstalter ist.
00:17:45: Es ist ja keine NGO, die das veranstaltet.
00:17:47: Und das war uns aber immer auch klar.
00:17:49: Und manche Sachen sind einfach sowieso dankbar für die Bühne, die es gibt.
00:17:54: Und ich glaube, dieser kommerzielle Aspekt dabei, den darf man nicht vernachlässigen, der ist einfach da.
00:17:59: Das Siegel muss man beispielsweise auch erwerben, nachdem man gewonnen hat.
00:18:03: Also es ist am Ende, wenn ich euch richtig verstehe, trotzdem eine Art Abwägung zwischen klar, es gibt schon ein paar Dinge, die man wahrscheinlich in der perfekten Welt anders sich machen würde.
00:18:13: Allerdings überwiegt dieser positive Output in Form von, es gibt eine Bühne, es wird das Thema einfach in den Fokus gerichtet, was ja auch nicht immer ganz so leicht ist aktuell, weil andere Themen wieder den Vordergrund rücken.
00:18:24: Und das ist es uns dann einfach wert, diese Punkte in Kauf zu nehmen, weil sie jetzt halt im Gesamtkontext dann nicht so dramatisch sind.
00:18:30: Hab ich das richtig verstanden?
00:18:32: Ja, beziehungsweise ich glaube, wir in unserer links-grün-versifften Bubble tendieren dazu, uns auch gegenseitig gut kritisieren zu können.
00:18:40: Aber man muss es vielleicht auch mal in den Kontext setzen mit ... Was denn da draußen sonst noch passiert?
00:18:46: Und wenn die Idee und Intention als solchen Preises ist, Vorreiter transparent zu machen und gute Initiativen aufzuzeigen, dann tut der erst mal das gegenüber von einem mehr an schlechten Initiativen, die man den ganzen Tag sonst nur sieht.
00:18:58: Also der Zweck ist nach wie vor berechtigt.
00:19:00: Die Handwerkszeuge dahinter kann man vielleicht an der anderen Stelle noch optimieren und scheint ja auch so, als wären sie erst malig offen für Kritik gewesen.
00:19:09: nach diesem dann doch aus sehr medial präsenten Kritikpunkt letztes Jahr und eben den Änderungen dieses Jahr.
00:19:15: Und
00:19:16: wie es jetzt weitergeht, wird sich zeigen.
00:19:18: Ein Kritikpunkt, den man so lesen konnte, war ja unter anderem auch, dass es so viele Kategorien gibt und auch so viele Gewinnerunternehmen.
00:19:25: Hast du auch jetzt vor Ort das Gefühl gehabt, man ist da irgendwie untergegangen und man konnte diese Bühne an sich gar nicht für sich nutzen, weil es eben so viele gab?
00:19:33: In dem Organisationskonstrukt der Veranstaltung gab es eine Änderung dieses Jahr, dass nicht mehr im Galaabend alle einzeln über die Bühne geschleust wurden und ausgezeichnet wurden, wo wirklich vier Sekunden pro Unternehmensichtbarkeit da waren, sondern es gab dieses Jahr sogenannte Masterclasses.
00:19:50: Da wurden dann die verschiedenen Kategorien zusammengepackt und gemeinsam auf die Bühne gestellt, auch mit einer kleinen Vorstellung, Podiumsdiskussion, weil du Eingangs gefragt hattest, ob ich da sprechen musste auf der Bühne, ja.
00:19:59: vier Minuten lang, auch keine Sekunde länger.
00:20:02: Und dann eben auch noch mal in den Dialog zu gehen, in unserem Fall mit Fair Raven, die eben in der Kategorie Sportartikel Hersteller gewonnen haben.
00:20:08: Also das war eigentlich sehr charmant, weil man auch Zeit hatte, zumindest mal in die Initiativen zu gehen, was die einzelnen Unternehmen denn tun, wofür sie das gewonnen haben.
00:20:17: Was natürlich ein bisschen die Gefahr dabei ist, es je mehr Veranstaltung es auf einer Veranstaltung gibt, Teste weiter, können die Leute ausrunden, wo sie denn hingehen und das so, ja, vielleicht schwieriger ist das irgendwie auch die richtige Crowd.
00:20:29: zusammen, kann ich jetzt keine Einschätzung zugeben, in dem Fall, wie das bei uns war.
00:20:34: Aber ich glaube, das war auch für die Transparenz gut.
00:20:38: Also, wir können mal festhalten, es gab berechtigte Kritikpunkte.
00:20:41: Man sieht aber auch ganz klar, den Willen was zu verändern.
00:20:45: Und für uns steht einfach im Vordergrund, dass man diesen positiven Effekt nutzen möchte, da einfach das Thema auch wieder in den Fokus drücken, oder?
00:20:52: Ja, wir sind ja einer von vielen, die das gewonnen haben.
00:20:55: Und es ist ja okay, wenn es immer mehr Nachhaltigkeitsinitiativen da draußen gibt.
00:20:59: die auch auszeichnungswürdig sind.
00:21:01: Ich finde, es ist eigentlich gar nicht so schlecht, wenn ich ganz ehrlich bin.
00:21:05: Klar, man muss aufpassen, dass der Preis nicht verwässert.
00:21:07: Wenn man weiter in die Breite geht, passieren einem vielleicht immer wieder so verpasst, dass man eben nicht ganz so investigativ an die Unternehmen rangegangen ist, die das gewonnen haben, sondern auch mal eine Initiative auszeichnet, die vielleicht doch nicht so ganz gold ist, was glänzt.
00:21:19: Aber der muss man sich dann einfach bewusst sein und das dann halt auch im Nachgang wieder gut aufrollen, falls so was passiert ist.
00:21:26: Ich sag mal, so im Nachtgekeitsmanagement sind wir the more, the merrier, weil wir brauchen ja schlussendlich alle.
00:21:31: Also, da gibt's ja keine Wertung zwischen, es dürfen nur die Kleinen machen und die Großen sollen's besser lassen, sondern nee, wir laufen noch lieber erst mal unperfekt in die richtige Richtung als perfekt in die falsche.
00:21:41: Ja, absolut.
00:21:42: Wir haben jetzt ein paar Mal über dieses Thema ... Präsenz und Bühne gesprochen, Martin vielleicht nochmal der Sprung zu uns wirklich als Unternehmen.
00:21:49: Wie wichtig ist denn dieses Thema Nachhaltigkeit aber am Ende auch für unsere Kunden in der Kaufentscheidung?
00:21:54: Also haben wir da das Gefühl, dass schon immer mehr Leute auch darauf achten, wenn sie dann ein Artikel bei uns einkaufen?
00:22:01: Also ich glaube grundsätzlich haben wir eine Zielgruppe, die sich schon für Nachhaltigkeit begeistert, die sensibel ist da drauf auf das Thema und denen das auch wichtig ist.
00:22:10: Das wissen wir auch.
00:22:12: nach Umfragen, dass die Nachhaltigkeit oder nachhaltige Produkte und Marken für unsere Kunden und Kundinnen wichtig ist.
00:22:19: Wir wissen aber auch, dass sie zum Beispiel nicht bereit sind, dafür mehr zu zahlen.
00:22:23: Und wir stehen ja als Händler auch im Wettbewerb zu anderen Händlern.
00:22:26: Und das heißt uns jetzt nicht nur, weil wir in dem Thema Nachhaltigkeit so stark sind, dass wir treuere verkaufen können, sondern wir sind in einem direkten Wettbewerb.
00:22:34: Da gibt es weniguliale Kunden, glaube ich, in der Phase.
00:22:39: Kaufpunkten natürlich auch ein Stück weit auf, wenn wir dann deutlich zu teuer sind, weil wir sich teure Prozesse haben oder sowas oder nachhaltigere Prozesse haben.
00:22:46: Das geht nicht.
00:22:47: Also wir wissen da schon den Wettbewerb zu anderen und auch zu großen Playern wie Amazon oder sowas.
00:22:52: Da müssen wir voll wettbewerbsfähig sein, damit das in Richtung Kundinnen
00:22:55: und Kunden auch
00:22:56: funktioniert.
00:22:58: Vielleicht an der Stelle auch eine kurze Ergänzung.
00:23:00: Wir wissen aus unserer eigenen Marktforschung, dass sechszig Prozent unserer Kundschaft in Deutschland es von uns erwartet, dass wir uns für das Thema einsetzen.
00:23:08: ohne das auf ihre direkte Kopfentscheidung zu übertragen, sondern sie haben einfach die Grunderwartung auch an Unternehmen, dass das passiert.
00:23:14: Also die Konsumenten in den Gruppen da draußen, die wird auch einfach sensibler.
00:23:18: Und das finde ich ist eigentlich keine schlechte Entwicklung.
00:23:21: Das heißt vielleicht nicht, dass jeder Einzelne so handeln kann, aber jeder hat die Erwartung, dass ein System sich zumindest so entwickelt.
00:23:27: Das ist vielleicht gar nicht mehr irgendwann die Einzelne.
00:23:29: Kaufentscheidung braucht, die lenkt, sondern grundsätzlich, dass das System sich verbessert hat.
00:23:34: Ja, und ich finde, das ist doch auch wieder ein gutes Beispiel, das zu dem Thema Vorhennen, dass dann doch manchmal das Thema Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit vielleicht Hand in Hand gehen können, weil du hast jetzt den Preispunkt angesprochen, Martin, wo es dann aufhört mit dem, okay, es spielt in die Kaufentscheidung rein.
00:23:48: Naja, gut, dann ist vielleicht aber Reuse schon auch wieder eine Kaufoption, weil da die Artikel per se schon mal günstiger sind, weil es Second Hand Artikel sind.
00:23:55: Und dann kann es ja plötzlich ... schon auch wieder eine Unternehmenswertvolle Entscheidung sein, in dieses Nachhaltigkeitszimmer reinzuinvestieren.
00:24:02: Das auf jeden Fall.
00:24:02: Also ich glaube, was war mein Antwort vor, ein bisschen zu kurz kam, ist, dass das Ganze natürlich auf unsere Marken Bekanntheit anzahlt, auf eine gewisse Authentizität, dass wir ein sympathischer Händler sind, wenn wir die Sachen gut machen und natürlich auch so was wir reuse, andere Preislagen natürlich anbieten können oder auch uns ja Dinge, die man gekauft dazu geben kann, was anderes kaufen kann.
00:24:22: Also das zahlt ja alles darauf ein.
00:24:23: Das könnt ihr auch alles mitzumuten.
00:24:25: Das würde ich auf jeden
00:24:26: Fall sagen.
00:24:27: Und da vielleicht noch mal ein wichtiger Punkt.
00:24:29: Ich weiß, zuvor gesteht unter dem deutschen Nachhaltigkeitspreis.
00:24:33: Aber wir machen das ja nicht, um einen Preis gewonnen zu haben.
00:24:35: Sondern wir machen das ja, weil wir aus anderen Gründen daraus glauben.
00:24:38: Und jetzt haben wir da auch noch einen Preis gewonnen.
00:24:40: Das ist jetzt cool.
00:24:41: Aber jetzt hören wir ja nicht damit auf, sondern es gibt noch so viel zu tun.
00:24:45: Ja, glaub ich.
00:24:46: Weil du grad sagst, es gibt so viel zu tun.
00:24:47: Was steht denn grad ganz oben auf deiner To-do-Liste?
00:24:50: Wir sind gerade in diesem klassischen Jahresentspurt.
00:24:55: Erst mal steht alles drauf, was dieses Jahr noch passieren sollte.
00:24:59: Und nach vorne gerichtet, was ganz spannend wird.
00:25:02: Wir haben Klimaziele bei der Science by the Target Initiative.
00:25:06: Das ist unser Ziel, Jahr zwanzig, sechsundzwanzig.
00:25:09: Wir sind jetzt einerseits im Endspurt, diese Ziele noch zu erreichen, noch mal wirklich die letzten Emissionsposten aus zu quetschen, gerade in Scoop drei.
00:25:17: Was können wir hier noch tun?
00:25:18: Welche Initiativen können wir noch umsetzen, um das runterzubringen?
00:25:21: Wir sind bei unserem Supplier Engagement Goal, das heißt, wir möchten in achtzig Prozent unsere Umsätze mit Marken machen, die auch selber Klimaziele haben.
00:25:28: Wirklich auch gerade in den letzten Zügen auch noch mal die letzten in der Branche zu überzeugen, sich der Bewegung anzuschließen, sag ich mal.
00:25:35: Und danach sind wir aber ja nicht fertig.
00:25:37: Also, das Klima ist ja im Jahr zwanzigundzwanzig noch nicht gerettet.
00:25:41: Also, was machen wir danach?
00:25:42: Das ist unsere große Frage, mit der wir uns gerade auch sehr strategisch beschäftigen.
00:25:45: Wo sind unsere nächsten größten Hebel, damit wir auch noch was erreichen können?
00:25:48: Wie steht es um unser Sortiment beispielsweise?
00:25:51: Und da dann auch die ganzen Entscheidungsgrundlagen vorzubereiten.
00:25:53: Es braucht eine transparente Datenlage, es braucht mehr Informationen, es braucht Prognosen.
00:25:57: Das, würde ich sagen, liegt auf jeden Fall sehr weit oben auf meinem Schreibtisch.
00:26:02: Und eine, ich sag mal, kleinere Sache, die aber Trotz dessen, genau so wichtig ist, wir haben ja gerade unseren Reuse-Spenden-Kontest am Laufen.
00:26:11: Das heißt, wir haben seit Oktober, glaube ich, nichts Falsches sagen.
00:26:16: Bis Ende des Jahres spenden wir pro eingesendeten Artikel bei Reuse an eine Gemeinnützige NGO.
00:26:20: Die Top-Drei stehen jetzt fest und die werden bei den Community-Votingen dann von allen unseren Kundinnen und Kunden geworted.
00:26:29: Da bin ich wirklich ganz gespannt auf das Ergebnis, weil die haben es auch einfach nur verdient, diese Sichtbarkeit zu bekommen.
00:26:34: Du baust mich hier die perfekten Eigenwerbungsproduktion, weil auch da wird's am achtzehnten zwölften noch mal den Podcast zu geben.
00:26:39: Da könnt ihr dann alle drei NGOs kennenlernen.
00:26:41: Die werden sich dann noch mal im Detail vorstellen und auch wofür dann solche finanziellen Mittel verwendet werden.
00:26:47: Und was ich gerade noch ganz spannend an deinen Ausführungen fand, Martin vielleicht noch mal kurz der Blick zu dir.
00:26:51: Es klingt schon auch einfach so, als wäre dieses Thema wirklich ganz ganz oben bei uns auch in der Unternehmensstruktur angesiedelt.
00:26:56: Also so, dass du dich auch damit ziemlich viel beschäftigst und viele Aufgaben da einfach mit bei dir landen.
00:27:02: Das ist so, ja.
00:27:02: Es ist schon immer so gewesen, dass bei uns das Thema Nachhaltigkeit auf oberster Unternehmensebene war und dass wir auch alle strategischen Entscheidungen immer auf das Thema gechallengen haben.
00:27:13: Und das auch einer unserer drei Differenciatoren.
00:27:16: Und ich glaube auch weiterhin, so Jule gesagt hat, dass es wahnsinnig viel zu tun gibt.
00:27:21: Fällt noch ein Hinweis, ich glaube, wir haben noch wahnsinnig viel Potenzial, Produkte in Produktleben stücklos zu halten.
00:27:26: Also zu viele Produkte bei Leuten zu Hause rum, die über Secondhand wieder dem Kreislauf zugeführt werden können oder repariert oder gewaschen werden kann, dass man sie wieder anzieht.
00:27:36: Und ich glaube, in diese Richtung gibt es auch noch unglaublich viel zu tun.
00:27:39: Ja, das ist, glaube ich, sehr, sehr schöner Schlussabhell.
00:27:41: Gibt es irgendwas, was wir vergessen haben, was aus eurer Sicht noch super wichtig zu erwähnen wäre?
00:27:45: Wir gehen jetzt feiern.
00:27:47: Sehr gut, dann machen wir das so.
00:27:48: Ich füße es jetzt an.
00:27:49: Vielen, vielen Dank euch für das ganze Engagement.
00:27:51: Und ja, ich würde sagen, dann lass uns auf den deutschen Nachhaltigkeitspreis heute Nachmittag anstoßen.
00:27:56: Danke euch.
00:27:57: Das war die dritte und letzte Nachhaltigkeits-Sonderfolge.
00:28:00: Ich hoffe, wir konnten euch einen transparenten Einblick in unseren CSR, also Corporate Social Responsibility Bereich, bei Bergzeit geben, weil uns dieses Thema wirklich am Herzen liegt.
00:28:10: Wenn euch der Bergzeit-Podcast gefällt, dann lasst gerne ein Abo da, um keine Folgen mehr zu verpassen.
00:28:15: In zwei Wochen hört ihr wieder regulär eine Interviewfolge.
00:28:18: Dieses Mal mit Robert Stipani, bei dem mit nur vierzehn Jahren ein Hörntumor diagnostiziert wurde und der es trotz allem jetzt mit Mitte dreißig geschafft hat, alle drei großen Fernwanderwege der USA abzuwandern.
00:28:30: Eine wirklich inspirierende Geschichte, also hört unbedingt mal rein.
00:28:33: Bis dahin viel Spaß in den Bergen.
00:28:35: Ciao ciao, euer Jan.
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